Montag, 5. Dezember 2016

Generalverdacht – warum eigentlich nicht?

Von Archi W. Bechlenberg


Ich bin ein älterer, manchmal etwas strubbeliger Mann. Mal angenommen, ich wüsste mit meiner freien Zeit nichts Besseres anzufangen, als spazieren zu gehen. Und ich würde mich zwecks einer kleinen Ruhepause in einem Park auf eine Bank setzen, vielleicht zufällig dort, wo ein Sandkasten und ein Klettergerüst und eine Rutsche stehen. Ich würde den Kindern beim Spielen zusehen und vielleicht einmal einen Ball, der bis zu mir rollte, zurückwerfen und dabei irgend etwas Nettes zu den Spielenden sagen. Wie lange würde es wohl dauern, bis die ersten Erziehungsberechtigten mich misstrauisch beäugen und ihren Kindern etwas zuflüstern und dann etwas früher gehen, als eigentlich geplant? Und angenommen, ich käme immer mal wieder dorthin, um meinen Kniescheiben eine kleine Erholung gönnen - wie lange würde es wohl dauern, bis die Polizei auftaucht und mich freundlich, aber bestimmt nach meinen Papieren fragt und wissen möchte, was ich denn immer in der Nähe von Kindern mache und ob ich mich nicht woanders hinsetzen könne; es gebe Beschwerden über meine Anwesenheit.

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