Montag, 4. Juli 2016

Eine Lektion in Brexit auf griechisch - Abstimmungen und Hoffnungen auf dem Boden von Parlamenten demoliert

Von Brett Redmayne-Titley via Veterans Today
Übersetzt von wunderhaft 
 


1. Juli 2016
Sie..., britischer Wähler, haben also den Brexit bevorzugt! Sie, der EU-Wähler, betrachtet den Brexit als das Pendel der Demokratie, das von nicht gewählter zentraler Herrschaft zu souveränen, nationalen Prioritäten zurückschwingt? Sie... werden Unrecht behalten.

Leider fehlt ihrem Optimismus die Erinnerung an korrupte Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) oder an vergangene Sünden der EU und ihrer Hinterzimmermethoden bei der Behandlung von Launen des freien Willens, der Macht und Demokratie wählt. Sie müssen erkennen, daß diese Launen den Pächtern der zentralisierten Macht ein Gräuel ist. Tatsächlich. Die Geschichte ist dabei sich selbst zu wiederholen – nach weniger als einem Jahr. Wie die Fehler der Griechen im Juni 2015, ist das britische Referendum der vergangenen Woche dem Untergang geweiht.
 
Dreihundert-und-ein-und-sechzig Tage vor dieser Nacht des Brexit-Sieges an jenem vergangenen Donnerstag bestieg Alexis Tsipras mit zuversichtlichem Lächeln und einem neuen populistischen Referendum ein Flugzeug nach Brüssel. Als Kopf von Syriza, der unerfahrenen Opositionsbewegung, angetreten um die Hegemonie der EU über eine positive finanzielle Zukunft Griechenlands zu beenden, hatte sich Tsipras lautsstark an die Macht gebracht. Bei dem Versuch sein Versprechen einzulösen, plante er ein Referendum – eine nicht bindende Volksabstimmung, die der parlamentarischen Zustimmung bedurfte – das der Troika die finanziellen Forderungen nach zusätzlicher Austerität verweigerte, die sein Land im weiteren Verlauf bis auf die Knochen ausweiden und verramschen würde. Beim Besteigen des Flugzeugs war Tsipras voller Zuversicht, lächelte und winkte seinen Unterstützern zu. Die Weltpresse war begeistert von der Möglichkeit eines Grexit aus der EU.

Ah, was zwei Tage in Brüssel doch bewirken können.

Er kehrte nach Athen mit dem Gesicht eines gebrochenen Mannes eines Landes zurück, das nun gebrochener war, als er es nur Tage vorher verlassen hatte. Tsipras hatte versagt. Erbärmlich. Seine politische Ungeschicklichkeit verursachte Griechenland mehr Probleme als sie zu lösen. Zudem war es sein Fehler, wissentlich einen Plan gegen den kollektiven Einfluß und die Gefährlichkeit seiner Gegenüber in Brüssel zu schmieden, der ihm die andauernde und unaufhörlich zunehmende soziale und wirtschaftliche Katastrophe Griechenlands direkt an den Kopf warf. Kurz gesagt war Tsipras ein arroganter Narr, der versuchte mit der EU politisch um einen hohen Einsatz zu pokern und sich zum ersten Mal in seinem Leben an einen Pokertisch begab, der mit EU-Karrierehaien im Pokern besetzt war. Leider war er nicht nur ein Narr mit wenig Geld – er war ein Narr... mit einem Land! Zufällig war genau das der Preis, den die EU forderte; ein ganzes Land. Griechenland!

Und dann war da David Cameron.

Vor ein paar Tagen, am Dienstagmorgen, dem 28. Juni, zierte dieselbe düstere, schicksalshafte Resignation das Gesicht des britischen Premierministers, als er Brüssel in Richtung seines Holzschuppens verließ. Wie sein griechischer Vorgänger hatte auch Cameron, mit seiner Gestaltung eines der EU dienlichen Brexit-Referendums, persönlich mit der Vollendung der Zerstörung der Souveränität seines Landes begonnen – was die ewige Unterstützung der Knechtschaft des Vereinigten Königreichs unter den Diktaten der EU festigen würde. Offensichtlich verlief der Versuch seinen Herren zu dienen nicht wie geplant. So ging Cameron in dieser Woche daran ihnen seinen schlecht durchdachten Brexit aufzutischen, der für ihren gemeinsamen Plan von nicht gewählten zionistischen Bankstern, die nach der allumfassenden Herrschaft in der EU streben, in Stücke gerissen wurde. Nach ihren Erfahrungen mit dem griechischen Aufstand aus dem vergangenen Jahr, wissen sie genau was jetzt zu tun ist. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Hoffnung und die Wahl zu Gunsten der Souveränität mittels des Brexit für immer auf dem Felsen des Verrats der EU zerschmettert werden. Noch einmal.

