Mittwoch, 29. Juni 2016

Al Qaida erhält 100 Flugabwehrraketen von der CIA - Informationskrieg

Von Veterans Today
Übersetzt von wunderhaft


[Anm. d. Übers.: Diese Meldung stammt von der iraischen Nachrichtenagentur FNA. Sie erscheint hier hier nicht des spektakulären Titels wegen, dessen Wahrheitsgehalt mir aus verschiedenen Gründen zweifelhaft erscheint. Jedoch zeigt sie, daß Geheimdienste tief in die Bewaffnung von "Kriegsgegnern" verstrickt zu sein scheinen.]


Durch Jordanien für deren weltweiten Einsatz an die Al-Nusra-Front verschifft

Syria: Al-Nusra Terrorists Receive Advanced Anti-Aircraft Missiles


28. Juni 2016
TEHRAN (FNA) - Informierte Quellen haben aufgedeckt, daß die, der Al-Qaida nahestehende, Al-Nusra-Front vor Kurzem Dutzende Luftabwehrraketen erhalten hat.

"Über 100 Boden-Luft-Raketen wurden in die von der Al-Nusra gehaltene Regionen verbracht", berichteten die Quellen und fügten hinzu, "daß bisher keine Details über den Vertreiber oder die Art der Raketen zu erhalten waren."

Die Quellen aus US-Medien enthüllten am Montag, daß eine große Anzahl an Waffen und Munition, die von der Central Intelligence Agency (CIA) in von Terroristen besetzte Regionen in Syrien geliefert worden waren, auf dem jordanischen Schwarzmarkt aufgetaucht sind.

Die amerikanischen und jordanischen Behörden wurden von der New York Times mit der Behauptung zitiert, daß Waffen und Munition, die von der CIA und Saudi Arabien für syrische Terrorgruppen nach Jordaniern versandt worden waren, von jordanischen Geheimdienstagenten gestohlen und an Waffenhändler auf dem Schwarzmarkt verkauft worden sind.

Einige der angeblich gestohlenen Waffen wurden bei einer Schießerei im November, bei der zwei Amerikaner ums Leben kamen, und drei weitere von einer Polizeischule in Amman benutzt, wie eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der New York Times und Al Jazeera sagte.

Jordanische Offiziere, die Teil des Planes waren, machten "unerwartete Gewinne" mit dem Waffenverkauf und benutzten das Geld, laut dem Bericht , der jordanische Beamte zitierte, für den Kauf von iPhones, Geländewagen und anderen Luxusgütern. Die CIA war für eine unverzügliche Stellungnahme hierzu nicht zu erreichen.

Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/06/28/cia-gives-al-qaeda-100-anti-aircraft-missiles/


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Eric Draister - Die Brexit-Entscheidung und die Rußland-Sanktionen weisen auf die Schwäche der US-Diplomatie

Von Eric Draitser
Übersetzt von wunderhaft




28. Juni 2016
Beim derzeitigen Rauschen im Blätterwald zum Ausgang des Referendums über den Brexit, ist ein Aspekt der Folgen, welcher völlig übersehen worden ist, die Auswirkung oder die Mängel der Kampagne des US-Präsidenten, Barack Obama, für den Verbleib Großbritanniens in der EU. Und während die Folgen des Referendums in Großbritannien weitreichende Auswirkungen haben werden – die Gruppe der Einwanderer hat bereits einen Anstieg der rassistischen Übergriffe und Mißbrauchsfälle von fast 60% registriert1 – ist vielleicht eine der bedeutsamsten, hinsichtlich der internationalen Politik, die Unfähigkeit des amerikanischen Präsidenten zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf der anderen Seite des Atlantik.

Die weitreichendere Folge ist jedoch, daß die Vereinigten Staaten als politische Kraft nicht mehr die Supermacht der Public Relation ist, die sie einst waren. Vielmehr hat die Obama-Administration, ebenso wie die Bush-Administration davor, über Jahre immer wieder gezeigt, daß Phrasen wie "Kooperation" und "Europäische Partnerschaft" nur hohle Propagandabegriffe, anstatt eine aufrichtige Beschreibung respektvoller gegenseitiger Beziehungen sind. Tatsächlich ist klar, daß das US-Establishment, unabhängig davon welcher Flügel der jeweiligen Parteiveranstaltung gerade an der Macht ist, weniger am Aufbau von Beziehungen als am Aufbau von Diktatur interessiert ist; abgesehen von US-Diktaten...oder Sonstigem.

Die Vereinigten Staaten drohen anderen – Was gibt's sonst Neues?

Als Obama im April Großbritannien besucht hat, gab er eine schroff gehaltene Warnung an das britische Volk heraus: Bleibt in der EU, oder ihr werdet die Konsequenzen tragen. Besonders drohte Obama den Briten damit, daß sie sich, wenn sie die EU verlassen würden, am falschen Ende der Handelsverträge wiederfänden und damit die britische Wirtschaft negativ beeinflussen würden. Schwülstig erklärte Obama:

"Ich glaube sagen zu können, daß es irgendwann eine Handelsvereinbarung zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten geben kann, jedoch nicht in naher Zukunft, da unser Fokus beim Abschluß eines Handelsabkommens auf Verhandlungen mit einem großen Block liegt, mit der EU... Das Vereinigte Königreich wird am Ende der Schlange stehen."

Die offene Androhung einer Bestrafung Großbritanniens durch die Vereinigten Staaten, im Falle eines falschen Wahlergebnisses, ist vom politischen Establishment der Vereinigten Staaten zu erwarten, wenn es zu so etwas kommt, das grob als "Diplomatie" bezeichnet werden kann.

Tatsächlich scheinen Drohungen eines der wenigen Mittel zu sein, mit denen Washington fähig ist die Verbündeten in Europa auf die US-Poliktik einstimmen zu können.

Diese Tatsache läßt sich vielleicht am besten mit den Sanktionen gegen Rußland beschreiben, die Europa in Folge der Annexion der Krim und der Unterstützung der Rebellen in Donetsk und Lugansk verhängt hat. Es ist kein Geheimnis, daß die Verhängung und die anschließende Ausweitung der Sanktionen gegen Rußland zum Großteil dem Druck der Obama-Administration zu verdanken ist, die verlangt hat die Sanktionen als wirtschaftliche und psychologische Waffe gegen Rußland einzusetzen, in der Hoffnung damit den russischen Präsidenten, Putin, und seinen Kreis an Beratern sowie natürlich das russische Volk im Allgemeinen zu bestrafen.

Wie der Sprecher des Weißen Hausen, Josh Earnest, im Jahr 2015 Reportern gegenüber erklärte:
Nach meinem Verständnis plant der Präsident bei seiner Reise nach Europa mit den befreundeten europäischen Regierungschefs eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Ausweitung der derzeit in Kraft befindlichen Sanktionen... in diesen Prozeß sind mehrere Schritte eingebettet, und das wird Teil der Unterhaltung sein – freilich wird der Präsident mit seinen G7-Partnern eine umfassende Diskussion führen... je länger die Sanktionen in Kraft sind desto mehr werden sie die russische Wirtschaft schwächen und desto mehr Druck wird auf Präsident Putin ausgeübt und desto mehr wird Präsident Putin und das Land, das er regiert, isoliert.
Die offensichtliche Folgerung aus Earnests langatmiger Erklärung ist, daß Obama nach Europa gereist ist, um die führenden europäischen Staatsoberhäupter von der Notwendigkeit zu überzeugen, zu beschwatzen und zu umschmeicheln ihre eigene wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Rußland zu sabotieren mit dem Ziel Rußland zu bestrafen oder, um es realistischer auszudrücken, Washington, mit der Verärgerung Moskaus, einen Gefallen zu tun.

Und die EU-Sanktionen haben, trotz der gegensätzlichen Darstellung durch die VS und Europa, der europäischen Wirtschaft tatsächlich geschadet und stehen ihre eigenen Interessen entgegen.

