Sonntag, 24. Januar 2016

Trug diese elektromagnetische Anomalie zur Entstehung des Blizzards an der amerikanischen Ostküste bei?

Am 17. Januar 2016 zeigte sich in der animierten Darstellung des hydrologischen Kreislaufs der University of Wisconsin-Madison ein auffällig unnatürliches Signal, daß Anlaß zur Vermutung einer gezielten Manipulation der Atmosphäre und damit am Wettergeschehen über dem nordamerikanischen Kontinent gibt.



Die Störung, deren erheblicher Umfang sich sich auf dieser Animation erkennen läßt, scheint aus zwei Signalen zu bestehen, von denen das zweite, anscheinend aus Chile oder Argentinien stammende, wesentlich kraftvoller und länger ausgestrahlt worden ist.
Kurz bevor es auftaucht, ist ein von der Struktur entgegengesetztes Muster  über der Ostküste Kanadas und der Vereinigten Staaten zu erkennen, und die beiden Signale überschneiden sich in den Breitengraden in denen sich der Blizzard gebildet hat.

Die Animationen stellen die natürliche Mikrowellenstrahlung der Wassermoleküle in der Atmosphäre dar.  Die hier dargestellten regelmäßigen und klar begrenzten Muster weisen meines Erachtens auf eine künstlich hervorgerufene massive Störung der elektromagnetischen Abläufe innerhalb der Atmosphäre hin.

Ich freue mich über jeden Hinweis, der meine Vermutung entkräftet oder das Auftreten des dargestellten Phänomens erklärt.
 

Kommentare:

  1. Wenn man sich aber die Bilder anschaut, ist das m.e. billige Pixelakrobatik.

    Ein echtes Signal würde sich in den Daten viel verschmierter abbilden.
    Auch ein Meßartefakt / Sensorstörung produziert keine solchen Muster.

    Wer macht so'n Scheiß?
    Lausbuben an der Uni in Wisconsin?
    Hacker - wo auch immer?

    Und warum?
    Langeweile?
    Mutprobe?
    Aufstiegssritual in einer was-weis-ich-Geheimgesllschaft?
    nur um zu testen/zeigen, daß man's kann?

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  2. Danke für die Einschätzung, auch wenn ich sie nicht teile.
    Das Cooperative Institute for Meteorological Satellite Studies
    Space Science and Engineering Center (CIMSS) der University of Wisconsin gilt als eines der angesehensten meteorologischen Institute. Es stellt seine Meßdaten weltweit zur Wettervorhersage zur Verfügung und weist gewöhnlich auf Störimpulse oder Fehler in der Darstellung hin, da die Daten, wie gesagt, zur Wettervorhersage verwendet werden.

    Soweit mir bekannt ist, fanden an den beiden vorangegangenen Tagen auch keine koronalen Massenauswürfe auf der Sonne statt, welche die Erde getroffen haben und dann in der Lage gewesen wären ähnliche Signale zu erzeugen.

    Hier nochmal die URL der umfangreichen Hauptseite des CIMSS:
    http://tropic.ssec.wisc.edu/

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  3. Nun ja, auf den ersten Blick scheint mir das Projekt durchaus seriös zu sein.
    Umso mehr wundert es mich, daß in diesem Umfeld ein solcher Hoax durchgeht.
    Ich finde weder auf der Projektseite noch auf der "Product description" eine Mail-Adresse, wo man mal vorsichtig anklopfen könnte, was der Hintergrund dieses "Artefaktes" ist.

    http://tropic.ssec.wisc.edu/real-time/mimic-tpw/global/main.html
    http://tropic.ssec.wisc.edu/real-time/mimic-tpw/prodDesc/

    Indizien zu meiner Hoax-Einschätzung:
    (a) die Geometrie des Artefaktes
    (b) die scharfe Pixelrasterung zwischen Artefakt und Flächendaten

    Ich würde zu >> 90% wetten, daß die Kreissegmente am Ende des Datenaufbereitungsprozesses künstlich eingefügt wurden.

    zu (a):
    Die Segmente sind nicht konzentrisch.
    Zumindest am Äquator. bei geringer projektiver Verzerrung, müßte der Abstand zwischen benachbarten Kreisen in der Mitte identisch zu dem am Rand sein, wenn es sich um ein sich wellenartig ausbreitendes Phänomen handelt.
    Zu den Polen hin müßten die scheinbaren Abstände größer werden und/oder die ganze Geometrie in Ost-West-Richtung auseinandergezogen erscheinen, weil ja die Pole durch die Projektion von der Kugel der Erde auf das Rechteck des Bildes verzerrt werden müssen.
    Soviel kann man mit bloßem Auge sehen - Genaues müßte man nachrechnen.

    zu (b)
    würde es sich um ein echtes physikalsiches phänomen handeln, das sich mit den physikalischen Meßdaten in welcher Form auch immer überlagert (z. B. Addition, Multiplikation, Überdeckung, Phasenverschiebung, oder irgendeine andere Funktion der beiden Eingangsdaten), würde auch die Überlagerung zwischen Flächendaten und Wellenstörung kontinuierliche Übergangswerte annehmen.
    Tatsächlich sind die Übergänge aber Pixeltreppig scharf.
    Es sieht aus, als würde man im Photoshop o.ä. eine Maske setzen und diese mit einem anderen Bild füllen.

