Donnerstag, 18. Februar 2016

Unternehmen Barbarossa 2: Die amerikanische Besatzung Europas spitzt sich zu

von Christopher Black via New Eastern Outlook
übersetzt von wunderhaft

 
17. Februar 2016
Am 1. Februar brachte die New York Times eine Titelgeschichte zweier ihrer Journalisten, die die Absicht der Vereinigten Staaten bekräftigt, ihre Okkupation und Militärpräsenz in Europa, besonders im Osten zu erhöhen. Unter dem Titel, "U.S. Die Verstärkung des europäischen Osten zur Abschreckung Putins", ist der Artikel nur eine der Angriffe gegen Rußland aus einer kontinuierlichen Serie. Zur selben Zeit als die Amerikaner dieses Vorgehen bekanntgaben, täuschten sie vor mit Rußland in Genf über eine Lösung der Angriffe der Amerikaner und ihrer Verbündeten gegen Syrien zu verhandeln.

Tatsächlich beginnt der Bericht mit der Lüge von der Notwendigkeit der "Abschreckung Putins" in der Überschrift. Er fährt dann mit den üblichen Lügen und der Propaganda über Weltereignisse fort, die wir ständig von der Regierung dieses Landes erhalten. Niemand außerhalb der USA kann solche Zeilen lesen ohne darüber zu lachen oder zu weinen, weil sie doch in der Tat beabsichtigen die kriminellen Handlungen der amerikanischen Regierung und der herrschenden Elite vor den Menschen zu rechtfertigen, welche die kriminellen Kriege, die sie führen, bezahlen müssen, vor den Bürgern der Vereinigten Staaten.
 
Es ist nicht nötig noch einmal auf die tatsächlichen historischen Geschehnisse in der Ukraine, Europa, Asien, Afrika und all den Orten in der Welt einzugehen, an denen ein Einmischen der Amerikaner und Europäer mit ihren Kriegshunden verheerenden Schaden anrichtete und Chaos lostraten. Die Geschichte ist denen, die sich dafür interessieren, wohl bekannt. Aber es ist notwendig die Bedeutung dessen zu begreifen, was die Vereinigten Staaten mit der Ankündigung der Erhöhung ihres Militärbudgets für Osteuropa um 400%, von derzeit $789 Millionen auf $3,4 Milliarden im Jahr 2017, tun. Seit nicht die Russen, sondern die Amerikaner eine Bedrohung in der Region sind, kann die Aufstellung militärischer Ausrüstung zur Unterstützung einer voll bewaffneten Kampfbrigade in der Region, ganz in der nähe der russischen Grenzen nur einen Zweck verfolgen, Angriff.

Man kann sogar behaupten, daß das Muster der kontinuierlichen Bewegung von Ausrüstung und Truppen näher an Rußlands Grenzen und die fortgesetzten Truppenübungen sowie die zunehmende Kontrolle über Regierungen osteuropäischer Staaten, gemeinsam mit dieser militärischen Drohkulisse, nur zu sehr an die Aufstellung von Streitkräften der deutschen Nazis vor dem Unternehmen Barbarossa, der Invasion Rußlands der Nazis im Jahr 1941 erinnert. Wir haben hinreichend gelernt, daß sich Geschichte niemals exakt gleich wiederholt. Aber die Muster sind sehr ähnlich und die Ziele und Absichten bleiben dieselben.

Der Artikel zitiert amerikanische Beamte die erklärten, daß die Ausrüstung in Syrien verwendet werden könnte, einer weiteren Bedrohung für Rußland. Aber die hauptsächliche Bedrohung richtet sich gegen Rußland selbst.
Tatsächlich erklärten die Verfasser:
"Und doch ist das primäre Ziel der Finanzierung zweifellos Rußland."
Die Times gibt zu, daß die Vereinbarung von 1997, die als NATO-Rußland-Grundakte bekannt ist, vorschreibt, daß keine der Seiten Streitkräfte entlang ihrer jeweiligen Grenzen stationieren kann und gesteht, daß die Entfaltung amerikanischer oder NATO-Truppen entlang der russischen Grenzen eine klare Verletzung der Vereinbarung darstellt. Aber wendig wie sie sind, behaupten sie stets, daß das Falsche richtig sei und streiten die Verletzung der Vereinbarung schlicht ab oder rechtfertigen sie mit "Rußlands Einfall" in die Krim. Das ergibt bestimmt keinen Sinn, da ja die Vereinigten Staaten die Ukraine als ihr Protektorat in dem Putsch von 1914 übernommen haben. Ihre Streitkräfte waren seitdem dort und haben das Abkommen seit dem Tag seiner Unterzeichnung mit der stückweisen Besetzung der Staaten durch die NATÒ verletzt, die von der ehemaligen Sowjetunion vor der NATO beschützt worden sind. Das Abkommen bedeutet ihnen nichts. Sie zucken nur mit den Schultern, wenn es erwähnt wird und kauen Kaugummi.

