Donnerstag, 25. Mai 2017

Odessa, in diesen Tagen im Mai

Von Jim W. Dean
Übersetzt von wunderhaft


[Anm. d. Übers,: Versetzen Sie sich zurück ins Jahr 2014, in dem viele geopolitische Analysten vor der Situation gewarnt haben, in der wir uns heute befinden, und hinterfragen Sie die "westlichen Werte", wann immer Sie "Ihre" Politiker davon schwadronieren hören. Hören Sie sich das auch unten verlinkte Interview mit Ulrich Heyden zu dem Film "Lauffeuer" an, und gedenken Sie der Opfer auf beiden Seiten.]


Um diese Art partieller Verbrennungen hervorzurufen muß ein spezieller Brandbeschleuniger benutzt worden sein

... von Alla Pierce für Veterans Today


Das Gewerkschaftsgebäude während des Angriffs im Jahr2014
[Anmerkung des Herausgebers vom 12. Mai: Alla Pierce hat uns einen wundervollen Artikel zur Erinnerung an die Opfer des barbarischen Massakers von UCK Nationalisten am Gewerkschaftsgebäude im Mai 2014 mitgebracht. VeteransToday hat über dieses Ereignis während jener grausamen Tage, in denen sich der von den US-EU-NATO unterstützte Staatsstreich lange aufgeladenen Haß mit Hilfe von ausländischen Provokateuren entfesselt hat, umfangreich berichtet.

Dem schrecklichen Verbrechen folgte ein weiteres – der schockierende Mangel jeglicher Strafermittlungen, der die Botschaft aussandte, daß auch weitere Verbrechen dieser Art ohne ernsthafte Strafverfolgung begangen werden könnten. Folgende Ereignisse, die darin gipfelten, daß Schläger des Rechten Sektors in das Ministerium seines Hausherren, dem mächtigen Innenministerium, gebracht worden und mit offizieller Erlaubnis über die Menschen aus dem Donbass hergefallen sind.

Seitdem sind haben sich so viele Morde ereignet, und die Opfer von Odessa sind unter dem andauernden Gemetzel des Terrorkriegs, in dem wir uns befinden, begraben worden, in dem staatliche Sponsoren, wie Kiew, die diese Morde gutgeheißen haben, sich hinter ihrer souveränen Immunität verstecken.

Am vergangenen Wochenende ließen uns die Regime Trumps und der Saudis an einer orwellschen Orgie teilnehmen, bei der einige der größten staatlichen Sponsoren des Terrors sich als DIE anti-Terror Koalition des Planeten ausgegeben haben. Die Medienunternehmen haben nicht ein Wort über den saudisch-wahabitischen Terror verloren, der ISIS und Al-Qaida erlaubt hat Frauen und Kinder als Sklaven zu nehmen, und ja, als Sex-Sklaven.

Die schwangere, mit einem Lampenkabel ermordete Sekretärin
Sie haben über die vom Iran ausgehende Bedrohung geschimpft und geklagt, ohne in ihrem eigenen Haus nach Teufeln und Dämonen zu suchen, geschweige denn in ihren Herzen. Und die Massenmedien haben, aus Angst vor den Heerscharen ihrer Mörder oder aus bloßer Gier, nicht einen von ihnen in Frage gestellt.

Veterans Today hat die Meinung vertreten, daß wir alle dem erhöhten Risiko von "Trittbrettfahrern" in unseren eigenen entsprechenden Ländern ausgesetzt wären, wenn der Putsch in der Ukraine nicht einen hohen Preis für die Anwendung von Terror gegen das eigene Volk kosten würde.

Wie wir befürchtet hatten, bestand die Folge der fortgesetzten Ausbreitung staatlich gesponserten Terrorismus in Versuchen den Iran hierfür zu beschuldigen, ein Land, das den viele Jahrzehnte gehegten Schwindel, ein geheimes Nuklearwaffenprogramm zu besitzen, öffentlich vereitelt hat.

Trump bekräftigte den Schwindel nur, indem er heute erklärt hat, daß er und Israel dafür sorgen würden, daß der Iran niemals im Besitz von Atomwaffen gelangen wird. Wir sind Zeugen der surrealen Bedrohung eines Landes geworden, dessen Führer erklärt hat, daß sein Land niemals Atomwaffen besitzen wolle und das dennoch erneut als Bedrohung für uns alle dargestellt worden ist. Sie müssen uns entweder für vollkommen bescheuert halten oder, noch schlimmer, wir sind es tatsächlich... Jim W. Dean]


Jims Anmerkungen als Herausgeber werden ausschließlich durch Crowdfunding via PayPal finanziert – JimWDean@aol.coml

Hierin eingeschlossen sind Recherchearbeit, notwendige Forschungsreisen, das Archivieren von Heritage TV und weitere Tätigkeiten – Vielen Dank für Ihre Hilfe

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Odessa, am 2. Mai 2017
Am 2. Mai jährt(e) sich der Tag einer der schrecklichsten und zynischsten Tragödien unserer Zeit zum dritten Mal – die Verbrennung von lebendigen Menschen im Gewerkschaftshaus im ukrainischen Odessa. Dieses blutige Ereignis spiegelte sich in vielen der heutigen Geschehnisse.

