Mittwoch, 8. September 2010

Kriegszitterer. Wie Soldaten an die Front zurückgefoltert wurden

Von Dr. Hans Ulrich Gresch

Während des 1. Weltkriegs wurden Militärpsychiater mit einer wachsenden Zahl so genannter Kriegsneurotiker konfrontiert. Unter Kriegsneurotikern, die auch als “Kriegszitterer” bezeichnet wurden, verstand man Menschen, die “im Stahlgewitter” psychiatrisch dekompensiert und kampfunfähig geworden waren. Sie zeigten Symptome, die man damals als “hysterisch” diagnostizierte. Zu den typischen Beschwerden zählten psychisch bedingte Blindheit und Taubheit, Stummheit bei intaktem Sprechorgan, Lähmungen und Zittern ohne erkennbare körperliche Ursache.

27,7 % der Frontkämpfer wurden während des I. Weltkriegs wegen eines psychiatrischen Zusammenbruchs aus der Kampfzone evakuiert, weitere 16,6 % wurden vorübergehend in psychiatrische Einrichtungen gebracht, schreibt der Historiker Richard A. Gabriel in seinem Buch über die psychiatrische Dimension des modernen Kriegs: The painful field.

Die militärische Führung vermutete natürlich, dass ein erheblicher Teil dieser Kranken Simulanten seien ...

Hier weiterlesen: http://pflasterritzenflora.ppsk.de/die-psychiatrie-und-der-krieg//

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Konstruktive Kommentare und Kritik zu den jeweiligen Beiträgen sind erwünscht, solange sie die geltenden rechtlichen Bestimmungen und die Regeln des friedlichen Miteinander wahren.