Samstag, 11. März 2017

Wer besaß die Unverfrohrenheit unsere Werte bezüglich der Meinungsfreiheit zu verändern?

Von Stuart Littlewood
Übersetzt von wunderhaft


Verzweifelte Methoden zur Beendigung der Diskussion über die Mega-Verbrechen des israelischen Regimes erreichen neue Gipfel der Absurdität




10. März 2017, Veterans Today
Eine von den üblichen zionistischen Verdächtigen, ihren Kollegen aus der Israel-Lobby und deren Lakaien auf den Korridoren der Macht gesteuerte, fingierte Antisemitismus-Kampagne überzieht weiterhin Universitäten des Vereinigten Königreichs... und unsere politischen Parteien, besonders die chaotische und ruderlose Labour Partei.

Die University of Central Lancashire hat eine Veranstaltung mit dem Titel "Die Aufdeckung der Irrtümer über Palästina und die Bedeutung von "Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen" (BDS) abgesagt, die für den vergangenen Monat geplant und von den Friends of Palestine Society der Universität organisiert worden ist. Die Universität sagte, daß sie gegen die neue Definition des Tatbestands von Antisemitismus der Holocaust Remembrance Alliance verstoße und daher gesetzwidrig sei. Eine Berufung wurde zurückgewiesen. Die Veranstaltung fand kurzerhand, außerhalb der Universität, in den Räumlichkeiten einer örtlichen Freiwilligenorganisation statt.

Die Exter Universität verbat Studenten die wiederholte Aufführung eines so bezeichneten Schein-Grenzübergangs, wo sich einige von ihnen als israelische Besatzungssoldaten verkleideten, während andere die Rolle der Palästinenser übernahmen, die versuchten ihrem täglichen Leben nachzugehen. Die Veranstaltung wurde von der Studentenvertretung genehmigt, aber aus "Schutz- und Sicherheitsgründen" weniger als 48 Stunden vor ihrer geplanten Aufführung verboten.

In Leeds wurde der ehemalige britische Botschafter, Craig Murray, von Vertretern der Universitätsgesellschaft nur 24 Std. vor seinem geplanten Vortrag, "Palästina/Israel: Ein einheitlicher säkularer Staat oder eine Bantustan-ähnliche Lösung" gefragt, worüber er in seinem Vortrag sprechen werde. Craig gab ihnen widerwillig einen Überblick, um den Vortrag halten zu können. Er schreibt auf seinem Blog: "Mir wurde von der Universitätsgesellschaft gesagt, daß mir nicht erlaubt werden würde zu reden, sofern ich nicht im Voraus darlege, worüber ich sprechen werde."

Ich bin wahrhaft schockiert über das große Ausmaß der Einschränkung der Meinungsfreiheit, die überall verhängt werden soll, noch dazu in einer Universität, wo der intellektuelle Diskurs ein wesentlicher Teil der Lernerfahrung sein sollte. Ich betrachte das heutige Vereinigte Königreich nicht als dieselbe Gesellschaft in der ich aufgewachsen bin. Die allgemeine Übereinstimmung, daß die Werte einer freiheitlichen Demokratie der Grundstein der Gesellschaft sind scheint sich in Luft aufgelöst zu haben."

Auch wurde der studentischen palästinensischen Solidaritätsgruppe in Leeds die Erlaubnis zur Durchführung einer anschaulichen Demonstration außerhalb des Gebäudes der Studentenvereinigung oder der Aufbau eines Standes innerhalb des Gebäudes verboten.

In Liverpool wurde Professor Michael Lavalette einen Tag vor einem geplanten Vortrag aufgefordert die "Risikobeurteilung" der Universität für die Veranstaltung zu unterzeichnen. Dies beinhaltete die Lektüre der kontroversen Definition des Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance und seiner Zustimmung. Er mailte seine Antwort, in der er sorgsam vermied die fragwürdige Definition zu erwähnen und das Treffen fand statt.