Nach einer unabhängigen Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aus dem Jahr 2015, die von dem Bündnis Führender Europäischer Zeitungen (LENA) – unter Beteiligung der Tribune de Genève (Schweitz), Le Figaro (Frankreich), Es Pais (Spanien) und Die Welt (Deutschland) – in Auftrag gegeben worden war, würden die Sanktionen gegen Rußland die wirtschaftliche Entwicklung in Europa bis zu 100 Milliarden Dollar kosten und bis zu 2,5 Millionen Arbeitsplätze vernichten.

Tatsächlich wirkten die Sanktionen in Europa dermaßen spaltend, daß die EU-Außenminister sich im März dieses Jahres über die Notwendigkeit einer weiteren Ausweitung der Sanktionen äußerst uneinig waren. Wie es schon seit ihrer erstmaligen Verhängung der Fall gewesen ist, forderten die Staaten mit den engsten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten scharf die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Sanktionen, während andere maßgebliche Länder dazu tendierten diese aufzuheben und einen Schritt nach vorn zu tun. Die Position Deutschlands, das die Fortsetzung der Sanktionen umgehend unterstützte und gleichzeitig Verträge mit Rußland über den Bau einer neuen Nord Stream-Pipeline zur Versorgung seines maßgeblichsten industriellen Sektors mit russischer Energie unterzeichnete, war hierbei von besonderer Bedeutung. Selbstverständlich haben einige der europäischen Regierungschefs offen darüber gegrübelt, warum ihre Wirtschaft leiden sollte, während Europas wirtschaftlicher Motor es, durch das Ernten der Vorteile einer Kooperation mit Rußland, schafft weiter zu brummen. Die Antwort ist einfach: Weil Washington es verlangt.

Aber jetzt, da die Erkenntnis über Obamas Unfähigkeit den Brexit zu beeinflussen einsetzt, mögen viele sich fragen, warum sie überhaupt noch auf die Vereinigten Staaten hören. Es muß betont werden, daß gewiß Millionen Briten für den Verbleib in der EU gewesen sind, obwohl die Frage nach der Bedeutung von Obamas Remonstrationen auf ihr Wahlverhalten offen ist.

Letztlich ging es beim Brexit mehr um britische Politik, Nativismus, die politische Zusammenstellung der extremen Rechten wie auch der -Linken, um die Unzufriedenheit innerhalb der Arbeiterklasse und um weitere andere Faktoren. Aber jenen unter uns, die sich nach einer weltweit gerechteren Machtverteilung sehnen, können wir nicht helfen, außer festzustellen, daß Großbritannien, trotz aller Drohungen aus dem Weißen Haus, der Wall Street und den Medienorganen der institutionalisierten Macht, die EU verlassen wird. Vielleicht ist es an der Zeit für Washington sich ernsthaft mit der Vorstellung auseinanderzusetzen, daß seine Verbündeten gleichwertige Partner sind – und keine Juniorpartner.

*******

Eric Draitser ist unabhängiger geopolitischer Analyst mit Sitz in New York City.  Er ist der Gründer von StopImperialism.org und Gastkolumnist bei RT, exklusiv für das Online Magazin “New Eastern Outlook



Quelle: http://stopimperialism.org/brexit-vote-russia-sanctions-show-weakness-us-diplomacy/


Anmerkung:
1. Als ich diesen Satz übersetzte, kamen mir Zweifel an seinem Wahrheitsgehalt, und tatsächlich sind die Berichte über einen sprunghaften  Anstieg von "Rassenhass" und Übergriffen auf Immigranten in England, die seit Tagen in vielen Systemmedien kursieren, anscheinend frei erfunden und erlogen.

Zusätzlich eingefügter Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leading_European_Newspaper_Alliance


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Montag, 27. Juni 2016

Wollen wir wirklich Krieg mit Rußland?

Von Eric Margolis
Übersetzt von wunderhaft


25. Juni 2016
Ein Krieg mit Rußland erscheint zunehmend wahrscheinlicher, je länger die Satrapen der Vereinigten Staaten und ihrer NATO ihre militärischen Provokationen fortsetzen.

Als Rahmen für die Gefahren, sollten unsere törichten Politiker gezwungen werden Prof. Christopher Clarks meisterhafte Buch, "Die Schlafwandler: Wie Europa in den 1. Weltkrieg zog" zu lesen, und daraufhin  ein zweites Mal. Was zunehmend in die Vergangenheit rückt, erscheint als Prolog.

Prof. Clark beschreibt detailliert wie kleine Kabalen leitender Beamter in Frankreich, Großbritannien und Rußland den 1. Weltkrieg arrangiert haben. Einen katastrophalen Konflikt, der unnötig, idiotisch und widersinnig war. Selbstverständlich teilen sich Deutschland und Österreich-Ungarn die Schuld, aber in weit kleinerem Maß als die kriegerischen Franzosen, Serben, Russen und Briten.

Denselben Prozeßablauf betrachten wir heute. Die Kriegspartei in Washington, gestützt durch den militärisch-industriellen Komplex, die zahmen Medien und die Neokonservativen agitieren für Krieg.

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten und der Nato werden an Rußlands Westgrenzen in der Ukraine, dem Baltikum und dem Schwarzen Meer gesandt. Die NATO bewaffnet, finanziert (mit bisher 40 Milliarden Dollar) und rüstet die Ukraine in ihrem Konflikt mit Rußland aus. Prominente Amerikaner fordern die VS auf die russischen Truppen in Syrien anzugreifen. Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten befinden sich vor den Küsten des Schwarzen Meers, des Baltikums und des Pazifik. Luftstreitkräfte der NATO erforschen die westlichen Luftgrenzen Rußlands.

Einiges davon ist Großmacht-Schattenboxen, mit dem das ungehorsame Rußland zur Akzeptanz der Befehle Washingtons eingeschüchtert werden soll. Jedoch scheint  vieles, ungeachtet des Wunsches der meisten Amerikaner und Europäer nach der Vermeidung eines bewaffneten Konflikts mit Rußland, der Arbeit der Extremen Rechten und der Neokonservativen in den VSA und Europa geschuldet zu sein. Daher die tägliche Flut an anti-russischen und anti-Putin Beschimpfungen in den, von den Vereinigten Staaten kontrollierten, amerikanischen und europäischen Medien.

Unter dem verblüffenden Bruch des normalerweise kriecherischen Verhaltens Berlins, hat Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier Washington und die NATO jüngst aufgefordert ihr "Säbelrasseln" gegen Rußland zu beenden. Er spricht für viele Deutsche und andere Europäer, die über die Provokationen der Allianz gegenüber Rußland tief beunruhigt sind.

Tatsächlich möchten viele Europäer das Ende der von der NATO verhängten Sanktionen gegen Rußland sehen, die von den Vereinigten Staaten befohlen wurden. Niemand in Europa sorgt sich um die Wiederbesetzung der Krim durch Rußland. Die Sanktionen waren ein großer Fehlschlag, der den EU-Exporten nach Rußland in einer von ökonomischer Schwäche gekennzeichneten Zeit großen Schaden zugefügt hat. Noch sind irgendwelche Europäer bereit für so finstere Orte wie Luhansk oder Mariupol im Osten der Ukraine in einen Krieg oder , noch schlimmer, in einen Nuklearkrieg gegen Rußland zu ziehen.

Amerikas dumpfschädligen republikanische Kongreßmitglieder, die, selbst wenn ihr Leben davon abhinge, die Krim nicht einmal auf einer Karte finden könnten, wurden möglicherweise zum Rühren der Kriegstrommeln genötigt, um ihre großen Spender sowie die rechtsextremen, religiösen Spender zufrieden zu stellen.

Der einzige Republikaner , der sich gegen diesen Trend sträubt, ist Donald Trump, der, von all seinen anderen idiotischen Positionen abgesehen, klar zum Ausdruck bringt keinen Nutzen für die Vereinigten Staaten in der Bekämpfung Rußlands und Kriegsbestrebungen in Europa oder dem Mittleren Osten zu sehen.