Experten zeigen Tage nach dem Brexit einen auf Dummheit basierenden Optimismus. Noch einmal zeigt sich ihr Faible für ein kurzes Gedächtnis, hinsichtlich vergangener Bemühungen der nationalistischen Bewegungen sich ihren Herren aus der EU zu widersetzen. Camerons politische Aufgeblasenheit hat unbeabsichtigt das populistische Damoklesschwert über die von den Vereinigten Staaten inspirierte zentrale Kontrolle der EU gehängt. Hierbei hat der irrationale Optimismus, welcher der Brexit vor einer Woche gewesen ist, die Straßensperren, die gerade hinter den Kulissen errichtet werden und die eine Bestätigung des populistischen Referendums im Vereinigten Königreich NIEMALS erlauben werden, nicht vorausgesehen. Der kurzsichtige Optimismus ignoriert die, dem nicht sehr weit entfernten Griechenland, gerade erteilte Lehre. "Die Briten haben die Regeln verletzt" konstatierte der EU-Parlamentsvorsitzende, Martin Schulz, kategorisch als Warnung, "Es ist nicht die EU-Philosophie, daß das Publikum sein Schicksal selbst entscheiden kann.".

Hier liegt das Problem.

Beim Durchstöbern des Gedächtnisses muß man sich daran erinnern, daß es nur Camerons Wille war Brüssel einen Gefallen zu tun, dem es zu verdanken ist, daß er  vor drei Jahren die Möglichkeit eines Brexit-Referendums erlaubte. Nach den Parlamentswahlen, bei denen die Konservative Partei mit einem mysteriösen Tief von 24% bei der Volksabstimmung (meines Wissens waren es 36% / Anm. d. Übers.) die Macht ergriff, verwilderte die Arroganz der Tories und so wurde der Brexit schließlich geplant. In diesem Wahlergebnis spiegelte sich angeblich die schallende Treue einer Mehrzahl der Briten zur nicht gewählten zentralen Kontrolle der EU wieder. Jedoch war das Wahlergebnis die Folge vieler, von drakonischen Einsparungen geprägter Jahre, die von den Konservativen zu Gunsten der EU-Kommission durchgesetzt worden waren, die immer Geld für Amerikas angezettelte Kriege und seine verbrecherischen Banken aber keinen Viertelpenny für Lebensmittel oder Frieden besaß. Alles, was schließlich für die Wähler im Vereinigten Königreich übrig blieb, war die Aussicht auf eine massive, andauernde Immobilienblase, inspiriert und geschaffen von dem kanadischen Eingezogenen und Mitverschwörer des Vereinigten Königreichs, Mark Carney, dessen kanadische Version dieses Immobilien-Schneeballsystems bereits vor Monaten kollabiert ist.
 
So, da waren sie in Brüssel also erstaunt, als an diesem vergangenen Donnerstag, dem 23. Juni 2016, der ganze Plan in ihren arroganten Gesichtern zerplatzte. Weder in der EU-Kommission noch unter den Anführern der 29 EU-Staaten noch in den massiv beteiligten Banken, die sie alle vertreten, hatte irgendwer von dieser Möglichkeit auch nur geträumt. Aber war das nicht dasselbe kurzlebige Erstaunen, das es bei bei Griechenland gegeben hat? Das griechische Referendum war dermaßen kurzlebig und absolut desaströs, daß es als Vorahnung der üblen Resultate und Planungen betrachtet werden sollte, die bei den jüngsten Bemühungen der EU-Kommission zur Verhinderung der Durchsetzung des freien Willens der Wähler im Vereinigten Königreich und bei künftigen Referenden in der EU herauskommen werden. Die Klemme ist: Der Brexit. Genau so werden in Zukunft, wie schon der Wille der griechischen Politiker vor ihm, die parlamentarischen Bemühungen zur Ratifizierung des Brexit nur Abfall auf einem neuen Fußboden des Plenarsaals sein.
Betrachten Sie, um sich Klarheit zu verschaffen, welche Resultate in den ersten sechs Tagen, nach der mit Spannung erwarteten Brexit-Entscheidung, bisher für die Öffentlichkeit erzielt worden sind.

