Mittwoch, 5. April 2017

Aktualisiert: Berichte über den "Giftgasangriff" in Idlib sind derselbe Müll wie schon zuvor

Von Ian Greenhalgh
Übersetzt von wunderhaft


Ein syrisches Kind bei der Behandlung nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in Khan Sheikum, einer von Rebellen gehaltenen Stadt in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib am 4. April 2017

4. April, Veterans Today

[Aktualisiert: Diese Geschichte, mit gegensätzlichen Berichten aus Syrien und Rußland sowie einer "offiziellen" Version, bei deren Darstellung durch die westlichen Medien es sich um eine komplette Fälschung handelt, ist höchst bruchstückhaft und irritierend. Noch kennen wir nicht alle Teile diese Puzzles, jedoch verfügen wir über gute Quellen innerhalb Syriens und anderswo, weshalb wir so viele Stücke einfügen werden, wie wir können.

Ursprünglich stammt das Märchen von dem Giftgasangriff von den Weißhelmen, einer Tarn-Organisation, die vorgibt Menschen zu helfen, jedoch in Wahrheit ein Teil der Clique aus Söldnern und ausländischen Soldaten ist, die behaupten syrische Rebellen oder islamische Djhadisten zu sein. Sie waren häufig die Quelle gefälschter Berichte gegen Assad, die diesen Konflikt gekennzeichnet haben. Sie wurden beim Filmen ihrer gefälschten Videos an Orten wie Ägypten und Marokko erwischt, wobei sie Schauspieler, Nebelmaschinen und Filmblut eingesetzt haben. Daher haben wir keinen Grund daran zu zweifeln, daß sich auch diese Geschichte hiervon nicht unterscheidet und eine komplette Fälschung ist.

Das ist der Grund dafür, warum die Weißhelme einen Oscar erhalten haben – um ihnen den falschen Anschein von Seriosität bei der Vorbereitung ruchloser Desinformations-Operationen wie diesem Gasangriff-Unsinn zu geben.

Diese düstere Märchen von den Weißhelmen wurde in den westlichen Medien über die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) verbreitet – sie benutzen die Täuschung einer Strumpfpuppe um den Falschnachrichten einer anderen Strumpfpuppen-Desoinformations-Organisation falsche Glaubwürdigkeit zu geben. Wir haben schon vorher ähnliche Operationen beobachtet, besonders bei der israelischen Desinformations-Operation Wikileaks, die häufig Material veröffentlicht hat, daß von anderen fingierten Agenturen hergestellt wurde, Diese Form vielschichtiger Deckungs- und Täuschungsoperation ist fingiert worden, und durch vielschichtig manipulierte Sockenpuppen-Operationen aufgebauschte Falschnachrichten werden bei der Berichterstattung der westlichen Mainstream-Medien über den Syrien-Konflikt zum Standard. Der investigative Journalismus ist tot und wurde durch erfundene Falschnachrichten ersetzt, deren Wahrheitsgehalt vor ihrer Veröffentlichung niemand überprüft.
 

Wir verfügen über glaubwürdige Informationen, daß ein Konvoi mit der jüngsten Generation von Panzerabwehrlenkwaffen und Ausrüstung zum Schutz vor Giftgasangriffen noch in der Türkei bei der Überquerung der Grenze mach Syrien in die Provinz Idlib beobachtet worden ist, wo er sich mit einem anderen Konvoi verband der Sarin-Gas transportiert haben könnte.

Eine weitere Schwierigkeit, bei der Aufgabe der Entschlüsselung der tatsächlichen Ereignisse, sind die gegensätzlichen Berichte, die wir aus Syrien und Rußland erhalten. Die syrische Regierung sagt, daß die Anlage, die das Gas produziert hat, von selbst explodiert ist, während die Russen behaupten, daß sie durch einen syrischen Luftangriff explodiert ist. Die Russen sagen, es habe sich um Chlorgas gehandelt, die Weißhelme behaupten es sei Sarin gewesen.

