Sonntag, 4. Mai 2014

Washington beabsichtigt Rußlands Untergang / Washington Intends Russia’s Demise — Paul Craig Roberts

von  Dr. Paul Craig Roberts


2. Mai 2014
Washington hat nicht die Absicht zu erlauben, die Krise in der Ukraine klären zu lassen. Nach dem mißlungenen Versuch das Land zu beschlagnahmen und Rußland von seinem Stützpunkt am Schwarzen Meer zu vertreiben, sieht Washington neue Möglichkeiten in der Krise.

Eine davon ist die Wiederbelebung des Kalten Krieges durch die Ausübung von Druck auf die russische Regierung die russischsprachigen Regionen der gegenwärtigen Ukraine zu besetzen, in denen sich Protestierende der, durch den amerikanischen Putsch installierten, anti-russischen Regierung von Handlangern in Kiew widersetzen. Diese Gebiete der Ukraine waren früher fundamentale Teile Rußlands. Sie wurden der Ukraine von der russischen Führung im 20. Jahrhundert angegliedert, als beide, die Ukraine und Rußland, Teil desselben Landes waren, der UDSSR.

Im Wesentlichen haben die Protestierenden unabhängige Verwaltungen in den Städten errichtet. Die zur Unterdrückung der, nach amerikanischer Manier als Terroristen bezeichneten, Protestierenden befehligten Polizei- und Militäreinheiten, haben sich bisher mehrheitlich den Protestierenden angeschlossen.

Nachdem das unfähige Weiße Haus sowie das Außenministerium von Obama die Übernahme der Ukraine verpfuscht hat, bemühte sich Washington darum Rußland die Schuld zuzuschreiben. Gemäß Washington und ihren presstituierten Medien werden die Proteste von der russischen Regierung grundlos inszeniert. Wenn Rußland Militäreinheiten zum Schutz russischer Bürger in die ehemaligen russischen Gebiete versendet, wird dieser Schritt von Washington zur Bestätigung ihrer Propaganda einer russischen Invasion (wie schon in Georgien) benutzt, um Rußland weiterhin zu dämonisieren.
Die russische Regierung befindet sich in einer Zwickmühle. Einerseits möchte Moskau die finanzielle Verantwortung über diese Regionen nicht tragen, kann aber andererseits auch nicht die gewaltsame Unterdrückung von Russen erlauben.

Hinsichtlich der dort bevorstehenden Wahlen, hat sich die russische Regierung darum bemüht die Ukraine unberührt zu lassen, um eine der Wahrheit getreuere Regierung ins Amt zu bringen, als die dort von Washington installierten Strohmänner.

Washington jedoch will keine Wahl, die ihre Handlanger möglicherweise ersetzt, um zu einer, die Situation klärenden, Zusammenarbeit mit Rußland zurückzukehren. Die Wahrscheinlichkeit, daß Washington ihren Handlangern in Kiew ausrichtet zu erklären, daß die durch Rußland über die Ukraine gebrachte Krise Neuwahlen verhindert, ist groß. Washingtons Marionettenstaaten der NATO würden diese Behauptung bestätigen.

Es ist so gut wie sicher, daß die russische Regierung, ihren Erwartungen zum Trotz, beiderlei Fortsetzung gegenübersteht - der Krise und Washingtons Schattenregierung in der Ukraine.

Am 1. Mai hat der frühere amerikanische Botschafter in Rußland und jetzige stellvertretende Oberbefehlshaber der NATO, der als Amerikaner jedoch bestimmt wo es langgeht, erklärt, daß Rußland nicht läger Partner, sondern ein Gegner sei. Der Amerikaner, Alexander Vershbow, sagte gegenüber Journalisten, daß die NATO ihre "Annäherung" an Rußland aufgegeben habe und bald eine große Anzahl von Kampftruppen in Osteuropa stationieren werde. Vershbow bezeichnete diese aggressive Stationierungsstrategie als "Verteidigungsmaßnahme zum Schutz der Region".

In anderen Worten finden wir hier die Lüge wieder, daß Rußlands Regierung dabei ist all seine Schwierigkeiten in der Ukraine zu vergessen und Angriffe auf Polen, die Baltischen Staaten, Rumänien, Moldawien sowie die zentralasiatischen Staaten Georgien, Armenien und Aserbaidschan zu starten. Der Heuchler Vershbow möchte das Militär dieser amerikanischen Marionettenstaaten modernisieren und "die Gelegenheit ergreifen, durch das Akzeptieren von Anwärterstaaten der NATO Fakten am Boden zu schaffen".