EU-Präsident,Jean Claude Juncker, begann sofort damit zu schnaufen, zu keuchen und zu täuschen. Den Applaus der Vertreter des Vereinigten Königreichs bei der Eröffnung seiner Eröffnungsrede auf dem ersten EU-Kommissionstreffen zum Brexit beantwortete er, abweichend von seinem vorbereiteten Skript, mit der Warnung: "Das ist das letzte Mal, das Sie hier applaudieren... und ich bin wirklich einigermaßen erstaunt darüber, daß Sie hier sind. Sie kämpfen für den Austritt. Das britische Volk hat für den Austritt gestimmt. Warum sind Sie hier?"

Junckers morgendlicher Ausfall bei der ersten Sitzung des EU-Parlaments nach dem Brexit zeigt, in der Tat, sein diktatorisches Wesen und die ihm eigene Verachtung der Demokratie in der EU und in Großbritannien. Dies unterstrich tatsächlich die kollektive Verachtung, die innerhalb der EU gegenüber der nationalen Souveränität oder dem mehrheitlichen Willen ihre Wähler herrscht, und die der Hauptgrund dafür ist, daß so viele Briten sich nur Tage davor dafür entschieden haben ihm den Mittelfinger zu zeigen. Das wurde von einem schmunzelnden Nigel Farage unterstützt, dem diese neue Dämmerung in der Welt der EU nicht entgangen sein kann. Als die Zeit für seine Rede gekommen war, verspottete er Juncker und die anderen johlenden EU-Vertreter der doppelten Loyalität. "Jetzt lachen Sie nicht mehr... oder doch?" prahlte er. "...und der Grund Ihrer Aufregung, der Grund für Ihren Ärger, der Grund, warum sie nicht lachen, ist einfach – Sie werden als politisches Projekt abgelehnt." Wahrhaftig.

Bei der am folgenden Freitag erfolgten Eröffnungssalve trat Cameron zurück, was nicht erstaunlich ist, da die Zeit seiner Ohnmacht gekommen ist. Während viele dies als aufrichtigen politischen Selbstmord des Premierministers betrachteten, hat niemand die hiermit für den Brexit verbundenen Folgen kommentiert. Während dessen Rücktritt Boris Johnsons Traum Wirklichkeit werden lassen sollte, hat Camerons Schritt jede parlamentarische Ratifizierung des Brexit auf unbestimmte Zeit, bis zur Wahl seines Amtsnachfolgers aufgeschoben.

Wie schön.

Mit Camerons sehr öffentlichkeitswirksamen Gejammer über sein Unvermögen zur Einleitung einer Umsetzung des Brexit hat er die Probleme der EU angestoßen und den Ball in der Luft gelassen. Bei politisch ernsthaften Staatsangelegenheiten und Fragen zur Hochfinanz besteht erfahrungsgemäß die beste legislative Option – im Hinauszögern. Daher hat Cameron die Zeit für die Verabschiedung des Brexit angehalten. Doch hinter den Kulissen läuft das Spiel, trotz der Auszeit, weiter. Mit Sicherheit klingeln derzeit bei vielen britischen Parlamentariern die Telefone von eingehenden Telefonaten aus Belgien. Es wird nicht sehr vieler erfolgreicher Telefonate bedürfen, um das Brexit zu dem zu machen, was einst das Grexit war.
Brexit wurde mit einer dünnen Mehrheit der Wähler beschlossen, und nicht alle Wahlbezirke haben gemeinsam für einen Austritt aus er EU-Kontrolle gestimmt. So wollten Schottland, Irland und Wales den Austritt nicht. Die Wahlen werden von gewählten Mitgliedern des House of Commons durchgeführt, die den gemeinsamen Willen ihrer Distrikte oder Wahlbezirke repräsentieren. Werden die Mitglieder des Parlaments (MPs) gemäß des Willens ihrer Distrikte entscheiden? Obwohl Schottland und Irland, die gemeinsam über 60 Sitze verfügen, noch immer eine deutliche Mehrheit darstellen haben sie sich deutlich und landesweit gegen den Austritt entschieden. Die Annalen des weltweiten politischen Verrats und Verlogenheit gleichen denen in Westminster, und es wird – mit ein wenig wirtschaftlichem Druck – nicht viel für genügend, mit Geld erkaufte Stimmen und Seelen für ein NEIN bei der Abstimmung bedürfen. Sie denken nicht? Fragen Sie die Griechen. Innerhalb weniger Tage – in einer von der Troika erpreßten Eile – brach der Sieg ihres Referendums in öffentlichen Angelegenheiten auf dem Boden ihres eigenen Parlaments in sich zusammen. Die Entscheidung ihres eigenen Volkes bedeutete den Parlamentariern nichts.

