Freitag, 2. Mai 2014

Auf Dem Weg Näher Zum Krieg / Moving Closer To War - Paul Craig Roberts

von Paul Craig Roberts


26. April 201
Das sich in Hybris und Arroganz wälzende Regime von Obama hat die Krise der Ukraine zu einer Krise mit Rußland ausufern lassen. Entweder absichtlich oder aus Dummheit lenken Washingtons Propagandalügen die Krise in Richtung Krieg. Nicht gewillt weitere, unsinnige Drohungen aus Washington zu hören, akzeptiert Moskau keine Anrufe von Obama oder U.S.-Spitzenbeamten mehr.

Die Krise entstand durch Washingtons Sturz der gewählten demokratischen Regierung und ihren Ersatz durch handverlesene Strohmänner. Die Handlanger fuhren in Worten und Taten damit fort, gegen die Bevölkerung der ehemaligen russischen Gebiete zu handeln, die der Ukraine von kommunistischen Parteiführen zugesprochen worden waren. Die Konsequenz dieser törichten Politik ist Agitation gegen den russischsprachigen Teil der Bevölkerung, um ihn zu einem Rückzug nach Rußland zu drängen. Die Krim hat sich Rußland bereits wieder angeschlossen, und die Ostukraine sowie Teile der Südukraine werden wahrscheinlich folgen.

Anstatt seinen Fehler einzugestehen, hat das Obama Regime die in Kiew installierten Strohmänner Washingtons dazu ermutigt Gewalt an jenen in den russischsprachigen Gebieten zu verüben, die für die Durchführung von Referenden werben, um für deren Wiederanschluß an Rußland zu wählen. Ungeachtet des klaren Bekenntnisses von Präsident Putin, daß russisches Militär, außer im Fall von Gewalt gegen die Demonstranten, die Ukraine nicht besetzen würden, hat das Obama Regime zur Anwendung von Gewalt ermutigt.

Mit ziemlicher Sicherheit können wir zusammenfassen, daß Washington entweder die gesprochenen Worte entweder nicht hört oder den Ausbruch von Gewalt wünscht.

Warum versucht das Obama Regime einen Eingriff des russischen Militärs zu provozieren, wenn Washington und die NATO nicht bereits signifikante militärische Kräfte in die Ukraine verlegt haben, um dem russischen Militär entgegenzutreten? Eine mögliche Antwort liegt darin, daß Washingtons Plan, Rußland von seinem Marinestützpunkt am Schwarzen Meer zu vertreiben, schief ging, und Washingtons Ausweichplan darin besteht, die Ukraine einer russischen Invasion zu opfern, um Rußland dämonisieren zu können und einen  umfangreichen Anstieg von Militärausgaben und Einätzen zu ermöglichen.

Mit anderen Worten bedeutet der Ersatzpreis einen neuen kalter Krieg und weitere Billionen von Dollar an Gewinnen für Washingtons Militär- und Sicherheitskomplex.

Die Hand voll Truppen und Flugzeuge, die Washington gesandt hat, um die unfähigen Regime jener beständigen Brandherde in Westpolen und den Baltischen Staaten “zu beruhigen”, sind, ebenso wie die paar ins Schwarze Meer gesandten Kriegsschiffe, nichts weiter als symbolische Provokationen.

Auf einzelne russische Beamte angewandte Wirtschaftssanktionen sind nichts als ein Zeichen von Washingtons Machtlosigkeit. Wirkliche Sanktionen würden Washingtons Nato-Marionettenstaaten weit mehr schaden als Rußland.

Es ist klar, daß Washington kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit der russischen Regierung hat. Washingtons Forderungen machen diesen Schluß unvermeidbar. Washington fordert von der russischen Regierung der protestierenden Bevölkerung im Süden und Osten der Ukraine den Boden unter den Füßen wegzuziehen und drängt die russischen Bürger in der Ukraine sich ihren Handlangern in Kiew zu unterwerfen. Ebenso fordert Washington von Rußland eine Abkehr von der Wiedervereinigung mit der Krim und ihre Übergabe an Washington, so daß der ursprüngliche Plan der Vertreibung Rußlands von seinem Marinestützpunkt am Schwarzen Meer aufgeht.

Mit anderen Worten fordert Washington von Rußland Schneewittchen (für Humpty Dumpty / Anm. d. Übers.) zu retten und an Washington zu übergeben.

Diese Forderung ist so unrealistisch, daß sie die Bedeutung des Begriffs Arroganz übersteigt. Der Narr im Weißen Haus sagt zu Putin: "Ich habe die Übernahme Deines Hinterhofs vermasselst. Ich möchte, daß Du die Situation für mich in Ordnung bringst, um einen Erfolg der strategischen Bedrohung, die ich über Deinen Hinterhof bringen wollte, sicherzustellen."

Die westlichen Medienhuren und Washingtons europäische Marionettenstaaten unterstützen diese unrealistische Forderung. Konsequenterweise haben die russischen Führer jegliches Vertrauen in die Worte und Absichten des Westens verloren, und dies ist der Weg auf dem Kriege beginnen.

Europäische Politiker setzten ihre Länder einem großen Risiko aus - doch zu welchem Preis? Werden Europas Politiker erpreßt, bedroht, kofferweise mit Geld entlohnt, oder sind sie so daran gewöhnt Washingtons Führung zu folgen, daß sie unfähig sind irgend etwas anderes zu tun? Was nützt es Deutschland, Großbritannien und Frankreich, von Washington in eine Konfrontation mit Rußland getrieben zu werden?

Washingtons Arroganz ist beispiellos und dazu fähig, die Welt in den Untergang zu führen. Wo bleibt Europas Gefühl seiner Selbsterhaltung? Warum hat Europa keine Haftbefehle für sämtliche Mitglieder des Obama Regimes ausgestellt? Ohne den unterstützenden Schutz von Europa und der Medienhuren, wäre Washington nicht in der Lage die Welt in den Krieg zu führen.


Quelle: http://www.paulcraigroberts.org/2014/04/26/moving-closer-war-paul-craig-roberts/



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