Freitag, 1. April 2016

Als Deutschland der Sowjetunion das Christentum zurückbrachte

von Ian Greenhalgh
übersetzt von wunderhaft


Die Wahrheit über die Ostfront im 2. Weltkrieg ist weit komplexer als die offizielle Darstellung



31. März 2016
Einer der wesentlichen Aspekte der Rückkehr der russischen Gesellschaft unter Wladimir Putin war die Wiederbelebung der orthodoxen Kirche. Unter dem Sowjetregime wurde die russisch-orthodoxe Kirche unerbittlich angegriffen. Viele Kirchen und Kathedralen sind zerstört worden und tausende Priester und Mönche wurden gefoltert oder getötet.

Die ursprünglichen Bolschewiken waren fast alle Juden und auch viele Beamte der Kommunistischen Partei waren Juden, weshalb viele Kommentatoren argumentiert haben, daß in Rußland tatsächlich einige Millionen Juden 150 Millionen Russen versklavt haben.

Einer der vergessenen Aspekte der deutschen Invasion nach Rußland im Jahr 1941 ist der, daß die Deutschen, ihrerseits Christen, die Wiederbelebung der russisch-orthodoxen Kirche nicht nur erlaubt, sondern aktiv gefördert und unterstützt haben, wie das folgende Video zeigt:



(Die YouTube-Sperre läßt sich mit einfachen Mitteln wie Tor, Proxyservern oder ähnlichen umgehen Anm. d. Übers.)

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Links ist eine preußische Gürtelschnalle der Wehrmacht aus dem 1. WK und unten eine aus dem 2. WK zu sehen. Die Swastika hatte die Krone ersetzt, aber das Motto "GOTT MIT UNS" blieb unverändert erhalten.

Hitler selbst dürfte wenig Zeit für Religion gehabt haben, aber der deutsche Charakter blieb, unerschütterlich christlich, in Glauben und Ethik erhalten.

Sicherlich denken wir unmittelbar an Grausamkeiten, brennende Dörfer, ermordete Zivilisten und die schlimmsten vorstellbaren Kriegsverbrechen wenn wir an die deutsche Kriegsführung denken.

Dies ist ein Märchen, daß schon immer durchgehend von den Medien, sowohl im Westen als auch im Osten, propagiert worden ist oder, wie Mike Harris es gern hervorhebt, – Hollywood hat zwei Gruppen vor allen anderen dämonisiert – Nazis und Araber.

Das vielleicht emotionalste und unschönste Portrait der Darstellung von Völker mordenden Deutschen an der Ostfront mag der belorussische Film Idi I Smotri (Komm und sieh) sein, der wirklich bestürzend und erschütternd anzusehen ist.



Ich habe die Ostfront mehr als 20 Jahre eingehend studiert und habe festgestellt, daß die tatsächlichen Ereignisse durch eine Unmenge von Propaganda und glatten Lügen verschleiert worden ist.

Es besteht kein Zweifel daran, daß die Menschen im europäischen Teil Rußlands, in den Baltischen Staaten, in Polen, der Ukraine und Belarus währen der Jahre 1941-1945 schrecklich gelitten haben, daß tausende Dörfer niedergebrannt wurden und das Millionen von Zivilisten starben und viele von ihnen ermordet worden sind.

Deutsche Soldaten tragen vergnügt geraubte
Gänse davon, während im Hintergrund ein kleines
Kind am toten Körper seiner Mutter zerrt.

Allerdings glaube ich nicht, daß die Deutschen viele dieser Greueltaten begangen haben – es gibt eine Menge Beweise dafür, daß die Sowjets, mit deutschen Uniformen verkleidet, dann umhergezogen sind und Dörfer niedergebrannt haben sowie Menschen abschlachteten um die Herzen der Menschen gegen die deutschen Invasoren zu verhärten.

Die Arbeit der Einsatzgruppen, von denen wir so viel gehört haben, bestand nicht aus ethnischer Säuberung oder Genozid. Es waren kleine Einheiten mit speziellen Aufgaben – die Identifizierung und Beseitigung von Organen der Bolschewistischen Partei: Ihre Tötungen waren sehr zielgerichtet – sie griffen Parteiführer heraus und politische Kommissare, die Funktionäre, die das bolschewistische System betrieben.