Trotz der Möglichkeit eines NEIN bei der Wahl im House of Commons ist es das House of Lords, das den Fängen der EU-Kontrolle am meisten ausgesetzt ist. Nicht gewählt und durch ererbte Reichtümer wohlhabend, hat der "Landadel" viel bei einer Verabschiedung des Brexit zu verlieren. Obwohl das House of Lords keine Möglichkeit hat für ein NEIN zu stimmen, hat es die Möglichkeit die Commons zu beeinflussen, wie die zwei Jahre dauernden Verhandlungen über den Vertragstext des Brexit gezeigt haben, in denen die Lords Revisionsentwürfe bei verschiedenen Gelegenheiten zurückgewiesen- und die Commons zugestimmt haben. Allerdings kann die parlamentarische Zustimmung jedes Gesetzes, das von den Commons vorgelegt wird, gesetzmäßig, für zwei Legislaturperioden von den Lords hinausgezögert werden. Es sollte daran erinnert werden, daß in den Wochen vor dem Erdbeben am vergangenen Donnerstag der Großteil der trostlosen Finanzlage von Politikern in Anzügen und ihren, sie stellvertretenden, politischen Konkubinen, wie dem Prinz der Huren in der Rockmusik, U2s Bono, beschworen worden ist. Werden die Reichen in Großbritannien, nachdem sie so viel an der Einfalt der EU verdient haben, gegen ihre ureigensten Interessen handeln? Wahrscheinlich nicht. Was wird ein bereits verärgerter Brite tun können, wenn das House of Lords die Abstimmung über die Bestätigung zwei volle Legislaturperioden hinauszögert?

Als nächstes haben unbekannte Mächte die kurzlebige Idee eines neuen Referendums aufgebracht, um das Ergebnis des ersten zu bestreiten. Während dies zunächst als arglistige, von Dritte-Welt-Ländern angeregte Bemühung aufgedeckt wurde, hat die Bemühung um eine Neuwahl danach Feuer gefangen und unterstreicht die Verzweiflung von Brüssel beim Teilen und Herrschen durch die Verschärfung der Nähe der beiden Meinungen bei früheren Wahlergebnissen. Jedoch würde kein vernünftiger Politiker – nicht einmal David Cameron –hierüber noch einmal stürzen, und weil das nicht funktioniert, betrachten Sie wie die neuen täglichen Ergebnisse dazu benutzt werden, das tatsächliche Wahlergebnis zu negieren und zu minimieren.
Auf dem ersten Treffen der EU-Kommission seit der Brexit hat die EU-Führung erneut über einen schnellstmöglichen Austritt des Vereinigten Königreichs geschwätzt. In Wahrheit straft das ihre Agenda im Hintergrund und ihren eigenen EU-Charakter Lügen. Das beinhaltet das nächste große Problem für die Brexit-Unterstützer: Artikel 50.

