Dienstag, 7. November 2017

Die eigenartige Rhetorik der Antifa

Eigener Bericht

Am 5. November, erschien bei Free21 der, eine Woch nach mir, am 21. 10. auch von Rubikon übersetzte, gut recherchierte und lesenswerte Arktikel von Diana Johnstone, "Anitfa in Theorie und Praxis" über die Antifa in den USA.  Darunter findet sich ein Kommentar, der die These der Autorin bestätigt:
Und so werden mitten im Zeitalter des neu aufkeimenden Faschismus‘ pauschal Jahrzente antifaschistischer Arbeit in den Kericht verfrachtet. Die Behauptung, es gäbe gar keinen Faschismus, kann man nur als Witz betrachten.
Diese Autorin ist selbst der grösste Witz. Ihr unsäglicher, vor Unverständnis der tatsächlichen Verhältnisse strotzender Text wird dann in praktisch allen grösseren linken Portalen wiederholt – eine Aktion, wie sie kontraproduktiver nicht mehr sein könnte.
Nichts könnte der “AfD” und ihrer Hetze besser dienlich sein.
Analysieren wir kurz, diese Form von Rhetorik, die mittlerweile nicht nur bei Mitgliedern der Antifa, sondern auch bei den meisten Politikern fast aller Parteien gang und gäbe ist, und sich besonders durch ideologisierte, "politisch korrekte Kampfbegriffe" und die hiermit beabsichtigte Diskreditierung politisch Andersdenkender auszeichnet.

Der Kommentar bezieht sich wohl auf den letzten Abschnitt des Artikels, der die Überschrift, "Ein großes Ablenkungsmanöver", trägt, und in dem die Autorin angemessen differenziert und deutlich eben vor jenem "leichtfertigen Gebrauch des Begriffes ´Faschist´" (oder Faschismus) warnt, wie ihn der Kommentator gleich zu Beginn seiner Zeilen verwendet, wenn er vom "Zeitalter des neu aufkeimendem Faschismus" schreibt, ohne zu erklären, was er überhaupt damit meint. Und welche Erfolge die von ihm erwähnten "Jahrzehnte antifaschistischer Arbeit" gebracht haben sollen, erschließt sich wahrscheinlich nur Mitgliedern der Antifa selbst oder mit ihnen sympathisierenden Politikern bei Linken und Grünen. Ob es sich hierbei um brennende Autos, eingeworfene Fensterscheiben, dümmliche (Wahl)Kampfparolen oder die mittlerweile ausufernde Ausländerkriminalität handelt, bleibt unklar.

Zum zweiten Satz des Kommentars:
Die Behauptung, es gäbe gar keinen Faschismus, kann man nur als Witz betrachten.
Daß die Autorin mit keinem Wort behauptet hat, daß es gar keinen Faschismus gäbe, sondern dazu rät zu differenzieren, ist dem Antifanten offenbar gar nicht aufgefallen, und genau hier wird der von der Autorin geforderte offene Dialog mit dem vermeintlichen politischen Gegner unmöglich. Der Feind ist ausgemacht, ab jetzt fliegen (verbale) Steine:
Diese Autorin ist selbst der grösste Witz. Ihr unsäglicher, vor Unverständnis der tatsächlichen Verhältnisse strotzender Text wird dann in praktisch allen grösseren linken Portalen wiederholt – eine Aktion, wie sie kontraproduktiver nicht mehr sein könnte.
Junge, Junge – das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Und der letzte Satz bringt es dann auf den Punkt:
Nichts könnte der “AfD” und ihrer Hetze besser dienlich sein.
Hiermit bestätigt der vermutlich junge Floskelschmied, den letzten Satz des von ihm geschmähten Artikels von Diana Johnstone, den ich so übersetzt habe:
Die Antifa geht nun gegen eine Waffe in die Offensive, die sich noch in den Händen des Volkes befindet: Das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Den allermeisten, wenn nicht allen Mitgliedern der Antifa und leider auch den meisten Politikern fehlen, wie ich in Gesprächen immer wieder festgestellt habe, grundlegende Kenntnisse über wichtige Ereignisse aus dem tatsächlichen Ablauf der Weltgeschichte, die jedoch an Schulen und Hochschulen auch nicht gelehrt, sondern verschwiegen oder ausgelassen werden.

Fragen Sie mal einen Politiker Ihrer Wahl, was der erste Karlspreisträger mit der sogenannten "Flüchtlingskrise" zu tun hat. Wahrscheinlich werden Sie nur fragende Blicke ernten.

