Mittwoch, 28. Oktober 2015

Heinrich Böll Stiftung "beruhigt" mit Desinformation über Fukushima

Wie politische Stiftungen Fakten und damit die öffentliche Meinung manipulieren, zeigt ein Artikel der "grünen politischen Stiftung" mit dem Titel, Fukushima: „Die Götter haben Beistand geleistet“.

Am 23. Oktober schrieb Stefan Schaaf über eine Veranstaltung der Heinrich Böll  Stiftung vom 13. Oktober, in der Matthias Naß (Mitglied der Atlantik-Brücke, Bilderberger und internationaler Korrespondent der ZEIT) sich mit dem ehemaligen japanischen Regierungschef, Naoto Kan, über dessen Erfahrungen bei der Bewältigung der katastrophalen Ereignisse in Fukushima im März 2011 unterhielt.

Sicherlich hatte Veranstaltung ihre Berechtigung, zumal sie wohl auch der Bewerbung von Kans jüngstem Buch diente und dem Publikum einen kleinen Einblick in die Vorhersehbarkeit der Katastrophe und in die völlig ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen gab.

Da das Thema der Veranstaltung nicht die schweren und anhaltenden Folgen der Reaktorkatastrophe und deren unabsehbare Bewältigung waren, gewinnt der Leser den Eindruck, daß sich die Lage in den Reaktoren stabilisiert habe und unter Kontrolle sei.
So wird in dem Artikel behauptet:
"Im Reaktorblock 2 liegen die Brennstäbe noch heute auf dem Boden des Sicherheitsbehälters, in dem eine Strahlung von 70 Sievert herrscht – stark genug, um einen Menschen in fünf Minuten zu töten."
Tatsächlich jedoch berichtete die größte und einzige öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt NHK, laut ENEnews.com, bereits am 25. September, daß der Kernbrennstoff im Reaktorblock 2 geschmolzen sei und sich nicht mehr im Sicherheitsbehälter befinde.
Daß diese Meldungen auf den Seiten von NHK mittlerweile verschwunden und nicht mehr abrufbar sind zeigt, wie tief Massenmedien an der Verheimlichung und Manipulation von Fakten beteiligt sind, da auch Iori Mochizuki von Fukushima-Diary.com über sie berichtet hat.

Da die Nagoya University schon im März dieses Jahres in einer Studie auf die Möglichkeit einer Kernschmelze, des Super-GAUs, in Reaktorblock 2 von Fukushima hingewiesen hatte, liegt die Vermutung nahe, daß, um das Wahlvieh nicht zu beunruhigen, der Öffentlichkeit der tatsächliche Sachverhalt von den Massenmedien bewußt verschwiegen wird, und sich hieran auch die Vertreter der, im letzten Satz des Artikels erwähnten, "kleinen atomkritischen Parteien" und deren Stiftungen beteiligen.

Ob ihnen die Götter hierbei Beistand leisten, erscheint zweifelhaft.


Quellen:

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