Herr Juncker ignoriert sein eigenes handwerkliches Können, wenn er das VK auf seinen persönlichen Wunsch aus der Tür geleitet. Artikel 50 (hier der reine Gesetzestext auf deutsch / Anm. d. Übers.) wurde für den Fall oder die Möglichkeit des Austritts eines Mitgliedsstaat eingeführt. Er ist sehr unklar definiert. Artikel 50 erlaubt nach einer zweijährigen Übergangsfrist sein Inkrafttreten und überläßt es dem Mitgliedstaat, dem Vereinigten Königreich, durch formelle Anmeldung selbst über den Beginn des Inkrafttretens von Artikel 50 zu entscheiden. Trotz der Brexit-Entscheidung, ist Großbritannien zu keiner Zeit verpflichtet das zu tun.
Die Presse hat unkorrekt erklärt, daß Artikel 50 einem Mitgliedstaat erlaubt den Austritt eines Landes selbst zu bestimmen. Das stimmt nicht, jedoch ist die Wahrheit am Ende weit schlimmer. Sobald der Artikel 50 mit der formellen Anmeldung durch das Vereinigte Königreich anfängt in Kraft zu treten, beginnt damit ein bisher nie erprobter Prozess von Verhandlungen hinsichtlich der Bedingungen, unter denen das VK austreten wird. Mit Tausenden Seiten von im VK und der EU existierenden Gesetzen, die ebenso beachtet und nachträglich geändert werden müssen wie Handelsabkommen und weltweite außenpolitische Verpflichtungen, erlaubt Artikel 50 einen Austritt innerhalb von nur zwei Jahren vom Beginn seiner Anwendung. An den Verhandlungen entlang dieses Weges werden alle anderen 28 Mitgliedsstaaten teilnehmen und nach Kompromissen suchen. Für ein Land mit dem zweitgrößtem Bankzentrum der Welt wird das sicherlich zu einer beängstigenden Aufgabe. Auch wird das Bestreben des Vereinten Konigreichs, die Bedingungen seines Austritts gegen den gemeinsamen Willen seiner Gegner abzuschließen, durch das Entstehen täglicher öffentlicher Konfrontationen außerordentlich kontrovers. Schließlich sind es die Mitgliedsstaaten, die während des Verhandlungsprozesses ein de facto und zeitaufwendiges Vetorecht haben. Bis diese Länder die Begriffe, Konditionen und Änderungen genehmigt haben, wird das Vereinigte Königreich, trotz seines Brexit, nirgendwo hingehen.

Besonders Irland und das heuchlerische Schottland fuchtelten mit ihrem Anspruch auf ein unilaterales Veto als Waffe gegen den Brexit herum. Auch wenn das nicht stimmt, haben ihr Einfluß bei den Austrittsverhandlungen, wie der der anderen Mitgliedstaaten auch, den exakt selben Effekt.

Diese Opposition ist in bloß sechs Tagen, wovon nur vier Arbeitstage waren, entstanden. Börsen und Bankaktien fielen innerhalb eines Tages auf historische Tiefststände. Das Britische Pfund springt auf Tiefs von vor 30 Jahren. Um weitere Gründe für ein Ende von Brexit zu konstruieren, haben wirtschaftliche Kräfte, genauso wie in Griechenland, bereits ökonomische Mittel zur Anwendung gebracht um Großbritannien zu bestrafen. An diesem Punkt muß die lange Liste zugegebener Marktmanipulationen erneut ins Bewußtsein gerückt werden. Obwohl die EU eine ökonomische Waffe in Form von Krediten benutzte, die dann in erster Linie für die verpflichtende Rückzahlung von ehemaligen IWF-Krediten verwendet wurde – mit denen Tsipras trickste – zwang das Griechenland schnell auf die Knie. Nun scheint es als ob die EU sich auf die Entwertung des Britischen Pfundes konzentriert, was, wenn erfolgreich, in einem bereits jetzt verarmten Großbritannien für weiteres Leid durch Inflation und steigende essentielle Lebenshaltungskosten sorgen wird. Das wird soziale Unzufriedenheit und Aufstände hiergegen auslösen, was von den Medien-Huren sicherlich dem Brexit zugeschoben werden wird. Dies hat in Griechenland schnell und perfekt funktioniert. Wenn dieses Beispiel nicht ausreicht, betrachten Sie: Daniel Ortega / Nicaragua.
Merkwürdigerweise sorgt sich das VK nach dem Brexit nun über Exporte. Über nationale Exporte, die bereits von den, durch die EU– zu Gunsten ihres amerikanischen Herren – angeordneten, Sanktionen  für Exporte an den größten Importeur europäischer Waren stark eingeschränkt worden sind: Rußland. Fachleute nennen hier bsp. Ölexporte, wobei man sich fragen kann: Wenn ISIS sein gestohlenes Erdöl, unter den wachsamen Augen der EU und der NATO, über die Türkei verkauft, warum nicht auch Großbritannien und Schottland? Irgend jemand kauft es.

