Donnerstag, 24. Dezember 2009

Medizin und Justiz / Eine Krähe Hackt Der Anderen Kein Auge Aus

Zur Zeit halten mich schwerwiegende und zeitraubende persönliche Gründe davon ab hier regelmäßig eigene Artikel einzustellen, wofür ich die Leser um Verständnis bitte.

Als Hinweis veröffentliche ich hier ein Schreiben, das ich an eine Rechtsanwaltskammer sandte.

Ich bin überzeugt davon, dass dies einer von betrüblichen Einzelfällen ist, die allerdings häufiger geschehen als allgemein angenommen wird.

Ich bitte darum diesen Fall nicht zu verallgemeinern, denn ich habe auch die bewundernswerte Arbeit von Medizinern und Rechtsanwälten kennen gelernt, denen ich hierfür, auch wenn sie mir in dieser Angelegenheit nicht oder nur bedingt helfen können, großen Respekt zolle und mich zu Dank und Hochachtung verpflichtet fühle!


Unter dem Motto „Trau, schau wem!“ hier nun meine Zeilen an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts:


"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich hiermit über die ungenügende Informationsbeschaffungspflicht und das mir unverständliche Verhalten eines Ihrer Mitglieder, mir als Klient gegenüber, in Kenntnis setzen, und Sie als Vertreter einer Körperschaft öffentlichen Rechts um Rat und eine mir verständliche Erklärung bitten.

Zum Sachverhalt:

Im befürchteten Fall mehrerer absichtlich begangener erheblicher medizinischer Kunstfehler, hinsichtlich einer am xxx 2007 durchgeführten OP, deren Begutachtung die zuständige Zahnärztekammer per Beschluss ablehnte, ohne die Dokumentationen von drei nach behandelnden Ärzten, welche die durch die Operation hervorgerufenen, schweren Verletzungen meines Kiefers medizinisch versorgten, anzufordern und einzusehen, beauftragte ich Dr. jur. xxx aus xxx damit etwaige Schadensersatzansprüche auf dem zivilrechtlichen Weg einzuklagen.


Hier die Anschriftsadresse:

Dr. jur. xxx


Wichtig erschien mir hierzu im Vorfeld besonders mein Recht auf die Herausgabe des Duplikates eines Röntgenbildes, sowie Dateien von Fotos und die Nummer der Haftpflichtversicherung des betreffenden Zahnarztes einzufordern, welche dieser bislang verweigert hat.

Meiner Forderung, die Herausgabe der Dokumente auf gerichtlichem Wege einzufordern entsprach Dr. xxx auch nicht in ihrer vierten schriftlichen Aufforderung an den Zahnarzt, wie aus der beigefügten Kopie jenes Schreibens hervorgeht.

Außerdem schien es mir wichtig, mir nicht vorliegende Dokumente der Kanzlei zu erhalten, welche mich in dieser Sache 2007/2008 bei der Beantragung der Begutachtung durch die ZÄK (Zahnärztekammer) vertreten hat, weshalb ich darum bat diese zu meiner Einsichtnahme dort anzufordern.

Dr. xxx behauptete, die Akte erhalten und sie danach, wegen angeblich mangelnder Brauchbarkeit, zurückgeschickt, ohne mich über deren Erhalt benachrichtigt und mir die Einsichtnahme gewährt zu haben.

Im Verlauf ihrer Arbeit, seit dem 21.9.2009, erfuhr ich, dass es zwischen der Gegenseite, also dem Zahnarzt, und Dr. jur. xxx zu mehreren persönlichen Telefonaten gekommen ist, deren Inhalt mir unbekannt blieb. Hierfür fehlt mir jedes Verständnis, zumal ich hierbei mittlerweile die Einflussnahme der gegnerischen Partei auf die von mir beauftragte Vertreterin meiner Rechtsansprüche befürchte.

Meine deutlichen und wohl verständlichen Fragen hierzu beantwortete die Anwältin ausschließlich mit der prompten Niederlegung des Mandats per E-Mail, was der Sache, nämlich in diesem Fall der Verteidigung von Patientenrechten, ebenso wenig dient, wie dem von Klienten in Rechtsfragen entgegengebrachten Vertrauen in die Aufrichtigkeit und Loyalität von Rechtsanwälten.

Ich befürchte, dass der betreffende Zahnarzt, aus „Rache“ für unglücklich formulierte Kritik an der Arbeitsweise einer Kollegin ein schweres Verbrechen an mir begangen hat, indem er mich arglistig täuschte, mir erhaltenswerte Zähne extrahierte, mir durch die unterlassene Versorgung der Wunden eine absehbare Kieferknochenentzündung zufügte und, durch die Verweigerung dessen Herausgabe, mein Zahngold unterschlug.

So ungeheuerlich diese Annahme erscheinen mag, halte ich es zudem nicht für ausgeschlossen, dass er an einer bestimmten Stelle Einfluss auf die Entscheidung der ZÄK und auch auf meine, nun ehemalige, Anwältin, Dr. jur. xxx, genommen hat.

Ebenso ungeheuerlich wie auch enttäuschend empfinde ich die Entscheidung von Dr. xxx, die meines Erachtens berechtigten, kritischen Fragen mit der Niederlegung des Mandats zu beantworten.

Die Suche nach einem, in diesem Fachgebiet erfahrenen und kompetenten, vertrauenswürdigen Rechtsanwalt, der mich in dieser Angelegenheit weiterhin vertritt, gestaltet sich bei der Komplexität des Falles als äußerst schwierig, was mich befürchten lässt, dass das Recht und rechtsstaatliche Prinzipien hierbei auf der Strecke bleiben.

In der Hoffnung diesen, mich Geld, Zeit und Nerven raubenden, Sachverhalt nicht übertrieben emotional sondern verständlich vorgetragen zu haben, bitte ich Sie um eine Stellungnahme und um einen Rat für ein für mich sinnvolles weiteres Vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

xxx


Anlagen: xxx"


Anmerkung für die Leser des Blogs:

Weil dieser laufende Vorgang eines weiteren Verfahrens bedarf, habe ich persönliche Daten anonymisiert.

Ich halte es dennoch für nötig die Öffentlichkeit auf die Möglichkeit solcher "Unregelmäßigkeiten" im Kontakt mit Ärzten und Rechtanwälten, deren Aufdeckung enorm viel Geld, Zeit und Nerven kosten kann, hinzuweisen.

Vertraut also nicht "blind" Euch unbekannten Menschen, von denen Ihr Hilfe in Notsituationen erwartet, nur in Anerkennung ihres Standes und möglicher akademischer Titel, die übrigens auch erlogen sein können!

Aktuelles!

Im hier angesprochenen Fall bemüht sich der beteiligte Zahnarzt, wie ich schon befürchtet hatte, offensichtlich gerade darum das Röntgenbild, welches als Bewismittel dienen kann, "verschwinden" zu lassen, wie aus seiner freundlichen Mitteilung an meine ehemalige Rechtsanwältin, die ich hier wiedergebe, deutlich wird:
"Wir sind bemüht die Rö-Bilder hervor zuholen.
Liegen vielleicht noch beim Gutachter. (ZÄK / Anm. d. Vefassers) So bald sie da sind bekommen sie die zur Einsicht!
Bitten um etwas Geduld.
Schöne Feiertage, m.f.G.

xxx"



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