Sonntag, 16. Oktober 2016

Präsident Obama droht Präsident Putin mit Atomkrieg

Von Eric Zuesse
Übersetzt von wunderhaft


"Es wird zu einem Zeitpunkt unserer Wahl geschehen", sagte VS-Vizepräsident Joe Biden in der Sendung "Meet the Press" des NBC, die am Sonntag, dem 16. Oktober ausgestrahlt wird.


4. Oktober 2016, Washington´s Blog
Der Interviewer Chuck Todd hatte ihn gefragt: "Warum würde er (Obama) eine Nachricht an Putin senden?" Biden preßte die Lippen aufeinander und sagte mit düsterem Blick: "Wir haben ihm die Nachricht gesendet." Sicherlich war das nicht die Antwort auf Todds Frage nach dem "Warum". Für einen angespannten Moment schwiegen Biden und Todd. Dann fuhr Biden fort: " Wir sind befugt es zu tun und, äh" und Todd unterbrach ihn dort wieder mit: "Er wird es wissen?" Biden antwortete: "Er wird es wissen, und es wird zu einem Zeitpunkt unserer Wahl geschehen, was unter Umständen die größte Wirkung erzielt. Äh, die Befugnis zu haben die Wahl grundsätzlich zu verändern, ist nicht was die Bevölkerung denkt, und, äh, ich sag´ ihnen was: Wir werden das, was wir tun [mit ´tun´ ist wahrscheinlich eine grundsätzliche Wahlmanipulation gemeint],  dem angemessen tun. Und, äh,", Todd unterbrach seinen Gesprächspartner erneut und sagte: "Es wird also eine Botschaft überbracht werden. Wird die Öffentlichkeit davon Kenntnis haben?" Biden antwortete: "Hoffentlich nicht."

Gewiß kann dieses "hoffentlich nicht" alles mögliche bedeuten. Es könnte bedeuten: Einen atomaren Blitzschlag gemäß des Glaubens unserer Regierung, daß wir uns derzeit der Nuklearen Vorherrschaft erfreuen (einer Idee, die erstmals im Jahr 2006 vom Counceil on Foreign Relationship veröffentlicht wurde, und die in diesem Jahrzehnt von der VS-Regierung niemals aufgegeben worden ist). Das wäre eine deutliche öffentliche Resonanz, die Biden "hoffentlich nicht" für ´notwendig´ halten würde. Mit anderen Worten: Biden kann dort gemeint haben: "Ich hoffe, daß es das nicht sein wird." Aber natürlich will Biden nicht, daß die Öffentlichkeit etwas anderes versteht, als daß Präsident Obama Präsident Putin mit etwas "angemessenem" gedroht hat – für den Fall, daß Putin etwas getan hat, von dem Obama meint es habe den Verlust der Wahl von Hillary Clinton an Donald Trump verursacht, .

Hinter dem, was Biden hier sagt, steht die Überzeugung, daß Putin Mittel zur Verfügung stehen, welche das Wahlergebnis "fundamental" verändern könnten. Das ist freilich eine Bedrohung wegen der Putin von etwas abgehalten werden muß, das er bisher nicht getan hat. Obama erklärt Putin, daß der Wahlgewinner entweder die Person sein wird, die er als sein Nachfolger sehen möchte, oder – ja, oder was eigentlich?

Mit anderen Worten sagt Biden, daß, wenn Trump die Wahl gewinnt, es zu einer plötzlichen, unangekündigten Reaktion der VS-Regierung gegen Putin kommen wird, und daß die VS-Regierung die Öffentlichkeit erst danach darüber informieren wird.

Sicherlich setzt das voraus, daß die Amerikaner noch am Leben sein werden, selbst wenn die Russen es nicht mehr sind, und daß, wenn sich die "angemessene" Reaktion als nuklearer Blitzschlag gegen Rußland erweisen sollte, sich jeder, der dann noch am Leben ist, wundern wird, was daran "angemessen" war.

Die Vereinigten Staaten bekämpfen tatsächlich nicht das, was Trump den "extremistischen islamischen Terrorismus" nennt – zumindest nicht in Syrien. Stattdessen bewaffnen wir Al-Qaida in Syrien, um Putins Verbündeten, Bashar al-Assad, zu stürzen. Das ganze Gerede gegen "ISIL" (die saudische Abkürzung für "ISIS") dient nur der Ablenkung von den Zehntausenden jihadistischen Kämpfern anderer jihadistischer Gruppen, die ebenfalls als "Bodentruppen" der Regierungen der Vereinigten Staaten und Saudi-Arabiens zum Sturz Assads dienen. Die jetzige Führung all jener Jihadgruppen (außer ISIS selbst) ist, tatsächlich, Al-Qaida in Syrien, die sich "al-Nusra" nennt. Nusra hat die Führung über alle jihadistischen Parteien, die nach Syrien geschickt worden sind. Nusra ist die einzige Jihadistengruppe, die über lange Erfahrung und Ausbildung im Jihad und militärischen Angelegenheiten verfügt, die zum Sturz Assads benötigt wird. Al Qaida ist derzeit Amerikas essentieller Verbündter, der tut, was die VS-Regierung am allermeisten will; Assad zu stürzen und auszuwechseln. Den VS ist es mit dieser Absicht todernst, wie sich hier an einem früheren Interview der NBC mit Biden sehen läßt, aus dem die obigen Zitate stammen. Wer sich Bidens Gesicht anschaut, kann sehen, daß es ihm todernst ist. Es geht hier nicht um sexuelle Nötigung – weder um Donald Trumps noch um die von Bill Clinton – es geht um das Überleben der Zivilisation, oder andernfalls um Nuklearkrieg.

