Sonntag, 19. Juni 2016

ACHTUNG: Obama ignoriert Rußlands berechtigte Sorgen um seine nationale Sicherheit

Von Eric Zuesse
Übersetzt von wunderhaft





17.06.2016
Als der demokratisch gewählte Präsident der Ukraine im Februar 2014 gewaltsam gestürzt worden und durch ein fanatisches, anti-russisches Regime ersetzt worden ist, waren nicht nur die Einwohner in den Regionen der Ukraine, in denen er mit großer Mehrheit gewählt worden war (auf der Krim von 75% und im Donbass von 90%) von dem, was sie als blutrünstiges neues Regime betrachteten, erschrocken, sondern auch die Russen, denn die installierten Diktatoren machten ihren Haß auf Russen und selbst auf russisch sprechende Menschen deutlich – eine ihrer ersten legislativen Maßnahmen bestand im Verbot der russischen Sprache, jedoch brachte sein offenkundiger Haß diesen Vorschlag im ukrainischen Parlament zur Ablehnung, weil dieses Regime der Unterstützung aus dem Ausland bedurfte und das Verbot einer Sprache, die von ungefähr der Hälfte der Bevölkerung einer Nation gesprochen wird, die internationale Verurteilung ausgelöst hätte.

Kurz nachdem sich die Bewohner der Krim am 16. März 2014 überwältigend für die Separation von der Ukraine und die Wiedervereinigung mit Rußland entschieden hatten, deren Teil die Krim war bevor der Sowjetdiktator Nikita Chruschtschow sie im Jahr 1954 der Ukraine übertragen hatte, sagte der militärische Spitzenkommandeur der NATO, US General Phillip Breedlove, weil Rußland die Krimbewohner vor einer Invasion des neu installierten ukrainischen Regimes beschützt hatte, das ihnen im Fall eines Referendums über die Separation von der Ukraine mit einer solchen gedroht hatte, "nun ist ganz klar, daß sich Rußland viel mehr als Gegner anstatt als Partner verhält" und er spekulierte sarkastisch über "das nächste Mal, wenn russisch sprechende Menschen von Rußland aufgenommen werden" würden – als ob die Bevölkerung der Krim nicht einen guten Grund zur Furcht vor dem neuen Regime gehabt hätten, und als ob Sprecher der russischen Sprache in allen Ländern in derselben Situation wären und desselben Schutzes bedürften, und als ob die NATO überhaupt irgendein Recht habe diesen Umstand zu kommentieren, da die Ukraine ja nicht einmal NATO-Mitgliedstaat ist. Die Ukraine ist eine Nation, die eine lange Grenze mit Rußland teilt, aber gibt das der NATO das Recht die Ukraine vor einer ´russischen Aggression´ zu ´verteidigen´? Versucht die NATO eine russische Invasion zu provozieren um der NATO einen Vorwand für einen weltweiten Atomkrieg zu geben?

Warum hat der militärische Spitzenkommandeur das überhaupt kommentiert? Er hat den VS Präsidenten repräsentiert, nicht das ukrainische Volk und schon gar nicht die Bevölkerung der Krim. Die Bevölkerung der Krim hatte einen guten Grund zur Furcht vor dem neuen Regime, aber Obamas General, der die Militäroperationen der NATO leitete, kümmerte das alles nicht.

Und die Bedrohung, welche die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten für die russisch sprechende Bevölkerung in anderen an Rußland grenzende Ländern darstellt, wurde von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten ebenso ignoriert.

Alexander Lukin schrieb am 17. Juni 2014 über diesen Umstand in Foreign Affairs:

"Heutzutage treibt das fortgesetzte Vorrücken des Westens das Auseinanderreißen der an Rußland grenzenden Länder voran. Es hat schon in Moldawien und Georgien zur territorialen Spaltung geführt und die Ukraine zersplittert derzeit vor unseren eigenen Augen. Trennende kulturelle Schranken  teilen diese Länder, so daß ihre Führer deren Einheit nur durch das Entgegenkommen der Interessen beider Seiten erhalten, jener Bewohner, die sich von Europa angezogen fühlen und jener, die ihre traditionellen Bande an Rußland erhalten wollen. Die einseitige Unterstützung pro-westlicher Nationalisten in den ehemaligen Sowjetrepubliken durch den Westen, hat diese Staaten ermutigt ihre russisch sprechende Bevölkerungen zu unterdrücken – ein Problem, bei dem Rußland nicht neutral bleiben kann. Selbst jetzt, mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, haben mehr als sechs Prozent der estnischen Bevölkerung und mehr als 12 Prozent der litauischen Bevölkerung, wovon die meisten ethnische Russen sind, nicht die vollen staatsbürgerlichen Rechte und Privilegien. Sie können nicht an nationalen Wahlen teilnehmen, sich nicht an russischen Schulen einschreiben oder, zum größten Teil, russische Medien empfangen. Die EU verschließt, trotz ihrer Betonung zur Einhaltung der Menschenrechte außerhalb ihrer Grenzen, die Augen vor dieser klaren Verletzung grundlegender Rechte in ihr selbst."