Was die Vereinigten Staaten und ihr Handlanger, NATO, bisher getan haben war, Rußland gegen sich aufzubringen und ihre tiefe Besorgnis zu bekräftigen, daß der Westen immer ein unerbittlicher Gegner ist. Jedoch scheint es äußerst unwahrscheinlich, daß der zähe Wladimir Putin und seine kampferprobte Nation sich von ein paar Tausend VS- und NATO-Truppen, ein paar Fregatten und einigen Überflügen einschüchtern lassen. Seit Friedrich dem Großen haben weise europäische Staatsführer gelernt, nicht gegen Rußland zu kämpfen.

Nicht so Präsident Obamas strategische Walküren, Samantha Power, Susan Rice und, bis vor kurzem, Hillary Clinton. Sie haben die stümperhafteste militärstrategische Führung unter Beweis gestellt, seit Madame Pompadour von König Ludwig XV kurzerhand das Kommando über die französischen Armeen erhielt, was sich als Katastrophe epischen Ausmaßes erwiesen hat.
Man erschaudert bei der Vorstellung, daß Hillary Clinton das Amt des Oberbefehlshabers anstrebt.

Ebenso ist es unausweichlich, daß sich aus Provokationen gegen Rußland zu Land, zur See und in der Luft schließlich versehentliche Zusammenstöße ergeben und eine ernste Antwort Rußlands. Alles was es braucht, um ein großes Gefecht zwischen Nuklearmächten zu entzünden, ist ein zweites Sarajevo.

******

Eric S. Morgolis ist ein preisgekrönter, international veröffenltichter Kolumnist. Seine Artikel sind in der New York Times, dem International Herald Tribune, der Los Ageles Times, Times of London, der Gulf Times, der Khaleej Times, Nation – Pakistan, Hurriyet, – Türkei, Sun Times Malaysia und anderen Nachrichtenseiten in Asien erschienen.

Er ist regelmäßiger Mitarbeiter der Huffington Post und Les Rockwell. Er erscheint als Experte für Auslandsangelegenheiten auf CNN, BBC, France 2, France 24, Fox News, CTV und CBC.

Seine Internet-Kolume www.ericmargolis.com erreicht täglich Leser auf der ganzen Welt.

Als Kriegsberichterstatter hat Margolis von Konflikten aus Angola, Namibia, Südafrika, Mosambik, dem Sinai, Afghanistan, Kashmir, Indien, Pakistan, Es Salvador und Nikaragua berichtet. Er befand sich unter den ersten Journalisten die Libyens Muammar Gaddafi jemals interviewt haben und war unter den ersten, die eine Zugangserlaubnis zum KGB-Hauptquartier in Moskau erhalten haben.

Als Veteran in vielen Konflikten im Mittleren Osten, wurde Margolis kürzlich in einer Sondersendung des britischen Sky News TV als "der Mann, der richtig lag" mit seinen Vorhersagen der gefährlichen Risiken und Verstrickungen, die sich die Vereinigten Staaten im Irak gegenübersehen würden.

Als gebürtiger New Yorker, hat er seinen Wohnsitz in Toronto und New York mit regelmäßigen Aufenthalten in Paris.



Quelle: http://ericmargolis.com/2016/06/do-we-really-want-war-with-russia/



 
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Sonntag, 26. Juni 2016

Der Aufstieg der Konzerndiktatur

Von Graham Vanbergen / The European Financial Review
Übersetzt von wunderhaft



20. Juni 2016
Transnationale Konzerne wirken, durch eine schleichende Übernahme des öffentlichen Lebens, wo derzeit nur 147 Organisationen 40% des Welthandels kontrollieren, verheerend auf finanzielle, ökonomische, soziale und ökologische Systeme.

Wir alle spüren, daß irgend etwas nicht mehr stimmt. Wir wissen um die schleichende Kolonisation des öffentlichen Lebens durch Konzerne, weil wir wissen, daß ein zeitlupenhafter Staatsstreich durch transnationale Organisationen stattfindet, den unsere politischen Führer ermöglicht haben. Der unanfechtbare Beweis blickt uns, mit jeder weiteren Welle von finanziellen, ökonomischen, sozialen und ökologischen Krisen, förmlich ins Gesicht.

In den vergangenen Jahren ist ein problematisches Bild von der Macht der Konzerne entstanden, das schlicht von der  Ungleichheit, als Folge unterschiedlich wachsender unternehmerischer Aktivität und derer die zurückbleiben, gezeichnet ist.

Eine Studie von Corporate Watch, Global Policy Forum und dem Institute for Policy Studies (IPS) aus dem Jahr 2000 offenbart einige alarmierende Fakten über eine entstehende Korpokratie, die schon vor Jahren von westlichen Regierungen hätte gefügig gemacht werden sollen. Stattdessen sitzen die Konzerne nun buchstäblich am Ruder. Diese Studie bestätigte, daß zur Jahrtausendwende von den damals etwa 40.000 weltweit existierenden Unternehmen nur 200 tatsächlich weltweite Bedeutung und Einfluß hatten. Diese riesigen Organisationen, von denen viele den Umfang nationaler Volkswirtschaften übertrafen, kontrollierten damals gut ein Viertel der weltwirtschaftlichen Aktivität, von der 80% der Weltbevölkerung als direkte Folge ihrer Aktivitäten entweder völlig ausgeschlossen, marginalisiert oder Netto-Verlierer gewesen sind.1

Die 10 Jahre dauernde Studie sorgt beim Lesen für großes Unbehagen. Das Alarmierendste auf der langen Liste von Sträflichkeiten ist, daß wo Gewinne in die Höhe schnellten – eine Konzentration von Reichtum folgte, und zwar in einem Umfeld stagnierender Arbeitslöhne.

Die 200 Spitzenunternehmen waren größer als die gemeinsamen Volkswirtschaften von 182 Staaten und ihr wirtschaftlicher Einfluß war doppelt so hoch wie der von 80% der Weltbevölkerung.
Als Ausblick hob der Bericht hervor, daß von den 100 größten Wirtschaftsformen der Welt 51 aus Konzernen bestanden und nur 49 aus Staaten.  Wal-Mart war bspw. größer als 161 Länder. Mitsubishi war größer als die vierthöchst bevölkerte Nation der Erde: Indonesien. General Motors war größer als Dänemark. Ford war größer als Südafrika.

Die 200 Spitzenunternehmen waren größer als die gemeinsamen Volkswirtschaften von 182 Ländern und hatten den doppelten ökonomischen Einfluß als 80% der Weltbevölkerung.

Es wird sie etwas erstaunen zu lernen, daß dieselben 200 weltweiten Konzerne weniger als ein Drittel eines Prozents der Weltbevölkerung beschäftigten – nämlich nur 18,8 Millionen Menschen.

Der Handel, die Automobilindustrie, der Einzelhandel und die Elektronikindustrie sind die Sparten, in denen sich die meiste Unternehmenskonzentration ansammelt und selbst dann besteht ein Drittel aller getätigten Geschäfte aus Transaktionen innerhalb verschiedener Segmente desselben Unternehmens.

Im Jahr 1212, nahmen die 25 Spitzenunternehmen 177.000 Dollar pro Sekunde ein, wobei sich der Jahresumsatz von Wal-Mart auf 470 Milliarden Dollar erhöhte.

