Freitag, 15. Januar 2010

Offener Brief des IPPNW für Frieden zwischen Israel und Palästina



Um meine Unterstützung zu bekunden, gebe ich hier den Wortlaut eines offenen Briefes wieder, den die IPPNW am 21. Dezember 2009 veröffentlicht hat:

Deutsche Sektion der
Internationalen Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges/
Ärzte in sozialer
Verantwortung e. V.

International Physicians
for the Prevention
of Nuclear War (IPPNW)




Seiner Exzellenz
dem Botschafter des Staates Israel
Yoram Ben-Zeev
Auguste-Viktoria-Str. 74-76
14193 Berlin
per Fax 030 – 8904 5409

in Kopie an den deutschen Minister des Auswärtigen Amtes Guido Westerwelle

Offener Brief: Palästinensische Friedensaktivisten freilassen

Berlin, 21. Dezember 2009
Sehr geehrter Herr Botschafter,

die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass die Verhaftungen von Mitgliedern des gewaltfreien Widerstands in den Palästinensischen Autonomiegebieten eingestellt und die Inhaftierten unverzüglich freigelassen werden. Diese Menschen setzen sich mit Zivilcourage, Mut und Standhaftigkeit für eine gemeinsame Zukunft von Israels und Palästinensern ein und leisten damit einen Beitrag zu einer Kultur des Friedens.

Mit großer Sorge haben wir daher die Verhaftungen von Mohammad Othman von Jayyous am 22. September diesen Jahres, von Abdallah Abu Rahmah aus Bil’in am 10. Dezember 2009 und die jüngste Festnahme von Jamal Juma’ von Stop the Wall am 16. Dezember 2009 verfolgt. Sie stehen stellvertretend für eine Reihe weiterer Verhaftungen: So hat das israelische Militär seit dem 23. Juni 2009 allein mehr als 30 Bewohner von Bil'in inhaftiert.

Uns drängt sich der Verdacht auf, dass Israel mit diesen Verhaftungen das Ziel verfolgt, den Widerstand der palästinensischen Bevölkerung gegen die Siedlungspolitik und den Mauerbau und ihren Einfluss auf internationale politische Entscheidungen zu schwächen. Wer gewaltfreie Demonstrationen militärisch bekämpft, verhindert selbst Alternativen zur Gewalt. Ein dauerhaftes Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ist nur in gegenseitiger Kooperation und Frieden möglich.

Mit freundlichen Grüßen





Anm:

Es steht allen frei sich an die israelische Botschaft zu wenden um dem Wusch nach Frieden für Israel und Palästina Ausdruck zu geben. ;-)


Quelle: http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/brief211209.pdf

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