Und leider kann sich sich wohl auch kaum ein Aktivist von so genannten Graswurzelbewegungen oder NGOs der so genannten "Zivilgesellschaft" vorstellen, daß ihre Bewegungen von jenen benutzt, finanziert und gesteuert werden, die sie vorgeben zu bekämpfen.


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1 Kommentar:

  1. Ernst Thälmann, seinerzeit Vorsitzender der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands), erklärte 1932 auf die Frage „Was will die Antifaschistische Aktion?“:
    „Kampf gegen den Faschismus, das ist Kampf gegen das kapitalistische System.“
    Ohne Kapital kein Faschismus. Das Kapital wird aber heute nicht durch Neonazis vertreten, sondern durch die Parteien im BRD-Bundestag.

    Wir wissen spätestens seit dem NPD-Verbotsverfahren in den Jahren 2001-2003, wie auch dieser Bereich mit Geheimdienstagenten und V-Leuten durchsetzt ist. Und rund um die, immer noch nicht aufgeklärten, Geheimdienstoperationen unter dem Stichwort NSU-Komplex drang an die Öffentlichkeit, dass deutsche Behörden auch erhebliche Gelder in die Gruppen der Neonaziszene pumpen.
    Sogar in Kreisen der nationalen Rechten jenseits der NS-Folklore wird konstatiert, dass die überschaubaren Neonazi-Gruppen ohne staatliche Unterstützung kaum noch existenzfähig wären.

    So unappetitlich diese Rechtsextremisten auch sind, sie sind heute nicht die Quelle der real existierenden faschistischen Gefahr. Guantánamo wird durch das US-Regime betrieben. Die mit den USA in dem imperialistischen Militärblock NATO vereinten Staaten, werden durch die Funktionäre der imperialen Rechten (= Kartell der bürgerlichen Parteien pro imperiale NATO/USA/EU) administriert.
    Der Ausbau der imperialen Totalüberwachung geschieht unter Kollaboration der nationalen Geheimdienste – mithin auch des deutschen Bundestages. Auch deutsche Geheimdienste liefern Daten für den Massenmord per Drohnen – Gewaltakte jenseits demokratischer und völkerrechtlicher Normen, die faschistischen Regimen würdig sind.

    Gegen all dies demonstriert die, durch den Mainstream in Szene gesetzte, skurrile sog. “Antifa” nicht. Nicht die Bekämpfung des Faschismus haben sich diese Leute auf die Fahnen geschrieben, vielmehr sind sie Teil einer hollywoodreifen Inszenierung, einer Kostümklamotte dazu angelegt, junge Leute zu entbilden und von antifaschistischem Widerstand abzuhalten.

    Das ist eine Strategie der Desinformation und psychologischen Kriegsführung, die auch bei nicht wenigen subjektiven Linken Wirkung zeigt:
    Indem man die Gefahr einer Wiederkehr des Hitler-Faschismus projiziert, soll die Aufmerksamkeit des antifaschistischen Widerstandes von der machtpolitisch realen imperialen und faschistischen Entwicklung abgelenkt werden.
    Während man 1933 in Wiederaufführung als Farce inszeniert, stolziert der neue, imperiale NATO-Faschismus ganz ungeniert durchs´ Hauptportal.

    Bei dieser Aufführung lassen die Regisseure in den NATO-Diensten und deren Medien jene selbst bezahlten und ausgestatteten Neonazigruppen auf der einen, und die, von jeglicher wissenschaftlicher und linker Grundlage gesäuberten, “Antifa”-Poser auf der anderen Seite gegeneinander antreten. Es geht hierbei um die Bilder, die man produzieren und medial verwerten kann.
    Hat man je vernommen, dass eine Antifaschistische Aktion einen Parteitag der Hartz IV- und Kriegs-Partei Die Grünen blockiert hätte, an deren Händen das Blut hunderttausender Opfer des imperialen Krieges klebt?

    Wer spätestens angesichts der aktuellen Enthüllungen rund um die globale Totalüberwachung immer noch nicht begriffen hat, wohin die Reise geht, ist merkbefreit.
    Diejenigen, die nicht widerstandslos in der imperialen Diktatur aufwachen wollen, sind aufgerufen, den Kampf gegen die globale Faschisierung aufzunehmen. https://rotefahne.eu/2013/10/totalueberwachung-warum-gibt-es-in-deutschland-keine-antifa/

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