Heute ist der Ausblick weit schlechter. Drei Mathematiker am Polytechnikum der ETH Zürich veröffentlichten einen sicherlich bemerkenswerten, detaillierten Bericht über transnationale Konzerne (TNC) hinsichtlich deren Verbindungen zu anderen TNCs. Beginnend mit einer Datenbank, die nun auf 43.000 Unternehmen angewachsen ist, präzisierten sie die Besitzverhältnisse nach ihrer hierarchischen Ordnung und hoben die am häufigsten miteinander verbundenen dieser Unternehmen hervor. Schließlich ermittelten sie einen "Kern" von 147 Konzernen, die nun erstaunliche 40 Prozent des ökonomischen Gesamtwerts der Untersuchung, und damit des Welthandels, kontrollieren.
In wenig mehr als einem Jahrzehnt ist der Anteil von transnationalen Konzernen am globalen Marktplatz dramatisch gestiegen, während der Wettbewerb fast um denselben Faktor gesunken ist.

Und obwohl sie Kenntnis von diesem verwerflichen Nachweis haben, hält die Verschlimmerung der Situation an, solange Politiker die letzten Bruchstücke von Moral zu Gunsten lukrativer Karriere-Drehtüren aufgeben und damit gesamte Nationen mit wenig mehr als den ausgehöhlten Überbleibseln einst blühender Volkswirtschaften zurücklassen, die auf der Produktion und dem Wesen der Demokratie beruhten.

In den späten 1970ern betrug der Anteil der wirtschaftlichen Wertes der Arbeit in Form von Löhnen in Europa 70 Prozent des Bruttosozialprodukts. Während der letzten Jahrzehnte gab es dort einen katastrophalen Wandel. Das Kapital verzeichnete sehr günstige Renditen von 10%, während die Arbeit dagegen um 10% zurückging. Bei einem wirtschaftlichen Gesamtwert von 13 Milliarden Euro beträgt der jährliche Verlust für die ohnehin angespannte Arbeiter- und Mittelklasse 1,3 Milliarden. Aktionäre, die einst mir Renditen von 3- oder 4 Prozent zufrieden waren, verlangen nun fast zweistellige Renditen, oder der Vorstandsvorsitzende kann gehen. Die Konsequenz ist, daß Konzerne auf Gewinn aus sind, koste es was es wolle.

In Susan Georges "State of Corporations" stellt sie Folgendes fest:
"Ab Mitte der 1990er Jahre haben die größten amerikanischen Bank- Sicherheits- und Versicherungsunternehmen sowie zusammengeschlossene Kräfte von buchhalterisch transnationalen Konzernen, und 3000 ihrer Beschäftigten, 5 Milliarden Dollar in die Abschaffung der New Deal-Gesetze investiert, die von der Regierung Roosevelts in den 1930ern beschlossen worden waren – dieselben Gesetze, die die amerikanische Wirtschaft für über 60 Jahre abgesichert hatten. Durch diesen kollektiven Lobbyismus-Vorstoß haben sie die völlige Freiheit zur Auslagerung aller Verlustwerte aus ihren Bilanzen erworben, die sie auf "Schattenbanken" verschieben, welche nun in ihren Bilanzen auftauchen. Sie erhielten die Freiheit Hunderte völlig unregulierter milliardenschweren toxischer Derivate zu erschaffen, wie bspw. gebündelte Subprime-Hypotheken."2
Ihre gemeinsamen Anstrengungen gipfelten in der Implosion der Finanzindustrie im Jahr 2008 und 8 Jahre danach droht die anhaltende Krise die Form der Großen Depression von 1929 als längste Rezession der Geschichte anzunehmen – bereits jetzt ist sie die langsamste je aufgezeichnete wirtschaftliche Erholung.

Allein in den Vereinigten Staaten habe über 10 Millionen Familien ihre Häuser verloren, und laut Bloomberg wurden 14 Billionen Dollar oder 33% des Wertes der weltweiten Unternehmen sowie 14% des Bruttoinlandsprodukts der Vereinigten Staaten durch die Krise vernichtet. Hierin sind die Effekte auf die Volkswirtschaften von Entwicklungs- und Dritte-Welt-Ländern nicht enthalten, denen 3,3 Billionen Dollar an versprochener Hilfe als versprochen und nie bezahlt verbleiben.

Im Zeitalter von "zu groß zum Scheitern und fürs Gefängnis" wurde buchstäblich niemand für solch verheerende Verbrechen zur Verantwortung gezogen oder eingesperrt. Heute ist die Bankindustrie so gut wie völlig außer Kontrolle. Der tägliche Derivatehandel ist nun um ein Drittel größer als am Höhepunkt der Krise von 2008. Betrug, Bilanzfälschung, Insiderhandel und Geldwäsche erreichen täglich neue Gipfel. Fünf von den Top Twenty der multinationalen Konzerne sind Banken.

Weil man aus früheren Erfolgen gelernt hat, treffen sich Unternehmenslobbyisten, die mittlerweile "Expertengremien" genannt werden, täglich mit Beamten der EU-Kommission, um Handelsverträge auszuarbeiten, an denen Verbraucher- oder Umweltverbände kaum beteiligt sind. Die Zivilgesellschaft ist ebenso ausgeschlossen wie deren vermeintliche Vertreter in Form von Parlamentariern, was die Illusion von Demokratie schnell dahinwelken läßt.

Konzerne verbuchen ihre Gewinne nun in Ländern mit niedrigen oder gar keinen Steuern, während sie ihre Verluste in Ländern mit hoher Besteuerung verbuchen, wodurch geschätzte 32 Billionen Dollar davor geschützt sind irgendeinen Beitrag an die Gesellschaften zu leisten, denen sie ihren Reichtum entzogen, wobei sie keinerlei oder nur wenig Überprüfung durch deren Regierungen unterliegen.

Was wir derzeit erleben ist die Anarchie sehr reicher und mächtiger Konzerne. Die Schandliste ist unendlich – Auto-, Banken-, Pharmazie-, Lebensmittel- und Energieindustrie, um nur wenige zu nennen.

Gewaltige Finanzverbrechen, monumentale Steuerhinterziehung, ökologischer Schaden im industriellen Maßstab und unaufhörlich illegale Kriege zur Absicherung der endlosen Ressourcenversorgung sind schmähliche Verbrechen, die auf unternehmerischer Gier beruhen. In ihrem Sog erleben wir Ungleichheit im Stil der 1920er Jahre und einen Anstieg der Armut, die an die Zeit von Charles Dickens erinnert. All das ist neuerdings irgendwie normal.3

Stiehl einen Laib Brot, und Du gehst in den Knast plündre ein gesamtes Land und gehst in den Ritterstand. So glaubt bspw. die britische Öffentlichkeit, aufgrund einer arglistigen, dem Klassenkampf ähnlichen politischen Kampagne, daß Sozialbetrug ein großes gesellschaftliches Problem sei. Wie eine kürzliche Umfrage der Arbeitergewerkschaft TUC zeigte, glauben die Menschen, daß 27% der Sozialleistungen zu Unrecht beansprucht werden. Tatsächlich beträgt die Quote 0,7%. Wie sich herausstellt überwiegt die Vorenthaltung von Sozialleistungen durch die Regierung den Sozialbetrug.

Vergleichen Sie das mit einem der größten Betrüger Großbritanniens – der HSBC. Innerhalb weniger Jahre wurde sie bei der Geldwäsche von Milliarden unrechtmäßig erworbener Gewinne zu Gunsten von Diktatoren und Despoten, internationalen Verbrechern, Menschenhändlern, Drogenbaronen, Mördern und allen anderen Kriminellen, entlang einer besonders abscheulichen Nahrungskette, erwischt. Auch wurde sie, lange bevor wir von den Panama Papers auch nur gehört haben, auf frischer Tat bei dem großen Steuerhinterziehungsskandal in der Schweiz zu Gunsten von Konzernen ertappt.

Die Konservativen vergaben ihrem Boss, Stephen Green, im Jahr 2011 den prallen Posten des Handelsministers, und er sitzt als Angehöriger des britischen Hochadels für die Torys im House of Lords, denen diese Ironie ebenso wie den Medien nicht verborgen bleibt.4

Die Globalisierung hat die Macht der Konzerne kontinuierlich kompliziert und ihr maßgebliches Ziel der "Global Gouvernance" (NWO, Weltregierung / Anm. d. Übers.) gefestigt. Noch einmal, Handelsverträge wie TTP und TTIP, deren Ziel die Herrschaft von Konzernen über gesamte Kontinente ist, sind der Beweis dafür, jedoch hat diese Überhahme einen weit dunkleren Ausgang.