Die Tatsache, daß die Mehrzahl dieser Leute Juden waren, hatte es den stalinistischen Propagandisten, wie Wassili Großman und Ilja Ehrenburg erlaubt, die Einsatzgruppen in ihre Darstellung vom Holocaust mit einzuweben. Es besteht kein Zweifel, daß die Deutschen bei vielen Gelegenheiten brutal vorgegangen sind und daß sie Kriegsverbrechen begangen haben.

Wie können wir dieses Bild von den Deutschen mit dem hiervon sehr verschiedenen an der Westfront in Einklang bringen, wo die Deutschen gegen die Briten und Amerikaner nach den akzeptierten Regeln des Kriegsvölkerrechts kämpften? Die Tatsache, daß die Sowjetunion die verschiedenen Konventionen zum Kriegsrecht nicht unterzeichnet hatte, war hierbei bestimmt von Bedeutung.


Ein Beispiel für russische Propagandalügen. Hier
wurde aus einem lächelnden deutschen Soldaten
 mit einem russischen Bauern ein lächelnderMörder
 mit seinem halbnackten weiblichen Opfer.

Die deutsche Brutalität gegenüber den russischen Machthabern ist möglicherweise durch die Art der Behandlung deutscher Gefangener durch die Sowjets verständlich. Zwei Tage nach dem Einmarsch fanden die Deutschen einen verlassenen Feldsanitätswagen, in dem sich mehrere tote deutsche Soldaten befanden. Die Sowjets hatten sie mit Stacheldraht gefesselt und sie dann mit Messern verstümmelt.

Ich denke, die zentrale Lehre über die Ostfront im 2. WK ist die Komplexität der Situation. Das sich ständig ändernde Flickwerk von Vertrauensbündnissen unter verschiedenen Gruppen übersteigt bei weitem das, was uns die darüber gelegte, propagierte ´offizielle Version´ der Ereignisse glauben lassen will.

Beim Studium der derzeitigen Konflikte in Syrien und dem Irak haben wir gelernt, daß aktuelle Ereignisse am Boden sich für gewöhnlich deutlich von dem unterscheiden, was von den Medien berichtet wird, und daß dort verschiedene Gruppen beteiligt sind, welche oft die Uniformen der Gegner tragen, um die schlimmsten ihrer Verbrechen zu verbergen.

Ich glaube, daß an der Ostfront im 2. Weltkrieg eine ähnlich komplexe Situation herrschte, daß dort eine Vielzahl von Gruppen beteiligt war und nicht nur die beiden kriegsführenden Regime von Hitler und Stalin, die durch die Wehrmacht, die Waffen SS, die Rote Armee und den NKVD vertreten waren.

Es gab dort Partisanengruppen aller Arten – jüdische, polnische, lettische, belorussische, ukrainische und andere. Einige waren Nationalisten, die ihren eigenen Staat haben wollten, wie die von dem ukrainischen Nationalisten, Stepan Bandera, angeführten, der umfangreiche ethnische Säuberungen und Genozid an den Polen in Galizien verübte. Ebenso wie diese ideologisch geleiteten Gruppen gab es eine Vielzahl ausgemachter Krimineller und Räuber, die aus der örtlichen Bevölkerung kamen.

Kurz gesagt war die Situation an der Ostfront im 2. Weltkrieg genauso komplex wie die in Syrien und dem Irak heute.


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Jan Greenhalgh ist Fotograf und Historiker mit einem besonderem Interesse an Militärgeschichte und den tatsächlichen Gründen von Konflikten.

Sein Studium der Geschichte und der Medienwirtschaft haben ihm einen tiefen Einblick in den Gebrauch der Massenmedien beim Erzeugen von Konflikten in der Moderne ermöglicht.

Seine bevorzugten Studiengebiete umfassen staatlich finanzierten Terrorismus, von Medien hergestellte Realität und die Rolle von Geheimdiensten bei der Manipulation der Bevölkerung und der Wahrnehmung von Ereignissen.   Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/03/31/when-germany-returned-christianity-to-the-soviet-union/   

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