Der endgültige Beweis dafür, daß der Brexit den Weg des Dodo gehen wird, wurde überzeugend am gestrigen Donnerstag, dem vierten Arbeitstag erbracht. Boris Johnson ist zurückgetreten. Tatsächlich! Sein Interesse am Amt des neuen Premierminister der Tories ist plötzlich und dramatisch geschwunden. Das ist, wie die Ergebnisse des Brexit, eine Überraschung.

Johnsons Bekanntmachung ist nichts weiter als politische Schadensbegrenzung... im Voraus! Johnson hat während seines langjährigen politischen Erbes, der Effekthascherei bei für ihn vorteilhaften Themen, bewiesen ein hochrangiger politischer Opportunist zu sein. Einige erinnern daran, daß Mr. Johnson, als Führer der Konservativen Partei, bis vor Kurzem überhaupt nicht für den Brexit war. Dann wandelte er seine Gesinnung in den letzten Monaten. Er ist mit umfangreicher Medienberichterstattung belohnt worden. Sein Trump-ähnliches Konterfei zierte in den Tagen davor die Titelseiten vieler nationalistischer Postillen. Aus Camerons Schicksal kannte jeder von denen, die in den Tower gesandt werden, der eine von allen, und besonders Johnson seinen nächsten Schritt: No.10.

Sechs Tage später stakte er also davon?!

Johnson ist kein Narr. Seine politische Abgefeimtheit brachte ihm unter Benutzung des Brexit den Status des Spitzenkandidaten. Er plant ihn zu behalten. Er weiß, daß jener, wer auch immer Cameron ersetzt, das für und wider des Brexit erben wird. Darüber hinaus weiß Johnson sehr genau, welch langwieriges Chaos ihn erwartet. Bei der Unbeständigkeit des parlamentarischen Geschehens in Großbritannien, die historisch nachweisbar zu oft sehr verkürzten Mietverträgen in Downing Street geführt hat, wird Johnson doch nicht ein Jahrzehnt engagierten Opportunismus für ein garantiertes Versagen wegwerfen. Die britische Wirtschaft mag sich von der Asche des Brexit erholen. Der nächste Premierminister kann das nicht.

Die Welt braucht Veränderung, und mehr als jemals zuvor braucht sie Hoffnung.  Dabei zuzusehen, wie diese Träume vom tiefsitzenden Geiz so weniger Menschen vernichtet werden, macht unglücklich. Der Brexit hat, unabhängig von den vielschichtigen Argumenten für oder gegen einen Austritt, beides geboten. Wenn die Verwirklichung des Brexit scheitert, wird das in einigen Jahren als weitere Warnung vor der Macht jener Organisationen dienen, die ihren Willen über den von Nationen und die Menschenrechte stellen.

Als der Staub aus der Idiotie des griechischen Alexis Tsipras und seinem närrischen Umgang mit Macht sich gelegt hatte, vor kaum einem Jahr, ging nur ein Fitzelchen Gutes aus ihm hervor; eine ausdrückliche Warnung. Eine Erkenntnis, daß wir, die sich noch immer den Wandel und die Hoffnung auf einen besseren Neubeginn wünschen, ein sehr moribundes Endspiel spielen – und wir sollten besser die Regeln lernen! Hier, wird der Brexit miserabel scheitern. Und hierin liegt, trotzdem, die Lektion.

Wenn sich das nächste Mal eine Nation entscheidet sich an den Pokertisch mit den hohen Einsätzen zu begeben, an dem um den Untergang ihrer ihrer eigenen Souveränität gespielt wird; erinnern Sie sich dieses Mal an Griechenland. Erinnern Sie sich daran, was einst der Optimismus des Brexit war.

Spielen sie dieses Mal... um zu gewinnen!

-ENDE-

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Brett Redmayne-Titley betrat die Bühne des Journalismus, um eine qualitativ bessere Berichterstattung über aktuelle Geschehnisse von geopolitischer, ökologischer und moralischer Bedeutung anzubieten. Als lebenslanger Aktivist, politischer Kommentator und Weltbürger, hat er mehr als einhundert tiefgehende Artikel, von denen viele international wiederveröffentlicht und übersetzt worden sind, veröffentlicht. Er kann unter live-on-scene [at] gmx.com erreicht werden.


Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/07/01/a-brexit-lesson-in-greek-votes-and-hopes-trashed-on-parliamentary-floors/



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