Unternehmenslobbyisten, die nun, ihnen von globalen Entscheidungsträgern garantierte, beispiellose Privilegien genießen, um staatliches Recht zum Schutz der Bürgerrechte und der Umwelt beiseite zu schieben, haben die Vereinten Nationen infiltriert.

Die Vereinten Nationen haben einen besonderen Bereich für Unternehmen, der sich "Global Compact" nennt und vor etwa fünfzehn Jahren von Kofi Annan und dem Präsidenten von Nestlé gegründet worden ist. Um Mitglied zu werden, muß ein Unternehmen nur den 15 Prinzipien auf den Gebieten der Menschenrechte, der Arbeitsrechten und der Umweltrechte zustimmen.5

Die Unternehmen von Global Compact sind selbst als Mitglieder dem World Business Council for Sustainable Development (Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung) und anderen Handelsverbänden wie etwa der Internationalen Handlskammer beigetreten. Als die Vereinten Nationen im Jahr 1992 ihre Umweltkonferenz abhielten, dominierten Unternehmen zum ersten Mal völlig über die Verhandlungen. Unternehmensinteressen haben nun einen unverhältnismäßig hohen Anteil an politischer Einflußnahme, in wahrhaftig globalem Maßstab.

Ein gutes Beispiel wäre Cecilia Malmström, die leitende EU-Handelskommissarin bei den Verhandlungen zu TTIP zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Als sie vor einigen Monaten von einem Reporter der Zeitung The Independant gefragt wurde, warum sie ihre andauernde Werbung für den Vertrag entgegen so massivem Druck aus der Öffentlichkeit fortsetze, war ihre Antwort: "Ich habe mein Mandat nicht vom europäischen Volk (oder den Menschen in Europa) erhalten."6

Erst vor einigen Wochen haben wir entdeckt, daß das Europäische Parlament zugunsten der "Richtlinie zur Wahrung von Geschäftsgeheimnissen" entschieden hat – einem Gesetz, daß Konzernen neue alarmierende Superkräfte zur Verurteilung von Whistleblowern, Journalisten und Nachrichtenagenturen verleiht, die durchgesickerte interne Dokumente veröffentlichen.

Die Demokratie droht nun, als direktes Resultat des unerbittlichen Aufstiegs der Macht von Konzernen, von einer Farce zu einer Tragödie zu werden.
Wie es der ehemalige stellvertretende Finanzminister der Vereinigten Staaten und Mitherausgeber des Wall Street Journals, Dr. Paul Craig Roberts, kürzlich ausdrückte, "haben politisch mächtige Konzerne die Macht in den westlichen "Demokratien" errungen, um den Wohlstand der Bevölkerung der unternehmerischen Gier nach Profit zu opfern, ohne Rücksicht auf die Kosten der Völker, Staaten und Gesellschaften. Amerikas "demokratischer Kapitalismus" ist völlig unkündbar. TTIP gibt Konzernen die unverantwortliche Macht über Regierungen und Völker."

Die Demokratie droht nun, als direktes Resultat des unerbittlichen Aufstiegs der Macht von Konzernen, von einer Farce zur Tragödie zu werden.

Wir leben nun in einem Zeitalter, in dem nichts die stinkende Realität zwischen arm und reich besser demonstriert, als der rapide Anstieg der ungleichen Wohlstandsverteilung. 1976 verdienten das Eine Prozent an der Spitze 9% des nationalen Wohlstands. Dreißig Jahre später hat sich ihr Griff nach dem Wohlstand auf 24% fast verdreifacht.7

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist es, den Einfluß transnationaler Konzerne auf die öffentliche Ordnung zu verstehen, und wie wir eine Form des Kapitalismus erzeugen, die der Bevölkerung auf einer breiteren Ebene zugute kommt, während wir die soziale und die umweltbezogene Ungerechtigkeit wieder in die Arme einer voll funktionsfähigen Demokratie herunter ringen.

Derzeit besteht die einzig verbliebene Opposition in einer sich im Belagerungszustand befindlichen Öffentlichkeit, die Millionen Menschen vertritt und in Städten quer durch Europa und Amerika mit Petitionen gegen ihre jeweiligen Regierungen protestiert. Dies sind dieselben Menschen, die für all diese (legalisierte) Kriminalität aus verlorenen Dienstleistungen, Arbeitsplätzen und Ersparnissen bezahlen und, noch, ungehört bleiben.

*******

Über den Autor:

Graham Vanbergen geschäftliche Karriere gipfelte in einer leitenden Position im Vorstand einer der größten Immobiliendienstleiste in Privatbesitz einer der Welt größten Finanzinstituten seiner Art in Großbritannien, die zu einer gewissen Zeit 11.000 Einheiten verwaltete. Heute ist er Mitherausgeber von  truepublica.org.uk, Besitzer eines kommerziellen Nachrichtenblog-Dienstes und Mitarbeiter bei verschiedenen namhaften Nachrichten- und politischen Kanälen.

Quellenangaben:

1. The rise of corporations – Global Policy Forum https://www.globalpolicy.org/component/content/article/221/47211.html
2. Susan George – State of Corporations
3. https://www.tni.org/sites/www.tni.org/files/download/state_of_corporation_chapter.pdf
4. UK has poorest people in Western Europe
5. http://www.ibtimes.co.uk/uks-poorest-among-most-financially-stricken-europe-1452895
6. HSBC’s Stephen Green appointed trade minister amid banking scandal
7. http://www.independent.co.uk/news/business/news/hsbc-scandal-banks-former-boss-stephen-green-resigns-from-uk-finance-lobbying-group-10046438.html
8. UN infiltrated by corporations
9. https://www.unglobalcompact.org/docs/news_events/9.1_news_archives/2013_12_06/Secretary-GeneralReportA68326.pdf
10. Head of EU TTIP negotiations quote
11. Wealth inequality in America – VIDEO


Quelle:  http://www.europeanfinancialreview.com/?p=6074


Zusätzlich eingefügte Verweise:
Zuletzt editiert: 13. Juli 2016, 15:03 Uhr

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    Freitag, 24. Juni 2016

    Kindesmißbrauch – Die Geißel des Westens

    Von Katherine Frisk
    Übersetzt von  wunderhaft


    Pädophilie wird zur Normalität gemacht


    22. Juni 2016
    Die Rechte der Kinder und Jugendlichen wurden im Westen völlig aufgegeben, und eine krankhafte Zunahme von sexuellem Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen quoll und quillt an die Oberfläche, wie sehr viel Abschaum in einem aüßerst schmutzigen Wasserkübel.

    Donnerstag, 23. Juni 2016

    Wer sind die syrischen Weißhelme?

    Von Vanessa Beeley / 21st Century Wire
    Übersetzt von wunderhaft


    Wer sind die Weißhelme? Das ist eine Frage, die sich jeder selbst stellen sollte.

    Der abscheuliche Mord an einem aufgehenden Stern in der Politik Großbritanniens, der Parlamentarierin Jo Cox, schlug kürzlich weltweite Wellen. Innerhalb von Stunden wurde unter ihrem Namen ein spezieller Hilfsfond für 3 Organisationen eingerichtet. Eine davon sind die syrischen Weißhelme.

    Sehen wir hier die zynische und obszöne Ausnutzung von Jo Coxs Ermordung, um die erlahmende Glaubwürdigkeit an die Kräfte des US State Department und des britischen Außenministeriums auf syrischem Boden wiederzubeleben, die als Ersthelfer für die für die Streitkräfte von VS und NATO/ Al-Nusra/Al-Quaida erschaffen und erhalten worden sind?