Die University of Manchester erlaubte eine Serie von Vorträgen, welche die Fortsetzung der Israeli Apartheid Week (IAW) betonten, jedoch nur nach verschiedenen Treffen und unter Auflafe strikter Bedingungen, die die Organisatoren als "unerhört... andere Gesellschaften und Gruppen sehen sich nicht mit diesen Problemen konfrontiert" bezeichneten. Verantwortliche der Universität haben der akademischen Entscheidung der Studenten über die Moderation einer IAW-Veranstaltung über BDS (Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen) jedoch aus Sorge um deren "Neutralität" jedoch widersprochen, und andere Redner mußten die von der britischen Regierung gebilligten Definition von Antisemitismus anerkennen.

Währenddessen ist laut einigen Berichten eine Konferenz mit dem Titel "Internationales Recht und der Staat Israel: Rechtmäßigkeit, Verantwortlichkeit und Einzigartigkeit", die Ende dieses Monats am University College Cork stattfinden sollte, auf Druck zionistischer Gruppen abgesagt worden. Gemeinsam mit Irish4Israel erklärte Stand WithUs Israel, daß die Universität davon überzeugt worden sei zusätzliche Sicherheitsvereinbarungen und andere Einschränkungen einzugehen, "die zu einer de facto-Absage dieser abscheulichen Veranstaltung geführt haben". Das sind Taktiken der Verzweiflung. Nach einer Anfrage sagten mir die Veranstalter, daß die Veranstaltung ganz sicher stattfinden werde. Die Iren lassen sich anscheinend nicht so leicht herum schubsen, wie die Engländer. Wenn Sie sich erinnern war die Konferenz vor zwei Jahren mit einer ähnlichen Kampagne gegen die Meinungsfreiheit von der Southampton University verjagt worden. Der offizielle Grund waren, wie üblich, Sicherheitsbedenken.

Nun kommt der Skandal der 26-jährigen Exter-Studentin, die wegen ihrer geschätzten Arbeit gegen Rassismus von der zionistischen Inquisition für ihren Einsatz für die Palästinenser angeschwärzt worden ist.

Sie wird beschuldigt vor zwei Jahren getweeted zu haben: "Wenn Terror-Maßnahmen mein Land beschützen und verteidigen, bin ich stolz darauf Terroristin genannt zu werden." Na und? Wie jedermann weiß sind die Palästinenser nach internationalem Recht völlig berechtigt sich zu bewaffnen und gegen einen brutalen, illegalen Besatzer Widerstand zu leisten. Malaka Mohamed sagt selbst: "Es mag wie eine radikale Erklärung klingen, die ernsthafte Besorgnis sowohl bei der University of Exter als auch bei ihren Studenten hervorrufen könnte. Jedoch ist das meine aufrichtige Überzeugung, und ich will versuchen zu erklären, daß diese Art von Aussagen von Palästinensern im Allgemeinen und von mir in diesem Fall die gebräuchlichste Antwort auf die Bemühungen von israelischen Beratergruppen und der israelischen Regierung zur Dämonisierung und Entmenschlichung von Palästinensern sind. Dies wird mit der emotionalen Hundepfeife israelischer Berichte von ‘Terroristen‘ und ‘Terrorismus‘ erreicht, wann immer sie sich auf die arabische Bevölkerung beziehen. Palästinenser, die Steine als Antwort auf die Invasion ihrer Dörfer durch israelische Soldaten werfen, werden als gewalttätige Gauner, Aufständische und Terroristen bezeichnet. Palästinenser, die gewaltfrei  gegen die Besatzung protestieren, werden als gewalttätige Individuen beschrieben, die Juden terrorisieren. Praktisch jeder Palästinenser, der gegen die israelische Besatzung und ihre Fülle an Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und ernsthafte Verletzungen des internationalen humanitären Rechts und und der Menschenrechte Widerstand leistet, wird auf diese Weise stigmatisiert."