Aus der Explosion einer Lieferung chemischer Waffen von saudischen Söldnern, die noch vor dem Abladen explodierte und zu der Zeit, als sich die SOHR damit beschäftigt hat, zum Angriff auf die syrische Armee in Hama verwendet worden ist, wurde ein syrischer Luftangriff mit Sarin auf Waisenhäuser und die in Ägypten aufgenommenen Videos mit Nebelmaschinen wurden wieder verzögert nachgeliefert.

Vielleicht können sie mit ihren Freunden aus Hollywood, den Clooneys, die Qualität ihrer Spezialeffekte verbessern und vervollständigen

Maybe with the assistance of their Hollywood friends the Clooneys, they can improve the quality of their special effects and make-up in future. Ian]




[Anm. des Herausgebers: Das Gefühl eines Déjà-vus ist erdrückend, denn diese Geschichte ist die komplette Wiederholung des Märchens von´Assads Giftgaseinsatz gegen Zivilisten in Ghouta´ im Jahr 2013.

VT hat diese Geschichte ausführlich aufgedeckt, und wir haben die Rolle Israels, der Türkei, Katars, Saudi-Arabiens, der Ukraine, des CIAs und der russischen Mafia enthüllt, die bei der Lieferung von Giftgas an die syrischen Rebellen, die unschuldige syrische Zivilisten mißbrauchen, alle unter einer Decke stecken.

Der Anstoß, die Geschichte Assad anzuhängen, kam von der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, einem von Rami Abdul Rehman betriebenen Ein-Mann-Desinformations-Dienst in einem Vorort der englischen Stadt Coventry. Genau wie im Jahr 2013 steckt der dickliche kleine Lügner, Rehman, und seine SHRO hinter diesen Lügen, und wieder einmal wird das Mem, ´Assad ist schuld´, dafür benutzt, die wahren Schuldigen zu verschleiern – den ISIS und die Söldner der Freien Syrischen Armee (FSA).

Im Jahr 2014 stolperte Serena Shim über einen von Jared Cohen und den  Google Idea Groups betriebenen, geheimen Unterschlupf unweit eines Grenzübergangs nach Syrien zwischen dem türkischen Hatay und der syrischen syrischen Provinz Aleppo. In dem Unterschlupf befand sich der ukrainische Geheimdienst, der gerade eine Ladung Sarin-Gas-Granaten aus der Republik Georgien verscharrt hatte. Der Büroleiter von VT und ehemaliger Experte der US-Armee für Chemiewaffen, Jeffrey Silverman, hatte den Transport dieser Massenvernichtungswaffen von den Lugar Labs, einer Einrichtung der CIA nahe dem Flughafen des georgischen Tiblis, verfolgt. Silverman hatte diese Anlage, die als landwirtschaftliche Versuchsanstalt der Vereinigten Staaten gefördert wird und unter direkter Aufsicht der Einrichtung für biologische und chemische Kriegführung der VS in Fort Dietrich, Maryland, steht, in Zusammenarbeit mit dem TV-Netzwerk Russia24, VT und Russia Today aufgedeckt.



Nachdem Shim diese Geschichte an PressTV weitergeleitet hat, fragte der türkische Präsident Erdogan Vizepräsident Joseph Biden, ob Shim nicht wegen Spionage verhaftet werden könne – wir können, nach dem plump inszenierten ´Unfall´, der nur wenige Tage später zu ihrem Tod führte,  nur vermuten, was Biden geantwortet hat. Auch soll ein in Libyen stationierter unter dem Deckmantel eines Flüchtlingshelfers agierender CIA-Agent, der Shim behilflich gewesen ist, in ihren Tod verwickelt gewesen sein. Shims Tod war eine Warnung an andere Journalisten, nicht die Wahrheit über diese Kriegsverbrechen zu berichten.

 Die Chemiewaffen, die bei dem Kriegsverbrechen in Ghouta benutzt worden waren, sind mit LKWs durch die Türkei nach Gazintep transportiert und dann von dort aus von NGOs nach Alleppo gebracht worden, versteckt in Krankenwagen oder LKWs, die angeblich Hilfsgüter transportiert haben.

