Sonntag, 3. Januar 2010

Die Rolle der Medien beim Klimadiskurs - ein Beispiel

Ein Beispiel für den Einfluß, den die Medien bei der Klimadiskussion auf die öffentliche Meinung ausüben.

In der Sendung "Dellings Woche" des WDR vom 28.11.2008 befragte Gerhard Delling den Diplom Meterologen Dr. Wolfgang Thüne, Autor des Buches "Der Treibhaus-Schwindel", zu seinen Ansichten über den Treibhauseffekt.
Damals wusste die Welt noch nichts von Climate Gate, aber man erkennt schon an der Auswahl der Diskussionsteilnehmer deutlich, dass bei der öffentlich geschürten Angst vor einer durch CO2 verursachten Klimaerwärmung wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.

Die Teilnehmer der Sendung waren:
Bärbel Höhn, Diplommathematikerin, Volkswirschaftlerin, angebliche Klimaexpertin, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen : "Von unserer Regierung ist beim Klimaschutz nichts zu erwarten - jetzt muss Obama ran!"

Prof. Dr. Manfred Fischedik, Vizepräsident des Wuppertal Instituts: "Wir müssen viel mehr für den Klimaschutz tun. Viel schneller und nicht so halbherzig!"

Prof. Claudia Kempfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professor of Energy Economics and Sustainability an der Hertie School of Governance in Berlin: "Der Klimawandel wird der Motor für ein neues Wirtschaftswunder."

Dr. Wolfgang Thüne, Diplom Meterologe: "Die herrschende Klimalehre ist eine Irrlehre - der Mensch ist am Klimawandel unschuldig!"



Was mir besonders auffiel ist die häufig anzutreffenden, diffamierenden und unfundierten Phrasen einer Politikerin. Frau Höhn besitzt auch noch die Frechheit zu behaupten, Politiker trügen Verantwortung (wahrscheinlich meint sie die für ihren Geldbeutel), der finstere, schon fast diabolische Blick von Herrn Fischedick und die arrogante, verleumdende Art von Frau Kempfert, die Herrn Thünes Ausführungen mehrfach unsachlich und beleidigend unterbricht.

Diese Sendung ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr wirtschaftliche Interessen einen angebliche wissenschaftlichen Konsens bestimmen und mit Hilfe der Medien propagieren.

Ich bin leider der Überzeugung, dass die meisten Politiker der etablierten Parteien, ebenso wie viele Wissenschaftler "angesehener" Unternehmen und Institutionen gemeinsam mit deren Lobbyisten und PR-Agenturen für den Erhalt ihrer Macht und Prfünde und nicht für das öffentliche Wohl, sondern ausschließlich für ihr eigenes Wohlergehen arbeiten.

Es bleibt zu hoffen, dass sich immer mehr Menschen dazu entschließen, politische Entscheidungen und deren tatsächliche Absichten zu hinterfragen, wie es jüngst bei der Schweinegrippe und Climate Gate geschehen ist.
Bei der Schweinegrippe sind die Menschen wirklich skeptisch geworden, was besonders der Arbeit vieler Blogger und alternativer Medienplattformen zu verdanken ist, die von der Öffentlichkeit noch viel zu wenig wahr- und ernst genommen werden.

Es bleibt noch viel zu tun, um in diesem Bereich die Spreu vom Weizen zu trennen, denn es gibt viele Sites, die extreme politische Ansichten mit der Behauptung die Wahrheit zu verbreiten ins Netz stellen, um auf Stimmenfang zu gehen.

Quelle: http://video.google.com/

1 Kommentar:

  1. Servus,

    gerade lese ich Deinen Text. Leider ist es so, daß sowohl bei den Klimaskeptikern wie -befürwortern Leute argumentieren, die Ihren Standpunkt religiös bis fanatisch vertreten.

    Auf beiden Seiten stehen Wirtschaftsinteressen - Das macht die Wahrheitssuche so schwierig. Vermutlich bringt eine seriöse Analyse zum Vorschein, daß im Kapitalismus profitinteressenfreie Forschung nur schwer bis gar nicht möglich ist.

    Beste Grüße
    Bernhard

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