Warum kümmert sie die VS-Regierung nicht um die Rechte der ethnischen Russen in Ländern, die an Rußland grenzen und die Menschen, deren Familien aus Rußland eingewandert sind, wie Dreck behandeln? Versucht die VS-Regierung Rußland dazu zu provozieren jene Menschen auch zu schützen?

Warum spottete General Breedlove (der wohl kaum Liebe für die unterdrückten Menschen russischer Abstammung vermehrt) gegenüber Wladimir Putin über "das nächste Mal, wenn russisch sprechende Menschen von Rußland aufgenommen werden"?

Versucht Obama Putin entweder zum Gesichtsverlust daheim oder zur ´Provokation´ einer NATO-Invasion zu zwingen, um der NATO einen ´Vorwand´ für einen Angriff zu liefern?

Am 4. Mai 2016 übernahm sein Nachfolger, US General Curtis M. Scaparrotti, Breedloves Amt und er verurteilte "ein aggressives Rußland... ein wieder erstehendes Rußland, das versucht sich als Weltmacht darzustellen". Wenn die VS-Regierung das Recht hat "sich als Weltmacht darzustellen", warum sollte die russische Regierung nicht dasselbe Recht besitzen – besonders hinsichtlich ihrer Verteidigung? Die Überschrift dieser Nachrichtenmeldung aus dem VS Ministerium der ´Verteidigung´ lautete: "´Ein wieder erstehendes Rußland stellt eine Bedrohung für die NATO dar, sagt der Neue Kommandeur", aber welche genaue ´Bedrohung´ Rußland für die NATO darstellt wurde dort nicht einmal suggeriert, mit Ausnahme der vagen Beschuldigung eines "wieder erstehenden Rußland, daß bemüht ist sich als Weltmacht darzustellen".

Versucht General Scaparrotti Putin entweder zum Gesichtsverlust daheim oder zur ´Provokation´ einer NATO-Invasion zu zwingen, um der NATO einen ´Vorwand´ für einen Angriff zu liefern?

Aber derzeit inszeniert die NATO mit der Operation Atlantic Resolve, ihre bisher größten jemals an russischen Grenzen abgehaltenen Militärmanöver. Nuklearwaffen sind hierin eingeschlossen.

Als der sowjetische Diktator, Nikita Chruschtschow, im Jahr 1962 versuchte sowjetische Raketen 90 Meilen vor den Vereinigten Staaten zu stationieren, war der amerikanische Präsident, John Fitzgerald Kennedy, zu einen atomaren Angriff auf die Sowjetdiktatur bereit, das War die Kuba-Krise. Wird der russische Präsident, Wladimir Putin, bald zu einem Nuklearangriff auf die neue amerikanische Diktatur bereit sein, die derzeit wesentlich weiter gegen die russische Demokratie vorgeht, als die russische Diktatur jemals gegen die amerikanische Demokratie vorgegangen ist?

Denkt Obama hier irgend eine Art Spiel zu spielen? Weder Chruschtschow dachte, daß es sich um ein Spiel handelte, noch tat das Kennedy. In einem Handel, bei dem die, vom vormaligen Präsidenten Dwight Eisenhower initiierte, Stationierung von gegen die Sowjetununion gerichtete VS-Raketen in der Türkei rückgängig gemacht wurde, gab Chruschtschow nach. Kennedy handelte, in einer atomar bewaffneten Welt, eine Außerkraftsetzung der von Eisenhower und Chruschtschow eingeleiteten provokativen und gefährlichen Schritte aus. Putin war darauf bedacht nichts zu unternehmen, was die Vereinigten Staaten bedroht, außer Rußland vor dem zu schützen, was nun eine klare Aggression der Vereinigten Staaten darstellt. Aber die Tatsache, daß ein demokratisches Rußland die nun diktatorischen Vereinigten Staaten nicht verletzt hat, gibt amerikanischen Präsidenten keinen Grund zur Entschuldigung der fortwährenden Aggression, die Präsident George Herbert Walker Bush gegen das demokratische Rußland begonnen hat.

Inzwischen erleben wir offene,  über den öffentlichen deutschen Rundfunk ausgestrahlte NATO-Propaganda, die fragt: " Ist die NATO-Erweiterung schuld an der Krim-Krise?" und antwortet: nicht allein, aber "ändern wir den Namen der NATO", und wir sollten alle die Befürchtungen Rußlands vor dem feindlichen VS-Militärbündnis ignorieren, das sich vor Rußlands Grenzen ausgebreitet hat und dessen Absicht in der Stationierung von Nuklearraketen besteht, die nur Minuten von Moskau entfernt sind.

Denken die westlichen Führer tatsächlich, daß die westliche Öffentlichkeit so dumm und gleichgültig ist um das zu glauben. Ist diese Annahme der westlichen Führer richtig? Ist das der Grund, warum ein Nuklearkrieg in gefährliche Nähe rückt, während die westliche Öffentlichkeit darüber, wenn überhaupt, kaum besorgt ist?

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Eric Zuesse ist Autor und investigativer Historiker.


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