Die kürzliche Rede eines politischen Kommentatoren in einem Moskauer Fernsehsender, der damit drohte die Strafaktion von Odessa zu wiederholen, die Feier des Siegestags durch Bürger von Odessa und sogar das Entwurzeln der Bäume, die in Erinnerung an die herzlos ermordeten Bürger von Odessa gepflanzt worden sind – all das zeigt, wie gespalten die ukrainische Gesellschaft seit dem Mai des Jahres 2014 immer noch ist.

Das Fällen der Bäume ist eine erbärmliche Folge der Angst, welche die Mörder durch die Erkenntnis haben, daß es da jemanden gibt, der sich am Ende auf die ein oder andere Art rächen wird.
Nun, am Vorabend dieses Tages war ein Gefühl der Spannung in der Stadt zu spüren. Nach einem so schrecklichen Ereignis, wie dem Massaker von Odessa, ist es schlicht unmöglich keine Angst vor Vergeltung zu haben. Um Menschen davon abzuhalten den brutal Ermordeten zu gedenken haben die ukrainischen Medien Berichte von Minen auf dem Kulikowo Feld in Umlauf gebracht.
Jedoch hielt das die Menschen nicht von ihrem Kommen ab. Sie mußten durch Sicherheitsdetektoren gehen, aber trugen nur Blumen in ihren Händen. Eine Drohne schwebte über den Köpfen der Menschen "um die Gesichter aller Teilnehmer der Veranstaltung aufzunehmen und zu digitalisieren, wie ein Behördensprecher sagte, aber sie lachten sie an. All diese Ereignisse – Drohnen Sicherheitszäune etc. sind nichts als das Ergebnis der Angst, welche jene Menschen haben, die wissen, daß sie eines Tages für ihre Taten bezahlen werden.

Immer mehr Menschen strömten herbei. Es waren viele. Und einer von ihnen sagte: "Wir wissen, daß wir viele sind." Odessa hat nicht aufgegeben. Sie hat sich nur eine Weile verborgen. Sie ist schon immer eine heroische Stadt gewesen, und wir erinnern uns daran.

Das Massaker von Odessa war ein wohlvorbereiteter Einschüchterungsversuch mit fast allen Anzeichen eines, allerdings mit teilweise unersättlicher Grausamkeit ausgeführten, Terroranschlags. Ich teile die Auffassung, daß es sich um eine "rituelle Verbrennung" gehandelt hat, zur Huldigung des zionistischen Bösen, welches dahintersteckt.
Vom Anbeginn der blutigen Ereignisse in der Ukraine gab es an christlichen Feiertagen jeweils einen regelrechten Ausbruch von der durch ukrainische Militante ausgeübten Gewalt. Die orthodoxen Kirchen wurden vorsätzlich zerstört und die gefangengenommenen orthodoxen Priester sind mit besonderer Grausamkeit gefoltert worden.
Letztlich sind in diesem Jahr mehr Veröffentlichungen erschienen, die die Rolle Israels bei der Organisation und Durchführung dieses entsetzlichen Rituals hervorheben. Das Video, das die israelischen "Studenten" zeigt, erschien unmittelbar nach dem 2. Mai und wurde von sozialen Netzwerken wahrgenommen ... nicht wirklich jedoch von den offiziellen Medien. Wenn man bedenkt, wem diese Medien gehören, ist das nicht verwunderlich.

Selbst RT sagte in seinem Kommentar zu diesem entsetzlichen Massenmord in seiner russischen Ausgabe: "Es gab 48 Opfer des Feuers und mehr als 200 Verwundete". Pardon, "Opfer des Feuers"? Was bitte ist mit den Menschen, die nur verbrannte Gesichter hatten? Ist es nicht offensichtlich, daß sie auf diese Weise anvisiert worden sind?

Was ist mit der Frau am Aufzug, der die Unterwäsche fehlte? Sieht es nicht so aus als sei sie vergewaltigt worden? Und was ist schließlich mit jenen, die mit Äxten und Baseballschlägern ermordet worden sind? Schließlich kann jeder noch die Videos betrachten, auf denen Menschen, die versucht haben aus dem brennenden Gebäude zu entkommen, vom Boden aus beschossen worden sind.