Nachdem ich das gelesen hatte, habe ich ein paar Zeilen an den stellvertretenden Kanzler geschrieben:

Sir Steve Smith, Vize-Kanzler der University of Exeter

Sehr geehrter Sir Steve,

ich schreibe ihnen als Absolvent der Exter University mit guten Erinnerungen an diesen Ort, und weil ich schockiert darüber bin zu sehen, wie ihr guter Ruf durch haarsträubende Anschuldigungen gegen die palästinensische Doktorandin Malaka Mohamed (aka Shwaikh) wegen Antisemitismus und Terrorunterstützung besudelt wird.

Als erfahrener Experte für internationale Beziehungen werden Sie die Quelle bezüglich Israels jahrzehntelanger illegalen Besatzung des palästinensischen Heimatlands und ihre brutale Unterdrückung und gnadenlose Enteignung des palästinensischen Volkes kennen. Sie werden, wie ich denke, auch verstehen wer die wahren Teroristen und Antisemiten sind.

Auf das wir niemals vergessen, daß die Vereinigten Staaten Terrorismuns als

(I) einen Gewaltakt oder eine gefährliche Handlung an menschlichem Leben, Eigentum oder Infrastruktur definieren

(II) der anscheinend vorsätzlich begangen wird

– um eine Zivilbevölkerung zu verängstigen oder zu nötigen oder

–die Politik einer Regierung durch Einschüchterung oder Nötigung zu beeinflussen oder

– Regierungshandeln durch Massenzerstörung, Hinrichtungen, Entführungen oder Geiselnahmen zu beeinträchtigen.

Und die VS haben diese Definition verwendet, um Einzelpersonen, Gruppen und Länder, die ihnen nicht gefallen. zu terrorisieren und zu degradieren.

Ironischerweise ist es eine Definition, die der Regierung der VS selbst – und dem räuberischen israelischen Regime – paßt wie ein Handschuh.

Ich hoffe aufrichtig, daß Sie inmitten der derzeitigen beunruhigenden Ermittlungen Schritte unternehmen, die sicherstellen, daß die Schikanierung der tapferen Ms Mohamed Shwaikh durch leidige zionistische Inquisitoren beendet wird und ihr erlaubt wird ihr Studium fortzusetzen und von nun an Meinungsfreiheit auf dem wunderschönen Campus von Exter herrscht.

Sir Steve soll, laut diesem Bericht, £ 400.000 Pfund Sterling verdienen. Vielleicht müssen er und manch andere Universitätsbosse aus ihrer mollig schönen Komfort-Zone wachgerüttelt werden.

Hier bin ich mit Craig Murray einer Meinung. Ich betrachte unsere Gesellschaft auch nicht als dieselbe, in der ich aufgewachsen bin. Wer besaß die Unverfrohrenheit unsere Werte bezüglich der Meinungsfreiheit zu verändern?

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Stuart Littlewood arbeitete auf Kampfjets der RAF und hat seine Karriere dann im industriellen Marketing fortgesetzt.

Später arbeitete er als Freiberufler mit innovativen Beratungsunternehmen. Er absolvierte ein Psychologiestudium an der Exeter University und war Mitglied des Chartered Institute of Marketing. Von 1992-2007 diente er als parteiunabhängiges Mitglied des Bezirksparlaments von Cambridgeshire und bei der Ordnungsbehörde. Er ist Mitglied der königlich photographischen Gesellschaft. Seit seiner Pensionierung arbeitete er als Zeitungskolumnist und produzierte zweier photographischer Dokumentarbücher. Er ist regelmäßiger Autor mehrerer Nachrichtenmagazine im Internet.

Stuarts Buch Radio Free Palestine, mit einem Vorwort von Jeff Halper, beschreibt die Not der Palästinenser unter der brutalen Besatzung und ist nun auch im Internet zu lesen.


Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/03/10/who-had-the-impudence-to-change-our-values-regarding-free-speech/


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