Montag, 3. August 2015

Jimmy Carter: Nun sind die Vereinigten Staaten eine "Oligarchie mit grenzenloser politischer Bestechlichkeit"

von Jon Schwarz
übersetzt von wunderhaft

31. Juli 2015
Der ehemalige Präsident Jimmy Carter sagte am Dienstag in der landesweit ausgestrahlten Radiosendung, Thom Hartmann Program, daß die Vereinigten Staaten nun zu einer "Oligarchie" geworden sind, in der die "grenzenlose Bestechlichkeit" zur "vollständigen Zersetzung unseres politischen Systems als Gegenleistung für die größten Geldgeber" geführt habe. Sowohl Demokraten als auch Republikaner, sagte Carter, "betrachten diesen unbegrenzten Geldfluß" als als großen Gewinn für sich selbst.

Carter antwortete auf eine Frage Hartmanns nach den jüngsten Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs zur Wahlkampffinanzierung, wie die zu Citizens United.

Mitschrift:
HARTMANN:
Unser Oberster Gerichtshof hat zugunsten "unbegrenzter Spenden in der Politik" entschieden. Das scheint eine Verletzung der demokratischen Prinzipien zu sein. ... Wie denken Sie hierüber?

CARTER:
Es verletzt den Kern dessen, was Amerika, hinsichtlich seines politischen Systems, zu einem großen Land gemacht hat. Nun ist es nur noch eine Oligarchie in der im Wesentlichen grenzenlose Bestechlichkeit über die Präsidentschaftsnominierung oder die Präsidentschaftswahl entscheidet. Und das Gleiche gilt für Gouverneure, U.S.-Senatoren und Kongreßmitglieder.  Wir sahen soeben die vollständige Zersetzung unseres politischen Systems zugunsten der größten Spender, die Vergünstigungen für sich selbst wollen, erwarten und manchmal erhalten, nachdem die Wahl vorüber ist... Die Amtsinhaber, ob Demokraten oder Republikaner, betrachten dieses unbegrenzte Geld als ihren eigenen großen Verdienst. Wer bereits im Kongreß sitzt hat weit mehr an einen eifrigen Spender zu verkaufen als ein Anwärter...



Ich habe Carters Stellungnahme dieser Liste von Politikern, welche die Kontrolle des Geldes über die Politik bestätigen, hinzugefügt. Wenn Sie weitere gute Beispiele haben, lassen Sie es mich wissen.
(Dank an Sam Sacks für den Hinweis.)

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