Da die Aufstellung von Streitkräften in Europa ausdrücklich gegen Rußland gerichtet ist und seit ein amerikanischer General vor einigen Monaten erklärte, daß sie die Führung eines "Hybridkriegs" von Rußland in den Baltischen Staaten erwarten und dies als "sicher" betrachten, worauf sich die NATO vorbereiten müsse, muß ein objektiver Beobachter fragen ob die VS nicht selbst beabsichtigen eine Serie von Provokationen im Baltikum zu inszenieren, um dann Rußland dafür zu beschuldigen.

Die Amerikaner, Briten und Türken haben in den vergangenen Wochen eine Serie von Provokationen verursacht, wie bspw. der Vorwurf an Rußland an der Tötung von Zivilisten in Syrien schuldig zu sein, der Verletzung des türkischen Luftraums und damit des Luftraums der NATO, der Ermordung von Russen auf persönlichen Befehl Präsident Putins, und wie sie es mit anderen Führern gemacht haben, die sie in der Vergangenheit angegriffen und und ermordet haben, beschuldigen sie nun Präsident Putin der Korruption, eine Schuld, der sie auch Präsident Milosevic bezichtigt haben als er angegriffen und schließlich in Serbien verhaftet wurde.
   
Die Anschuldigungen gegen Präsident Putin sind im Einklang mit dieser Strategie, nach der er im Westen als Krimineller bezeichnet wird mit dem Verhandlungen unmöglich sind und die die Grundlage für das Streuen von Verwirrung unter den Russen über ihre eigenen Führern und die Unterminierung der Unterstützung für ihre eigene Regierung ist. Aber dies ist nur eine Absicht, und weil die Russen sich sehr klar darüber sind, wie das Spiel funktioniert, ist es unwahrscheinlich, daß diese Verleumdungskampagne gegen Präsident Putin irgendeinen Erfolg innerhalb Rußlands haben wird. Also ist das oberste Ziel ihn in den Augen der westlichen Öffentlichkeit zu dämonisieren, mit der Absicht weitere Angriffe gegen Rußland zu rechtfertigen, und da diese Berichte zur Genüge im Westen verbreitet werden, haben die Propagandisten der NATO Erfolg.

Es bedurfte fast zehn Jahre der Vorbereitung um das Unternehmen Barbarossa in Gang zu setzen, von dem Zeitpunkt, an dem Hitler zum Kanzler von Deutschland gemacht wurde und begann seine Absicht, eines Angriffs auf Rußland, mit den Briten und Franzosen zu diskutieren. Die Briten und Franzosen waren sehr einverstanden mit der Absicht der Nazis und das oberste Ziel Hitlers bestand immer in der Vernichtung Rußlands. Das der Angriff fehlschlug ist einer der Gründe dafür, daß die NATO-Führer der Siegesparade im vergangenen Sommer in Moskau fernblieben, da sie sich nun selbst mit den Zielen des Nazi-Regimes identifizieren.

Einige zweifeln daran, daß die NATO-Mächte Rußland wirklich angreifen und einen Weltkrieg riskieren und heben hervor, daß die Streitkräfte, die in Osteuropa stationiert sind, zu schwach sind um einen Angriff überhaupt zu beginnen. Aber sie übersehen die Tatsache, daß der Aufbau kontinuierlich verläuft und, gemeinsam mit der Propaganda und dem wachsenden Wirtschaftskrieg, zunimmt. Die Amerikaner bereiten tatsächlich Mittel, Lager, Ausrüstung und Hauptquartiere sowie Logistikstandorte vor, die für die kurzfristige Aufstellung von NATO-Truppen im richtigen Moment verwendet werden können. Die Frage ist, wann dieser Moment sein wird.

Wenn die europäischen Mächte dem amerikanischen Druck nicht entkommen können und nicht wieder zu unabhängigen Staaten werden, und wenn in den Vereinigten Staaten kein neues Regime entsteht, daß sich dem Frieden verpflichtet, wonach es in absehbarer Zeit nicht aussieht, ist es an uns, den Bürgern der Welt, aufzustehen, auf die Straßen zu gehen und zu verlangen, daß die Vorbereitungen eines Weltkriegs gestoppt werden. Bis das nicht geschieht, erscheint der Weg in den Krieg durch die Amerikaner und ihre NATO-Befehlshaber unausweichlich.


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Cristopher Black ist ein internationaler Strafrechtler mit Sitz in Toronto. Er ist Mitglied der Law Society of Upper Canada und ist bekannt für einige spektakuläre Fälle bezüglich Menschenrechten und Kriegsverbrechen, besonders für das Online-Magazin "New Eastern Outlook"



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Kommentare:

  1. Das ist kein Quark, sondern eine kurze Betrachtung der derzeitigen geostrategischen Verhältnisse in Europa.

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