    FOLGE DEM GELD: Die Weißhelme sind nur eine weitere Komponente des neuen NGO-Komplexes.

    Wenn das der Fall ist, und ich fürchte es ist so, hat die Verdorbenheit unserer Regierung, der Regierung der Vereinigten Staaten, der staatliche Medien und der zugehörigen Unterstützergruppen  einen neuen Grad der Pervertierung der Menschlichkeit erreicht. Es wurde gezeigt, daß die Weißhelme in erster Linie eine von den VS und der NATO unterstützte Organisation ist, die ausschließlich in von Al-Nusra und ISIS gehaltenen Regionen eingebettet sind.

    Es handelt sich um eine vermeintliche "Nichtregierungsorganisation", gemäß der Definition des Begriffes, die bisher zumindest von den drei großen Regierungen der NATO Spenden erhalten hat, einschließlich $23 Millionen von der US-Regierung, $29 Millionen (£19,7 Millionen) von der britischen Regierung und $4,5 Millionen (€4 Millionen) von der niederländischen Regierung. Zusätzlich erhält sie Materialunterstützung und Training, die von verschiedenen anderen EU-Nationen finanziert, unterhalten und betrieben wird.

    An den Generalsekretär der EU wurde eine Anfrage zur Darlegung der gesamten Korrespondenz über Finanzierung und Training der Weißhelme gestellt. Diese Information muß laut Gesetz transparent gemacht und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

    Es hat eine konzertierte Kampagne einer Reihe investigativer Journalisten zur Offenlegung der wahren Wurzeln dieser zivilen, als Weißhelme bekannten Verteidigungsbündnisse gegeben. Die belastendste Erklärung stammte allerdings nicht von uns, sondern von ihren Finanziers und Unterstützern im VS-Außenministerium, bei der Erklärung für die Deportation des Anführers der Weißhelme, Raed Saleh, vom Flughafen in Dulles am 18. April 2016 durch die Vereinigten Staaten.

    "Es war unklar ob Mr. Salehs Name in den Datensätzen auftauchen würde, die von verschiedenen Geheim- und Sicherheitsdiensten erstellt worden sind, um dem Eindringen von Terrorverdächtigen in das Land vorzubeugen.", schrieb die New Vork Times.

    Mark Toner, Sprecher des State Department:

    "Und bei jedem Individuum – noch einmal, ich betone das hier aus bestimmten Gründen, denn bei jedem Individuum jeder verdächtigen Gruppe, von der Beziehungen zu Extremistengruppen vermutet werden oder von der wir geglaubt haben, daß sie eine Sicherheitsbedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen, hätten wir ebenso gehandelt. Aber das bedeutet im weiteren Sinne nicht, daß wir die Verbindungen zu der Gruppe, für die dieses Individuum arbeitet, verurteilen oder abbrechen würden."



    Kommen wir also zurück zur ursprünglichen Frage. Warum wird der tragische Tod einer passionierten und ambitionierten Politikerin ausgenutzt? Warum heißen alle politischen Parteien im Vereinigten Königreich den Jo Cox Fond gut, um eine Organisation finanziell zu unterstützen, die die britische Regierung ohnehin schon finanziert und trainiert?

    Warum wird die Öffentlichkeit einmal mehr als politische Schachbrettfiguren für weitere imperialistische Ziele unserer Regierung innerhalb Syriens und ihrer verdeckten Stellvertreterinvasion in eine souveräne Nation mit sowohl terroristischen Kräften als auch vorgetäuschten humanitären Ersthelfern benutzt?


    Vielleicht können die Weißhelme als die wesentlichste Komponente beim Aufbau eines Schattenstaates innerhalb Syriens betrachtet werden. Angeführt von den Vereinigten Staaten und Großbritannien, ist diese Gruppe unerläßlich für den Propagandastrom der die fortwährende mediale und politische Kampagne gegen die gewählte syrische Regierung ermöglicht, und sie ermöglicht den Vereinigten Staaten und der Nato die Rechtfertigung ihres Systems der lähmenden wirtschaftlichen und menschlichen Sanktionen gegen das syrische Volk.

    Wenn diese letzte mechanisierte ´NGO´-Blaupause erfolgreich ist, könnten wir sie, umgruppiert, als Schlüssel bei künftigen neokolonialistischen Projekten wieder sehen. Die Weißhelme sind eine direkte intravenöse Verbindung zu den Terroristen-Enklaven innerhalb Syriens und fungieren als Kanal für Ausrüstung und medizinische Unterstützung bei der Erhaltung der US/NATO-Truppen.

    Ist das die Zukunft der Kriegsführung, ist das jenes "Schwärmen", das in einer Dissertation der RAND Corporation mit dem Titel "Das Schwärmen und die Zukunft von Konflikten" aus den frühen 2000er Jahren skizziert worden ist?

    "Das Erscheinen einer Militärdoktrin, die auf ausschwärmenden Gruppen und Banden basiert setzt voraus, daß verteidigungspolitische Gestalter neue Ansätze der Vernetzung und Kontrolle entwickeln und eine neue Balance zwischen den beiden erreichen. Weit mehr als die traditionellen Methoden der Kriegsführung, beruht das Schwärmen auf  stabilen Informationsströmen. Die Sicherung dieser Ströme kann hierbei als notwendige Bedingung für erfolgreiches Schwärmen betrachtet werden."

    [Update vom 22. Juni 2016] Ein wichtiges, "bisher unveröffentlichtes Interview mit Jo Cox" wurde heute von Adam Barnet veröffentlicht. In diesem Interview macht Jo Cox eine klar Aussage hinsichtlich der Art, in der die britische Regierung den Gebrauch ihrer Kräfte, der Weißhelme innerhalb Syriens, maximieren sollte.

    "Zweitens: Viele Organisationen, seien es die Weißhelme oder andere, haben wirklich kreative Ideen zur Operation unter einem Belagerungszustand oder Bürgerkriegsbedingungen. Sie haben wirklich interessante Ideen zur Weiterleitung von Geldern sowie dem Erhalt von Unterstützung und sie denken kreativ über die Art ihrer Operationen nach, was das Ministerium für Internationale Entwicklung  sich anhören sollte. [Hervorhebung hinzugefügt]

    Und drittens geht es um die Vergabe von Sendezeit an zivilgesellschaftliche Gruppen um sicherzustellen, daß sie mehr Zeit in den Gremien erhalten – und sicherzustellen, daß dies auch repräsentativ hinsichtlich der Diversität der Zivilgesellschaft ist, seien es nun Frauengruppen oder Weißhelme, oder NGOs, oder nur Ärzte oder Menschen, die als Antwort auf die humanitäre Krise
    buchstäblich versuchen beim Aufbau einer funktionsfähigen Gesellschaft voranzukommen."

    Hier sehen wir, was im Grunde die Finanzierung von Stellvertreterkriegen mit öffentlichen Mitteln ist. Wollen wir uns bei einem künftigen Rückblick wirklich für die Ermöglichung von Konflikten und Staatsterrorismus, der Verletzung internationalen Rechts und dem Einmarsch in souveräne Staaten "von der Geschichte verurteilt" sehen? Sind wir bereit die Konsequenzen dieses Vorgehens zu tragen? Konsequenzen die allein von unseren Regierungen getragen werden sollten, aber nun auf die Bevölkerung übertragen werden. Ist das ein Versuch unserer Regierungen, sich selbst von ihren kriminellen Handlungen zu distanzieren?

    Um unsere Nachforschungen über die Weißhelme zu komprimieren, haben wir im Folgenden alle relevanten Artikel hierzu zusammengetragen. Wir verurteilen jeden gefühllosen Mord aus ganzem Herzen, aber wir befürworten eine moralische Neueinschätzung der Unterstützung einer US/NATO-Organisation, die für das Ziel eines späteren "Regime Change" in Syrien aufgebaut worden ist. Die Unterstützung der Weißhelme

    Überall in Syrien und der Region wird, stellvertretend für die Vereinigten Staaten und die NATO, von militanten Terroristen Massenmord begangen. Die Unterstützung der Weißhelme wird das Leiden und Blutvergießen des syrischen Volkes verlängern.