    Ich kenne ähnliche konzentrische Störungen vom Niederschlagsradar. Auf erste grobes Durchlesen hin könnte der phyiskalische Hintergrund ähnlich sein. Auch solche findet man immer weider mal auf Haarp-kritischen Seiten diskutiert. Alle mir bisher untergekommenen Artefakte dieser Quellen haben aber eben die sanften Übergänge, nicht die Pixeltreppen gezeigt.

    Aber wenn es Dir wirklich wichtig ist, würde ich versuchen, in email-Kontakt mit dem Institut zu treten.

    Gruß Wolfgang

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  4. Nun ja, die haben auch ein Kontaktformular:
    http://www.ssec.wisc.edu/contact-form/index.php

    Ich war so frei und hab' da mal angefragt:

    Dear SSIC team,

    In an German web blog,
    http://www.wunderhaft.blogspot.de/2016/01/trug-diese-elektromagnetische-anomalie.html

    I found a reference to your data set
    http://tropic.ssec.wisc.edu/real-time/mimic-tpw/global/anim/20160116T000000anim72.gif

    Somewhere in 2016-01-17 this image shows strange nearly concentric artefacts that seem to origin from somewhere in south America and interfere in west US. Due to the recent extremal weather there, this appears to easily fuel some kind of conspirational considerations.

    From my personal first time appreciation, the artefact looks like some cheap photoshoped hoax with the use of pixel staged layers:
    If it were a real physical effect or also some kind of data gathering artefact, I would expect smooth edges between the artefact and the backgroud data, not those hard pixel stairs as displayed.
    The geometry does not match the expected distortion from the map projection procedure, but appears to be regular in the display plane.
    The geometry also does not display concentric shape, as known from other precipitation data artefacts: at the ende of the segments, the relative distance appears to be smaller than in their center.

    However, considering the renowned name of your institiution, it is hard to believe that some kind of a hoax might glitch into your data.
    So I think it might be a good idea to provide some public explanation on the issue.

    Thank you
    Wolfgang Rosner.

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  5. Mist, die Wette hätte ich verloren :-\

    1) wenn man die Bilder einzeln ansieht (ich hab' leider nichts vernünftiges gefunden, nur eine Bildvearbeitung, wo ich die Ebenen einzeln ein/aus blenden kann), sieht man, daß der Effekt langsam kommt und somit tatsächlich tiefer in den Daten steckt als von mir vermutet.
    Mein erster optischer Eindruck hat mich getäuscht.

    2) Antwort vom SSEC
    ....
    ------------------------

    Hello Mr. Rosner,

    You are correct that it is an artifact of the underlying data. We have filters to avoid using corrupted data from the satellite sources of our global composite, but they are not perfect and sometimes a bad scan gets through. What you are seeing is are stripes of bad data in a polar-orbiting scan.

    Unfortunately it would take too much time to alert people about every artifact in the product, and we’re not supported to provide a more thorough explanation to the public as we continue to research and develop this application. But thank you for bringing this to our attention.

    CIMSS Tropical Cyclone Group
    University of Wisconsin - Madison

    ---------------

    Das ist sicher nicht befriedigend, aber ich würde mich trotzdem nicht rein stressen.
    Dazu müßte man die Algorithmen analysieren, um raus zu finden, wie / ob solche konzentrischen Artefakte zustande kommen können.
    Ich kann mich an die Diskussion solcher Artefakte in den Niederschlagsradar-Daten in der "Haarp-Szene" erinnern. Vermutlich ist es sinnvoller, da nachzuforschen, als komplett von vorne anzufangen.

    Ich denke mal, daß irgendwo in den Filterketten Fourier-Transformiert wird. Wenn man dann dazwischen irgendwo Sprünge raus oder rein schiebt, könnte das konzentrische Sektoren ergeben. Denke ich ("halfway educated guess...")

    Aber komisch sieht es trotzdem aus.... vor allem die Geometrie.
    OK, die Daten gehen nur zwischen +- 60°, d. h. die Pole mit der hohen Verzerrung sind ausgeschlossen.
    Ich könnte mal jemanden fragen der Leute kennt die sich vermutlich wirklich damit auskennen.
    Aber vermutich wir er mir "meine Verschwörungstheorien" vorzugsweise um die Ohren hauen...

