Mittwoch, 18. Mai 2016

Türkischer Generalstaatsanwalt: Wir könnten Abdullah Öcalan Ende August exekutieren

Von VT
Übersetzt von wunderhaft


Anm:
Der folgende Beitrag enthält einen gravierenden Fehler, der seinen Wahrheitsgehalt in Frage stellt.
Der derzeitige Generalstaatsanwalt der Türkei ist Mehmet Akarca und nicht, wie im Beitrag angegeben, Zekeriya Öz.

Vielen Dank für den Hinweis eines aufmerksamen Lesers.





17. Mai 2016
Sollte Abdullah Öcalan, der inhaftierte Kopf der militanten Kurdischen Arbeiter Partei (PKK), seine Anhänger zu einer neuen Welle von Aufständen aufrufen, würde der Kassationshof (Oberstes Gericht) der Türkei sein früheres Urteil überdenken, sagte der türkische Generalstaatsanwalt Zekeriya Öz.

Herr Öz gab diese Stellungnahme am Dienstag bei dem jährlichen Treffen der Provinzstaatsanwälte in Ankara und fügte hinzu, daß die türkische Gerichtsbarkeit seine lebenslange Freiheitsstrafe aufheben und Ende August endgültig die Todesstrafe verhängen wird, wenn Abdullah Öcalan, der legendäre kurdische Führer, entscheidet eine neue Rebellion in den von Kurden bewohnten Provinzen der Türkei auszulösen, berichtete die Moscow Times.

Am vorigen Mittwoch hat der inhaftierte Kurdenführer den kampfbereiten türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, der Unterstützung islamischer Terroristen in Syrien und dem Irak beschuldigt und hinzugefügt, daß Erdoğans Außenpolitik den gesamten Mittleren Osten in eine "verheerende Verwüstung" stürzen könnte.

Herr Öcalan machte diese Anmerkungen aus seinem Gefängnis heraus, nachdem die türkische Luftwaffe Stellungen von PKK-Milizen nahe der irakisch-türkischen Grenze am frühen Mittwochmorgen bombardiert hatte.

Erdoğans dubiose Strategien in Syrien und dem Irak könnten den eigenen Friedensprozeß der Türkei mit den kurdischen Militanten gefährden. Kurden erklärten, daß sie den Waffenstillstand mit der Türkei beenden und die drei Jahrzehnte andauernden Aufstände, die fast 40.000 Leben gefordert haben, wieder aufnehmen würden, wenn Präsident Erdoğan seine derzeitige Unterstützung von extremistischen Organisationen wie dem so genannten Islamischen Staat im Irak und Syrien fortsetzt, sagte Dr. Buhari Munis, ein prominenter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Istanbul. 

Safeen Dizayee, der Regierungssprecher des autonomen Kurdistan im Irak, sagte, daß etwa 5000 kurdische Flüchtlinge, auf der Flucht vor den Gräueltaten der, von den Saudis und der Türkei unterstützten, ISIS-Milizen, irakisches Territorium betreten haben. Dizayee unterstrich die Tatsache, daß die türkische Regierung islamistische Halsabschneider trainiert und ausrüstet, während sie verhindert, daß kurdische Zivilisten humanitäre Hilfe erreicht.

Inzwischen hat Sergei Rybakow, Rußlands stellvertretender Außenminister, die kämpferische Vorgehensweise der Türkei gegen seine Nachbarn kritisiert und beschuldigte Erdoğan des Versuchs das berüchtigte Osmanische Reich wieder aufleben zu lassen.

"Ich denke, daß die internationale Gemeinschaft Erdoğans Täuschungen, hinsichtlich der Einichtung einer "Flugverbotszone" über syrischem Territorium,... was ein Vorspiel für weitere desaströsen NATO-Invasionen wäre,... nun erkennen kann", wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass Rybakow zitierte.

Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/05/17/turkish-general-prosecutor-we-might-execute-abdullah-ocalan-in-late-august/

Zuletzt geändert: 19. Mai 2016, 04:20 Uhr

Ähnliche Artikel:




Creative Commons Lizenzvertrag

1 Kommentar:

  1. Schön und gut nur das sich zekeria öz Seit ca einem Jahr auf der Flucht ist und zu 100% nicht in Ankara !

    Deswegen ist diese Nachricht mit Vorsicht zu genießen...

    AntwortenLöschen

Konstruktive Kommentare und Kritik zu den jeweiligen Beiträgen sind erwünscht, solange sie die geltenden rechtlichen Bestimmungen und die Regeln des friedlichen Miteinander wahren.