Donnerstag, 26. August 2010

Das „Judenkind“ als „Antisemit“ - Verfahren gegen Klagemauer-Aktivisten

Von Hans-Detlev v. Kirchbach
via Neue Rheinische Zeitung

Es war Sommer, und der CSD 2009 tobte durch die Stadt. Unbeachtet von den vorbei strömenden AnhängerInnen des unpolitischen Spaßevents stand als einziges politisches „Event“ die „Klagemauer“ am gewohnten Platz vor dem Domforum. Nur zwei angetrunkene weibliche Jugendliche schenkten der Ausstellung, die sich seit geraumer Zeit vorrangig mit Palästina befasst, ihre ganz spezielle Aufmerksamkeit. Sie lallten Beschimpfungen und zerrissen an der Installation ausgelegte Unterschriftenlisten. Eine einzelne junge Polizeibeamtin wandte sich, von Walter Herrmann um deeskalierendes Eingreifen gebeten, den alkoholisierten Randaliererinnen zu – und sie schaffte es auch, die Situation zu beruhigen – durch Gespräch statt durch „Polizeimaßnahmen“. Schließlich schied man allseits friedlich und mit Handschlag voneinander.

Die Bühne

So hätte der kleine Zwischenfall als gelungenes Beispiel gelungenen streetworkings abgebucht werden können – Friedensstiftung an der Friedens-“Klagemauer“. Doch diese bemerkenswerte Episode sollte leider nur ein Randereignis bleiben an diesem Tage. Noch während die junge Polizistin den Kleinkonflikt mit den übermütigen Backfischen erfolgreich schlichtete, stand ein ziviler Polizeikollege im Mittelpunkt eines eskalierenden Wortkrieges mit Walter Herrmanns langjährigem „Klagemauer“-Mitarbeiter Kurt S. (Name von der Redaktion geändert). Dieser „Hauptkonflikt“ endete wenige Monate vor Gericht, zog eine erstinstanzliche Verurteilung von Kurt S. nach sich und mündete einstweilen in einem Berufungsverfahren vor einer Kammer des Landgerichts Köln am Donnerstag letzter Woche.

Zwei Szenarien – unvereinbar

Hier weiterlesen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15573

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Anm:
Wer die Klagemauer kennt, weiß dass Walter Herrmann und sein Mitstreiter nur mit Passanten reden, wenn sie auf ihre friedliche Aktion für Frieden und Menschenrechte angesprochen werden.
Mir scheinen die unglaublichen Vorwürfe des Zivilpolizisten Thomas Schildmann, aus politischen Gründen, an den Haaren herbeigezogen und mit Stasi-Methoden inszeniert worden zu sein.

Ein Artikel des Palästina Portals vom Februar dieses Jahres verdeutlicht den Aspekt: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_walter_herrmann_koelner_mauer_domplatte.htm

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