Was Vershbow der russischen Regierung erzählte ist, daß Sie nur damit fortfahren sich auf den guten Willen und die Vernunft des Westens zu verlassen, während wir genügend militärische Kräfte aufstellen, um Rußland davon abzuhalten, seinen unterdrückten Bürgern in der Ukraine zu Hilfe zu kommen. Unsere Dämonisierung Rußlands arbeitet. Sie hat Sie zögern lassen Ihre ehemaligen Territorien beschlagnahmen können. Durch Ihr Zuwarten geben Sie uns die Zeit, um Truppen an Ihren Grenzen von den Baltischen Staaten bis nach Zentralasien anzuhäufen. Das wird Sie ablenken und von der Ukraine fernhalten. Die Unterdrückung, die wir Ihren Russen in der Ukraine zufügen werden, wird Sie diskreditieren, und die NGOs, die wir in der Russischen Föderation finanzieren, werden an nationalistische Gefühle appellieren und Ihre Regierung, wegen Ihrer Unfähigkeit Russen zu Hilfe zu kommen und Rußlands strategische Interessen zu schützen, stürzen.

Washington leckt sich die Lippen und sieht eine Gelegenheit Rußland als Marionettenstaat zu ergattern.

Wird Putin, in Erwartung der Ausarbeitung einer Lösung mit dem guten Willen des Westens, dasitzen, während Washington plant seinen Sturz herbeizuführen?

Die Zeit rückt näher, in der Rußland, zur Beendigung der Krise entweder handeln, oder die andauernde Krise und Verstörtheit in seinem Hinterhof  akzeptieren wird. Kiew hat militärische Luftschläge gegen die Protestierenden in Salaviansk gestartet. Am 2. Mai sagte der russische Regierungssprecher, Dmitry Peskov, daß Kiew durch die Anwendung von Gewalt die Hoffnung des Genfer Abkommens auf eine Deeskalation der Krise zerstört hätte. Dennoch hat der russische Regierungssprecher die Hoffnung der russischen Regierung zum Ausdruck gebracht, daß europäische Regierungen und Washington den Militärschlägen ein Ende setzten und Druck auf das Parlament in Kiew ausübten, um die Protestierenden auf eine Weise Schutz zu bieten, welche die Ukraine zusammenhält und zu freundlichen Beziehungen zu Rußland zurückführt.

Diese Hoffnung ist falsch. Sie nimmt an, daß die Wolfowitz-Doktrin (Präventive Selbstverteidigung / Anm. d. Übers.) nur eine lehre Phrase ist, aber das ist sie nicht. Die Wolfowitz-Doktrin ist die Basis der US Politik gegenüber Rußland (und China).

Die Doktrin betrachtet jede Macht, die stark genug ist, um unabhängig von Washigtons Einfluß zu bestehen, als feindlich. Die Doktrin erklärt
"Unser vorrangiges Ziel ist dem Wiedererstehen eines neuen Kontrahenten, der eine Bedrohung der Weltordnung darstellt, wie es die  ehemalige Sowjetunion einst tat, entweder auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo, zu verhindern. Das ist die vorherrschende Überlegung, die der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zu Grunde liegt und die unser Bestreben erfordert, der Beherrschung einer Region durch jede feindliche Macht, deren Mittel unter verstärkter Kontrolle das Entstehen von globaler Macht ermöglichten, vorzubeugen."
Die Wolfowitz-Doktrin rechtfertigt Washingtons Vorherrschaft in allen Regionen. Sie stimmt mit der neokonservativen Ideologie der Vereinigten Staaten, als das “unentbehrliche” und “ausschließlich” zur Weltherrschaft berechtigte Land überein.

Rußland und China stehen der US Hegemonie im Weg. Wenn die Wolfowitz-Doctrin nicht aufgegeben wird, ist Nuklearkrieg das wahrscheinliche Resultat.

Quelle: http://www.paulcraigroberts.org/2014/05/02/washington-intends-russias-demise-paul-craig-roberts/

Zusätzliche Quellenangabe: https://de.wikipedia.org/wiki/Bush-Doktrin#Bek.C3.A4mpfung_von_Terrorismus_und_.E2.80.9ESchurkenstaaten.E2.80.9C" target=



Creative Commons Lizenzvertrag