Des weiteren hat diese Quelle zunächst das Wort "Zündung" verwendet und wechselte dann zu "dem von Radikalen gelegten Brand". Wir lesen RT gewöhnlich um die wahren Nachrichten zu erfahren, aber wenn sie so "zimperlich" bei der Herausgabe von Informationen sind, was ist diese Information dann noch wert?

Diese israelischen "Studenten", die, wie sie sagen, dort "geholfen" haben, sind "in der Armee" ausgebildet worden. In dem Gewerkschaftsgebäude befanden sich Leichen mit verbrannten Gesichtern und gleichzeitig unversehrten Haaren – was ein Hinweis auf den Einsatz dort verwendeter spezieller chemischer Mittel ist.

Angesichts der Chemikalien und der Gummihandschuhe israelischer "Studenten" können wir uns vorstellen, welche Art Hilfe bei der brutalen Ermordung von Menschen in dem Gewerkschaftshaus geleistet worden ist. Hoffentlich werden alle "Helfer" bei der abschließenden Belohnung gefunden und, was am wichtigsten ist, jene, die hinter ihnen stehen.
Laut vorsichtigen Schätzungen von Einwohnern von Odessa sind etwa 400 Menschen infolge dieses Massakers gestorben. Jene 48 lagen nur auf den Stufen des Gebäudes. Etwa zweihundert, einschließlich Kindern, wurden im Keller des Gebäudes mit Äxten sowie Baseballschlägern ermorden und einige sind erschossen worden.
So wie während des letzten Weltkriegs, haben ukrainische Leibeigene den schmutzigen Part übernommen. Der Sklave findet immer einen Herrn. Bezüglich der Ukraine müssen wir feststellen, daß sie ihre Identität vollständig verloren hat. Bestickte T-Shirts und die Fahne machen eine Nation nicht zu einer Nation. Aber gab es je eine nationale Identität? Es ist wie bei jeder anderen künstlich erschaffenen Nation.

Die Ukrainer haben die Eigenschaften jener Menschen, mit denen sie Seite an Seite gelebt haben, akzeptiert. Die Bewohner der West- und Ost-Ukraine haben verschiedene Mentalitäten, verschiedene Werte und verschiedene Helden. An ihr Sklavendasein gewöhnte Galizier fallen immer noch auf die Knie, im buchstäblichen und übertragenen Sinn des Wortes. Derzeit vor ihren Herren in Washington und während des 2. Weltkriegs – vor Hitler.

Nun feiern sie die Morde und genießen deren Details auf sozialen Netzwerken. Sie prahlen mit den Morden an unbewaffneten Menschen, die sie mit Äxten erschlagen oder lebendig verbrannt haben und mit dem Beschuß friedlicher Einwohner des Donbass.

Das Fällen der im Gedenken an die verbrannten Menschen in Odessa gepflanzten Bäume ist ebenfalls ihr großer "Sieg".

Zur selben Zeit verteidigen die Bewohner der östlichen Regionen heldenhaft ihre Heimat gegen die Invasion des Feindes während des Großen Vaterländischen Kriegs, bis in unsere Tage hinein.

Der diesjährige Tag des Sieges hat gezeigt, daß der Widerstand gegen den Faschismus ungebrochen ist. In den ukrainischen Städten hat der Marsch des Unsterblichen Regiments jenen geadcht, die das Mutterland vor den Feinden beschützt haben. In Odessa wurden zusätzlich zu Portraits von Soldaten, die im Großen Vaterländischen Krieg gekämpft haben, auch Portraits jener Menschen getragen, die am 2. Mai ermordet worden sind.

In Donezk trugen Teilnehmer der großen Prozession des Unsterblichen Regiments auch Bilder von den heutigen Verteidigern des Donbass. Die Portraits der legendären Kämpfer Motorola und Givi waren in der ersten Reihe zu sehen.

Fast überall in der Ukraine wurden die Prozessionen von Scharmützeln begleitet. Irgendwo hat die Polizei versucht die Menschen zu verteidigen, wofür sie später, unmittelbar  nach dem Gedenktag, in Dnepropetrowsk durch die Entlassung von leitenden Beamten der Polizeibehörde bezahlen sollte

Entlassungen sind, ebenso wie im Jahr 1933 in Deutschland, unakzeptabel. Schon ihre ordnungswidrige Anordnung während des 9. Mai in  der Ukraine hat gezeigt, daß wir eine neue Welle des Widerstands erwarten können.

Alla Pierce, Korespondentin für Veterans Today, im Mai 2017


Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/05/22/odessa-in-these-days-of-may/

(Zuletzt editiert: 26. Mai, 05:25)

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