    [Anm d. Übers.: Hier endet meine Übersetzung dieses Artikels von Vanessa Beeley. Allen Lesern mit Englischkenntnissen wird die weitere Lektüre der durchaus sehens- und lesenswerten weiterführenden Beiträge bei der angegebenen Quelle empfohlen.]

    Schließlich noch ein Video über die Arbeit der Weißhelme, das offensichtlich für Werbezwecke produziert worden ist und auch aus Hollywood stammen könnte. Beachten Sie daß das Mädchen, das dort aus dem Schutt eines "von der syrischen Regierung" zerbombten Hauses "gerettet" wird, ebenso wie ihr Stofftier keinerlei Spuren der Explosion davongetragen hat. Sie scheint in einer staubgeschützten Zone von den Trümmern begraben worden zu sein, was wirklich äußerst unrealistisch ist. Erinnern Sie sich daran, daß Jo Cox in dem oben verlinkten Interview mehr Sendezeit für NGOs gefordert hat...


    .
    *******

    Die Autorin, Vanessa Beeley, ist Mitarbeiterin von 21WIRE und verbrachte seit 2011 die meiste ihrer Zeit im Mittleren Osten, von wo sie von den dortigen Geschehnissen  als unabhängige Forscherin, Schriftstellerin, Fotografin und Friedensaktivistin, berichtet hat. Sie ist auch Mitglied des Präsidiums der Solidaritätsbewegung für Syrien und arbeitet ehrenamtlich bei der Global Campaign to Return to Palestine. Lesen Sie mehr auf ihrem Blog The Wall Will Fall.

    Quelle: http://21stcenturywire.com/2016/06/21/who-are-the-syria-white-helmets/


    Zuletzt korrigiert: 23. Juni 2016, 06:18 Uhr

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    Mittwoch, 22. Juni 2016

    ERWISCHT: Wurde die britische Parlamentarierin, Jo Cox, von einem Toten gerettet?

    Von Ian Greenhalgh
    Übersetzt von wunderhaft


    Der Held der versuchte ihr Leben zu retten ist tatsächlich seit drei Jahren tot



    21. Juni 2016
    Bernard Kenny wartete vor der Bücherei in Birstall, als er sah wie Jo Cox angegriffen wurde und schritt ein – angeblich. Das Problem ist, daß er bereits seit drei Jahren tot war!

    Bisher habe ich über die Ermordung von Jo Cox geschwiegen, es vorgezogen mir einen Überblick über die Ereignisse zu machen und das Auseinandernehmen der offiziellen Darstellung bis heute anderen zu überlassen, da jedes Mal, wenn sich ein verdächtiges Vorkommnis ereignet, eine regelrecht Armee von Skeptikern auftaucht und sofort jedes Detail genau untersucht.

    In diesem Fall war allerdings nur wenig akribische Analyse oder engagierte Untersuchung nötig, um die offizielle Darstellung zu enthüllen und mit Sicherheit erklären zu können, daß es sich hierbei nur um eine weitere arglistige Täuschung handelt.

    Den Sargnagel der offiziellen Darstellung lieferte der 77-jährige vermeintliche Held. Denn wenn man erfährt, daß dieser Held verstorben ist und nach seinem Ableben vor drei Jahren als ehemaliger Rentner damit begann Gänseblümchen zu züchten, schlägt es ein sauberes Loch in die offizielle Darstellung, von der nichts mehr übrigbleibt. Das ganze Ding wurde ausgelöscht und als der Betrug entlarvt, der es ist.

    In einem Artikel mit dem Titel "Forderungen nach der Verleihung des Georgs-Kreuzes für den Mann, der beim Angriff auf Jo Cox einschritt" den Josh Halliday am 20 Juni für den britischen Guardian geschrieben hat, finden wir die offizielle Version der Ereignisse:
    • Freunde, Nachbarn und ehemalige Bergleute fordern gemeinsam die Verleihung des Georg-Kreuzes an den Pensionär, der versucht hat Jo Cox zu retten. 
    • Bernard Kenny 77, wurde in den Bauch gestochen als er der Parlamentarierin der Labour Partei, die am vergangenen Donnerstag erstochen und erschossen worden ist, zu Hilfe kam.
    • Kenny kehrte am Montag unter Polizeischutz nach Hause zurück, nachdem er vier Tage im Krankenhaus von Leeds verbracht hatte.

    Es gibt ein Problem mit dem obigen Bericht, das allen in Frage stellt, was uns über die Ermordung von Jo Cox berichtet worden ist.

    Bernard Kenny, der Pensionär, der angeblich eingeschritten ist als Cox angegriffen wurde, ist im Jahr 2013 verstorben.

    Die folgende Abblildung ist ein Screenshot seiner Todesanzeige in der Yorkshire Evening Post.


    Es folgt eine maschinelle Übersetzung aus einer niederländischen Website, die sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt: (Maschinelle Übersetzungen übersetze ich in der Regel nicht und nur ungern, versuche es aber hier trotzdem / Anm. d. Übers.)

    EILMELDUNG: Der Helfer von Jo Cox, der 77-jährige Bernard Kenny verstarb im Jahr 2013

    Abgelegt unte NACHRICHTENANALYSE von Martin Vrijland am 20. Juni 2016

    Der 77-jährige Pensionär, der Jo Cox dabei geholfen haben soll den Angriff von Thomas Mair abzuwehren, scheint bereits im Jahr 2013 verstorben zu sein. Dies geht aus einer Todesanzeige in der Yorkshire Evening Post hervor. Der gute Mann kann niemals am  Tatort gewesen sein. Der Mythos vom rettenden Helden löst sich auf einmal in Luft auf. Der Mythos von der Ermordung Jo Cox ist deshalb ebenfalls eine Luftnummer.

    Mr. Bernard Kenny soll ein ehemaliger Bergmann gewesen sein, der in körperlich guter Verfassung gewesen und jeden Tag schwimmen gegangen sein soll. Er war bereits ein Held, weil er im Jahr 1973 bei einer Rettungsaktion in der Lofthouse Collery Mine im englischen Yorkshire beteiligt war. Mr. Kenny soll, nach seiner heldenhaften Tat und dem Versuch Jo Coxs Leben zu retten, verwundet und in ein Krankenhaus nach Leeds gebracht worden sein. Aber was geschieht jetzt ( und möglicherweise glauben Sie es nicht, weil es nicht in von den Mainstream-Medien kommt)? Dieser Bernard Kelly ist bereits am 21. Januar 2013 verstorben. Die folgende Annonce spricht für sich selbst. Mr. Kenny wäre heute in der Tat wahrscheinlich 77 Jahre alt, wenn man seinen Geburtstag auf das Datum der angeblichen Ermordung von Jo Cox datieren würde. Wie wahrscheinlich ist das für jemanden mit demselben Namen, demselben Alter und am selben Ort?

    Dies ist ein konkreter Beweis dafür, daß es sich bei der Ermordung von Jo Cox um eine Falschmeldung handelt. All meine früheren Rezensionen dazu finden sie hier, hier und hier. Was nun wie die Erfindung eines Heldencharakters in Form eines alten Bergbau-Helden erscheint, ist komplett inszeniert. Unglücklicherweise kommt nun heraus, daß dieser Mann bereits tot ist. Dieser Schwindel wurde aufgedeckt!

    *******

    Jan Greenhalgh ist Fotograf und Historiker mit einem besonderem Interesse an Militärgeschichte und den tatsächlichen Gründen von Konflikten.

    Sein Studium der Geschichte und der Medienwirtschaft haben ihm einen tiefen Einblick in den Gebrauch der Massenmedien beim Erzeugen von Konflikten in der Moderne ermöglicht.