In den Vereinigten Staaten gab es viele Berichte in der VS-Presse, die sagten, daß Obama seit dem 6. Oktober über eine umfangreiche Bombardierung zum Sturz Assads nachdenkt. Das jedoch würde Krieg mit Rußland bedeuten, das Nusra und alle anderen Jihadistengruppen in Syrien aktiv bombardiert hat.

Hillary Clinton drängt auf eine "Flugverbotszone" in Syrien, damit wir Assad dasselbe antun können, was wir einem anderen Verbündeten Moskaus, Muammar Gaddafi, angetan haben. Allerdings stand Putin, als wir Gaddafi das angetan haben, am Rand und hat Gaddafi keine militärische Unterstützung geleistet, was es Gaddafi ermöglicht hätte die fundamentalistischen Muslime, die versucht haben ihn zu stürzen, auszuradieren. Diesmal ist Rußland aktiv beteiligt um dem vorzubeugen, was in Libyen geschehen ist. Eine Flugverbotszone in Syrien würde daher einen Krieg der VS gegen Rußland bedeuten.

Das sind angespannte Zeiten. Jede Eskalation, die die VS gegen Rußland ergreifen können, kann von Rußland mit einer Eskalation gegen die Vereinigten Staaten beantwortet werden.

Konsequenterweise kann jede Eskalation, mit der Obama Putin derzeit droht, eine Eskalation auf der anderen Seite auslösen. Wo wird das enden, oder könnte es überhaupt beendet werden?

Welche Eskalation Obama auch immer für angemessen hält, könnte sie das Ende der uns bekannten Welt bedeuten – und nicht zum Besseren. Hillary Clinton hat Putin mit Krieg gedroht, nun macht es Barack Obama ihr gleich.

Welchen Auftrag Biden hier auch immer tatsächlich von Obama hatte, ist eines klar: Der Präsident ist entschlossen Hillary Clinton zu seiner Nachfolgerin zu machen, und Obama wird jeden, der ihm in den Weg kommt und hierbei nicht seiner Meinung ist, aufs Korn nehmen. Und Obama will die amerikanische Öffentlichkeit wissen lassen, wie er hiermit umzugehen gedenkt.

Dieses Biden-Interview stellt insofern eine gegen die amerikanischen Wähler gerichtete Drohung da, die jedem von uns sagt: Wenn Ihr nicht Hillary wählt, dann! Er sagt nicht, was "dann" geschehen wird – und möglicherweise hat er keine genaue Vorstellung davon wie weit der Bogen sich spannen läßt und was dann geschieht. Letztlich könnte sich, was immer er sich überlegt, nicht als der letzte Schritt dieses Kreislaufs der Eskalation herausstellen – es sei denn, es kommt zu einem direkten Blitzangriff gegen Rußland.

Daher nötigt er erst uns, bevor er Putin nötigt. Er sagt uns: Wenn wir gegen Hillary Clinton wählen – sollte sie also diese Wahl verlieren – dann hat Präsident Obama etwas vor, daß uns nicht gefallen würde – und er würde damit nicht bis zur nächsten Amtseinführung am 20. Januar 2017 warten, was immer ´es´ auch sein mag. Obama droht hier nicht nur Wladimir Putin, sondern dem amerikanischen Volk. Selbst wenn Obama tatsächlich glaubt im Alleinbesitz aller Macht zu sein, besitzt er sie nicht, außer wenn er die Macht hat, die amerikanischen Wähler zu zwingen Hillary zu wählen, selbst wenn wir das andernfalls nicht täten.

******* 

Der investigative Historiker, Eric Zuesse, ist Autor des jüngst erschienenen Buches, They’re Not Even Close: The Democratic vs. Republican Economic Records, 1910-2010 und von CHRIST’S VENTRILOQUISTS: The Event that Created Christianity


Quelle: http://www.washingtonsblog.com/2016/10/president-obama-threatens-president-putin-nuclear-war.html




Wenn Sie die Übersetzungen und Beiträge auf diesem Blog schätzen, lassen Sie es mich wissen, empfehlen Sie sie bitte weiter und nutzen Sie die E-Mail Benachrichtigung über neue Beiträge.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Konstruktive Kommentare und Kritik zu den jeweiligen Beiträgen sind erwünscht, solange sie die geltenden rechtlichen Bestimmungen und die Regeln des friedlichen Miteinander wahren.