Das russische Außenministerium hat erklärt, daß das in Idlib freigesetzte Gas die Folge eines syrischen Luftangriffs auf eine Raketenfabrik der Terroristen gewesen ist. Sie mischen die Chemikalien vor Ort und füllen sie in alte Propangasbehälter, die sie dann mit ihren plumpen Mörsern in von Zivilisten bewohnte Gebiete feuern. Die Ausbildung hierfür erhielten sie von Israel.

Die Freie Syrische Armee ist auf den Gebrauch dieser Mörser spezialisiert, und sie ist ein Stellvertreter der Türkei, weshalb ich denke, daß wir davon ausgehen können, daß die Verantwortlichen für dieses Kriegsverbrechen dieselben Leute sind, die für den Gasangriff in Ghouta im Jahr 2013 verantwortlich waren. Ian]


Die Chef-Diplomatin der EU, Federica sagte am Dienstag, daß das Regime von Bashar al-Assad die "Hauptverantwortung" für einen mutmaßlichen Giftgasangriff trägt, der in der von Rebellen gehaltenen syrischen Stadt Idlib mindestens 58 Menschen getötet hat, einschließlich 11 Kindern im Alter von unter acht Jahren.

"Heute gibt es schreckliche Nachrichten", sagte Mogherini in einem Interview mit Medienunternehmen in Brüssel am Rand einer EU-UN-Konferenz, die sich mit der Nachkriegs-Situation in Syrien befasste.

Eine Quelle des syrischen Militärs wies den Gebrauch solcher Waffen strengstens zurück.

Der Angriff verursachte bei vielen Menschen Erstickungen oder Ohnmacht und einigen lief Schaum aus dem Mund, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, unter Berufung auf medizinische Quellen, welche das als Zeichen eines Giftgasangriffs beschrieben, berichtete.

Die Luftangriffe auf die Ortschaft Khan Sheikhoun im Süden des von Rebellen gehaltenen Idlib haben auch mehr als 60 Menschen verletzt, berichtete die Beobachtungsstelle, eine in Großbritannien gelegene Kriegsbeobachter-Organisation.

"Am Morgen des heutigen Tages um 06:30 Uhr haben Kampfflugzeuge Khan Sheikoun mit Gas Angegriffen, bei dem es sich um Sarin oder Chlorgas gehandelt haben soll", sagte Mounzer Khalil, der Leiter der Gesundheitsbehörde von Idlib und fügte hinzu, daß durch den Angriff mehr als 50 Menschen getötet 300 verletzt worden sind.

"Die meisten Krankenhäuser in der Stadt sind nun mit Verwundeten überfüllt", sagte er auf einer Pressekonferenz in Idlib.

Später haben Kampfflugzeuge eine medizinische Einrichtung angegriffen, in der Opfer des Angriffs behandelt worden sind, wie die Beobachtungsstelle sowie Mitarbeiter der Zivilverteidigung berichteten.

Die Zivilverteidigung, auch bekannt als die Weißhelme – ein Rettungsdienst, der in den oppositionellen Gebieten der Stadt operiert – sagte daß Kampfflugzeuge eines ihrer Zentren in dem Gebiet und eine nahe gelegene medizinische Einrichtung angegriffen haben,

Es stellt den tödlichsten Angriff mit Chemiewaffen in Syrien dar, seit Sarin-Gas im August 2013 Hunderte von Zivilisten in Ghouta, nahe Damaskus, getötet hat. Westliche Staaten behaupten, daß die syrische Regierung für diesen Angriff verantwortlich sei. Damaskus beschuldigte die Rebellen dafür.

Das Militär bestreitet die Vorwürfe

Eine Quelle des syrischen Militärs bestritt am Dienstag Vorwürfe, nach denen Regierungskräfte Chemiewaffen benutzt haben, und wies sie als Propaganda der Rebellen zurück.

Die Armee "hat sie nicht eingesetzt und wird sie nicht einsetzen, weil sie gar nicht über sie verfügt", sagte die Quelle.

Eine gemeinsame Untersuchung der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat die Regierungskräfte vor kurzem der Durchführung von Giftgasangriffen beschuldigt. Frankreich hat eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem mutmaßlichen Angriff vom Dienstag gefordert.