    Seine bevorzugten Studiengebiete umfassen staatlich finanzierten Terrorismus, von Medien hergestellte Realität und die Rolle von Geheimdiensten bei der Manipulation der Bevölkerung und der Wahrnehmung von Ereignissen.  
    Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/06/21/busted-jo-cox-murder-is-completely-fraudulent-and-faked/ 


    Zusätzlich eingefügter Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Georgs-Kreuz_(Gro%C3%9Fbritannien)


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    Dienstag, 21. Juni 2016

    Experte: Die Vereinigten Staaten geraten wegen des Sieges der syrischen Armee über Daesh in Panik

    Von Press TV
    Übersetzt von wunderhaft


    20. Juni 2016
    Press TV hat Kevin Barret interviewt, einen Autor und Experten für den Mittleren Osten aus Madison, um mit ihm die Siege der syrischen Armee über die Takfiri-Gruppe von Daesh in der nördlichen Provinz Syriens, Rakka, zu diskutieren.

    Hier eine grobe Transkription des Interviews:

    Press TV: Wie wichtig ist die Eroberung des Luftwaffenstützpunkts Tabqua bei der Annäherung der syrischen Armee auf Rakka?

    Barrett: Nun, sie ist sehr wichtig. Diese Luftwaffenbasis hat sowohl eine symbolische als auch eine besondere strategische Bedeutung und ist ein Meilenstein beim Marsh auf die Hauptstadt von Daesh, aber es ist interessant das plötzliche Interesse der Vereinigten Staaten und ihrer Stellvertreter an einer tatsächlichen Beteiligung am Krieg gegen Daesh zu beobachten, sobald es so erscheint als würde die syrische Regierung Rakka einnehmen.

    Die Vereinigten Staaten sagten, daß die Befreiung Rakkas zehn Jahre dauern würde. Sie haben Rakka über all die Zeit nie bombardiert und nun, da die syrische Armee Erfolge erzielt, zeigen sie plötzlich Interesse und haben so etwas wie eine neue Stellvertretergruppe erschaffen, die Syrischen Demokratischen Streitkräfte, diese zusammengewürfelte Truppe aus Kurden und Extremisten, die sich in gewisswe Hinsicht von Daesh nicht wirklich sehr unterscheidet und dabei ist aus dem Westen zu kommen und ein hohes Potential für Chaos in sich birgt, während die syrische Armee sich aus dem Osten nähert, .

    So hoffe ich, daß die syrische Regierung bei der Stabilisierung ihrer Souveränität über ihr eigenes Territorium, ohne zu viele Komplikationen Erfolg haben wird, jedoch haben wir so viel ausländische Einmischung beobachtet, daß es schwer erscheint hierauf fest zu vertrauen.

    Press TV: Was kann die internationale Gemeinschaft tun um mehr Druck auf die Länder und/oder Instanzen auszuüben, die Daesh mit Söldnern, Waffen und/oder Unterschlupf unterstützen.

    Barrett: Nun, die internationale Gemeinschaft ist oft ein Euphemismus für die Vereinten Nationen und verschiedene NGOs etc., und das Problem besteht darin, daß diese Instanzen von den großen Machtakteuren der Welt kontrolliert werden - den Vereinigten Staaten, der NATO usw. - , die Daesh wirklich erschufen. Es waren tatsächlich US-unterstützte Kräfte, die Rakka ursprünglich erobert und die Stadt anschließend an Daesh übergeben haben.

    So erleben wir im Westen eine Art von Propagandakrieg gegen Daesh, in dem Daesh für jede Gräueltat unter falscher Flagge, wie der letzten in Orlando, beschuldigt wird und der die westlichen Bevölkerungen in einen hysterischen Haß gegen den Islam hochschaukelt, indem ihnen erzählt wird, daß Daesh eine extreme Form des Islams sei und sie alle die Muslime hassen müssen und wir sind... in einem Krieg mit Daesh, weswegen wir unsere Programme in Syrien aufstocken. Was sie jedoch den Menschen im Westen nicht erzählen ist, daß es tatsächlich die VS-Regierung und die NATO waren, die bei der Entstehung von Daesh behilflich gewesen sind, ihn gewähren ließen, vorsätzlich versucht haben seine Erfolge sicherzustellen sowie daß er tatsächlich nicht geschlagen wird, und nun geraten sie in Panik, weil die syrische Armee dabei ist ihm eine große Niederlage zu bereiten, was ebenso eine Niederlage für den Westen wäre, und sicherlich sollte das bei den Menschen, die sich fragen ´worum es bei der Politik des Westens in Syrien tatsächlich geht´ Stirnrunzeln erzeugen.

    Press TV: Warum scheint es, daß immer mehr dieser Terroristen in Syrien getötet werden, und daß die Takfiri-Gruppen einfach neuen Truppennachschub erhalten? Woher kommen all diese Leute und warum scheint ihr Weg nach Syrien so einfach zu sein?

    Barrett: Also, es dreht sich alles um Geld. All diese Toyota Land Cruiser, die Ausrüstung und die schweren Waffen, die Daesh erhalten hat, haben sich nicht plötzlich materialisiert, wie Scheich Imram Hosein es ausdrückt, es kam nicht vom Weihnachtsmann. Es wird sehr viel Geld in den Aufbau und die Erhaltung von Daesh gesteckt, und die Frage lautet was die Quelle dieses Geldes ist. Es scheint als sei der Tiefe Staat des Westens hauptsächlich dafür verantwortlich und vieles von dem kommt durch die Türkei.

    Wir wissen beispielsweise, daß Rakka in die Hände von Daesh fiel, weil die Vereinigten Staaten tatsächlich den sie stellvertretenden Streitkräften geholfen hat, einschließlich der Al-Nusra Front, die nichts anderes ald Al Quaida ist aber allem Anschein nach nun mit den Vereinigten Staaten befreundet. In Anbetracht der offiziellen Darstellung von 9/11 ist unsicher wie das funktioniert, aber es ist der Fall, und dann kam Daesh, übernahm Rakka und machte sie zu ihrer Hauptstadt.

    Was den Versuch betrifft den Truppennachschub der Streitkräfte von Daesh und dieser anderen Takfiri-Terrorgruppen aufzuhalten, muß sich die internationale Gemeinschaft eingestehen, daß es tatsächlich der Westen ist, der die internationale Gemeinschaft betreibt, welche verantwortlich dafür ist und es ist nicht allein das Verschulden der türkischen Regierung. Die Türken reagieren einfach auf die Lage des Landes sowie auf den Druck des Westens und seines Tiefen Staates.

    Was wir also wirklich brauchen ist eine Entscheidung auf Seiten des Westens, daß es an der Zeit ist Daesh zu beerdigen, und ich hoffe, daß diese Entscheidung eher früher als später getroffen wird.


    Quelle: http://www.presstv.ir/Detail/2016/06/20/471323/Syria-Raqqa-US-Daesh-NATO-terrorists-Turkey

    *******

    Dr. Kevin Barrett, ein PH.D. für Arabistik und Islamwissenschaft, ist einer der bekanntesten Kritiker der Kriegs gegen den Terror in Amerika. 

    Er ist Moderator von TRUTH JIHAD RADIO, einer LIVE-Radiosendung im Internet. Auch trat er viele Male bei Fox, CNN, PBS und anderen Sendeanstalten auf und hat viele themenbezogene Artikel und Kommentare in der New York Times, dem Christian Science Monitor, der Chicago Tribune, und anderen führenden Zeitungen inspiriert.

    Dr. Barrett hat an Colleges und Universitäten  in San Francisco, Paris, und Wisconsin gelehrt, wo er 2008 für den Kongreß kandidierte. Derzeit arbeitet er als gemeinnütziger Organisator, Autor und Rundfunk-Gesprächsmoderator.

    Zuletzt editiert: 11. Juli 2017, 04:35 Uhr

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