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  6. Danke für das Interesse, die nachvollziehbaren Erläuterungen und für Deine Mühe!

    Ich bin auf deren Antwort gespannt und würde mich freuen, wenn Du sie mir zukommen läßt. Fest steht, daß solche eigenartigen Signale hin und wieder vor außergewöhnlichen Wetterphänomenen oder Naturkatastrophen auftauchen. Das hier beschriebene hat mich entfernt an das Folgende vom 1. September 2015 erinnert, nach dessen Auftreten sich im "Zielgebiet" nach einer Woche ein schweres Erdbeben ereignet hat:
    http://dutchsinse.com/9082015-new-zealand-hit-by-large-microwave-pulse-then-an-earthquake-swarm-strikes/

    Beste Grüße
    Andreas

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  7. Und danke für die Antwort, die eintraf als ich die obigen Zeilen schrieb. ;-)

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  8. Danke für die Blumen, aber als Landwirt interessiert mich aus purem Eigennutz, wer in meinem Wetter rumpfuscht....

    Ich hab' das Thema mal angegoogelt
    ('precipitation radar concentric artifact')
    und finde z.B.

    http://www.lakeeriewx.com/CaseStudies/CaribouRadar/ConcentricRadarRings.html
    (recht umfangreiche Erläuterung des Effektes)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Weather_radar#Beam_geometry

    https://www.physicsforums.com/threads/bizarre-oscillating-circles-above-us.601381/#post-3957807

    http://pages.uoregon.edu/jroering/MacLeodMSThesis2006.pdf
    "Other artifacts include concentric banding, or spoke-like discontinuities from
    changes in the tilt angle (Durrans et al., 2002). The change is resolution at a distance"
    ->
    Durrans, S.R., Julian, L.T., and Yekta, M. 2002. Estimation of depth-area relationships
    using radar-rainfall data. Journal of Hydrologic Engineering, September.

    http://www.meteoschweiz.admin.ch/content/dam/meteoswiss/fr/Mess-und-Prognosesysteme/doc/meteoswiss_operational_use_of_radar.pdf
    suche nach "concentric / bright band"

    und natürlich die Haarp-Verschwörungsforscher samt amtlichem Debunk:
    http://www.colinandrews.net/Cloud-Radar-Circle-Australia-2010-0116.html


    Ohne tiefer in die Texte einzusteigen, sieht es also so aus, als wären konzentrische Artefakte in der Regenradarerei ein bekanntes, verstandenes, aber nicht immer vermeidbares Problem. Normal behebt man das dadurch, daß man die Daten benachbarter Stationen überlagert, aber wenn mal eine ausfällt, dann kann so ein Artefakt eben ins Endbild durchschlagen.

    Nun ist natürlich ein Radar am Boden nicht genau das selbe wie die passive Erfassung der Eigenstrahlung (wenn ich das CIMSS auf die Schnelle richtig verstanden habe) von einem Satelliten aus.

    Evtl. kann man die eigenartige Geometrie darauf zurück führen, daß die Empfangs-"Beams" am Boden elliptische Form ergeben. Das zweite Signal, das von Norden kommt, könnte evtl. die Fortsetzung der südlichen Keule um die Antarktis rum sein. Jetzt hätte ich allerdings vermutet, daß der Satellit für die Artefakte über der Argentinisch-Chilenischen Grenze gestanden und seine Antenne in Nord-Süd-richtung geschwenkt hat. Dann müßte aber die Erfassung von dem Punkt aus bis zur Überlappung über Nordost-USA zweimal halb um den Globus blicken können. Ich weiß nicht, ob das in diesen Frequenzbereichen geht.
    Wenn aber die Daten von einem längeren Scan während eines polaren Umlaufes des Satelliten stammen, dann habe ich keine Erklärung für den scheinbaren Fokus der Ringe über Chile.

    Es bleiben also noch viele Fragen offen.
    Vielleicht war's ja doch eine Ionosphärenquacksalberei???


    Wenn ich jetzt Tausende Dollar Schäden vom Blizzard in den USA hätte, würde mich das noch nicht befriedigen, aber ich denke, es sind Ansätze, um weiter zu graben. Als nächstes würde ich versuchen, einerseits die Ringe im Radar wirklich zu verstehen, andererseits die Filterpipeline für die CIMSS -Daten.

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  9. Bei der von der CIMSS verwendeten Meßmethode handelt es übrigens sich um die "passive Mikrowellen-Fernerkundung". Unten auf der angegebenen Site gibt es einen Link zu den gebräuchlichen Algorithmen.

    https://de.wikiversity.org/wiki/Projekt:FE_Auswerteverfahren_1/Niederschlag/Messmethoden_-_Passive_Mikrowellen

    Beste Grüße
    Andreas

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