Bilder von Reuters zeigten Menschen mit Sauerstoffmasken und Schutzkleidung, während andere Kinderleichen trugen und von Decken bedeckte Menschen auf dem Boden aufgereiht waren.

Von Aktivisten in Nord-Syrien wurden in sozialen Medien Bilder von einem Opfer mit Schaum vor dem Mund und von fast nackten, sich am Boden windenden Kindern verbreitet.

Die meisten der Straßen der Stadt sind menschenleer, wie ein Zeuge berichtete.

In dem Konflikt kämpft Bashar al-Assads Regierung, unterstützt von russisch und iranische unterstützten Milizen gegen eine große Anzahl von Rebellengruppen, einschließlich einiger, die von der Türkei, den Vereinigten Staaten und den Golf-Monarchien unterstützt worden sind.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, daß russische Flugzeuge nicht an den Angriffen auf Idlib beteiligt waren.

Teile von Idlib sind, laut der Beobachtungsstelle, trotz der zwischen der Türkei und Rußland im Dezember ausgehandelten Waffenruhe, durch syrische und russische Luftangriffe bombardiert worden.

Der türkische Präsident, Tayyip Erdogan, und der russische Präsident, Vladimir Putin, haben über den mutmaßlichen Angriff gesprochen, wie türkische Regierungsquellen berichtet haben. Sie sagten, daß beide Staatschefs auch die Wichtigkeit der Einhaltung der Waffenruhe betont haben.


Die Einwohnerzahl wurde aufgebläht

Die Provinz Idlib ist die bevölkerungsreichste der von Assad-Gegnern kontrollierten Regionen – sowohl von Gruppen der Freien Syrischen Armee als auch von islamistischen Gruppierungen, einschließlich der mit Al-Qaida verbundenen Nusra Front.

Idlibs Einwohnerzahl wurde mit tausenden geflohener Kämpfer und Zivilisten aus Aleppo und der Umgebung von Damaskus, welche die Regierung in den vergangenen Monaten zurückerobert hat, aufgebläht.

Einige Regionen der ländlichen Provinz, in denen Milizen eine machtbolle Präsenz zeigen, wurden auch von Luftangriffen durch die Vereinigten Staaten getroffen.

Die Vereinten Nationen und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen haben untersucht, ob Damaskus seinen Verplflichtungen aus dem Jahr 2013 nachkommt, durch die eine durch die VS angeführte drohende Militärintervention abgewendet worden ist.

Ein Bericht aus dem Oktober des vergangenen Jahres behauptet, daß Regierungskräfte in den Jahren 2014 und 2015 mindestens drei Mal chemische Waffen und ISIS im Jahr 2015 Senfgas eingesetzt hat.

Nach dem Angriff in Ghouta ist die syrische Regierung, einer amerikanisch-russischen Vereinbarung folgend, der internationalen Chemiewaffenkonvention beigetreten.

Die Regierung, die eine Beteiligung ihrer Streitkräfte an dem Angriff in Goutha zurückweist, hat auch zugestimmt ihren Bestand von 1.300 Tonnen an toxischen Waffen zu übergeben und die Demontage ihres Chemiewaffenprogramms unter internationale Aufsicht zu stellen.

Damaskus hat den Einsatz solcher Waffen während des sechs Jahre andauernden Krieges, der Hunderttausende Menschen das Leben gekostet und der Welt größte Flüchtlingskrise verursacht hat, wiederholt bestritten.


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Jan Greenhalgh ist Fotograf und Historiker mit einem besonderem Interesse an Militärgeschichte und den tatsächlichen Gründen von Konflikten.

Sein Studium der Geschichte und der Medienwirtschaft haben ihm einen tiefen Einblick in den Gebrauch der Massenmedien beim Erzeugen von Konflikten in der Moderne ermöglicht.

 
Seine bevorzugten Studiengebiete umfassen staatlich finanzierten Terrorismus, von Medien hergestellte Realität und die Rolle von Geheimdiensten bei der Manipulation der Bevölkerung und der Wahrnehmung von Ereignissen.


Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/04/04/idlib-gas-attack-is-same-old-bs-as-before/


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