Samstag, 17. Februar 2018

Beschützer Judäas / Anmerkung

Von Gilad Atzmon
Übersetzt von wunderhaft


[Anm. d. Übers. Dieser, von britischem "Humor" getragene, Beitrag nimmt, unter anderem, Bezug auf Artikel sowie den Chefredakteur der britischen Zeitung, The Guardian (zu deutsch: u.a. Wächter / Beschützer).

Meines Erachtens ist er zwar lesenswert aber im Grunde wenig sachdienlich jedoch ein wirklich gutes Beispiel dafür, daß selbst namhafte, ausgewiesene Experten, wofür ich Gilad Atzmon halte, nicht vor emotionalen Überreaktionen gefeit sind. 

Ein Umstand, den wir alle an uns selbst erleben, und über den sich, wie ich meine, nachzudenken lohnt. A.]


That which appears as harsh political polarity within the Jewish world is more than often a mere camouflage.

Was als harter politischer Gegensatz innerhalb der jüdischen Welt erscheint erweist sich sehr oft als reine Irreführung.


16. Februar 2018, Gilad Atzmon
In meinem Buch, Der wandernde - Wer?: Eine Studie jüdischer Identitätspolitik, erkläre ich, daß Juden vielen Dingen zu widersprechen scheinen, jedoch den meisten ´wichtigen Dinge´ zustimmen. Ich erkläre dort, daß das, was als harter politischen Gegensatz innerhalb der jüdischen Welt erscheint, sich sehr oft als reine Irreführung erweist.


Für Hintergrundinformationen lesen Sie bitte dies.

Obwohl klar ist, daß die jüdische Kriegstreiber und Zionisten leidenschaftlich mit den so genannten "Progressiven" kollaborieren, gelingt es uns nur selten Beweise für diese Zusammenarbeit zu finden. Vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl waren wir beispielsweise darüber schockiert zu erfahren, daß Max Blumenthal*  im Jahr 2012 einen Bericht auf den Seiten des Guardian über die Anschläge in Bengasi fabriziert hat, um in einer Zeit, in der sein Papa, Sydney Blumenthal, finanziell am Wiederaufbau und dem Regime Change in Libyen beteiligt gewesen ist, die Aufmerksamkeit von Hillary Clintons damligen Patzern in Libyen abzulenken. Hillary Clinton war begeistert von Max´s Meinungsmache. Sie schrieb an Sidney, "Ihr Sohn ist ein Mitzva" (etwa: Ihr Sohn ist ein Segen).

Heute Morgen entblößt sich der Guardian erneut als Wächter Judäas. Vor seinem Verfahren vor dem Scheingericht der Labour Paty am kommenden Samstag, bemüht sich der berüchtigte AZZ*, Tony Greenstein*, vehement darum seine koscheren Referenzen und Taten zugunsten der Hasbara*-Liga aufzulisten. Greenstein hat dies zuvor schon zahlreiche Male getan. Als er von der Labour Party ausgeschlossen worden ist, hat er damit geprahlt von dem ultra-zionistischen Abgeordnetenausschuß britischer Juden* (BOD) gelobt worden zu sein.  Heute Morgen zitiert Greenstein noch einmal Jamie Slavin aus eben diesem BOD mit den Worten: "Obwohl mir seine Ansichten bezüglich der Situation im Mittleren Osten total verhaßt sind, ist ihm anzurechnen, daß er die Opposition gegen den aufkommenden Antisemitismus innerhalb der PSC (Solidaritätskampagne  für Palästina) angeführt hat. Die ultra-zionistische Slavin bestätigt, was wir alle wissen. Greenstein hat hart daran gearbeitet die palästinensische Solidaritätsbewegung zugunsten der Interessen seines Stammeskerns zu sabotieren.

Es freut uns heute, Dank Greenstein, zu erfahren, daß der Chefredakteur des Guardian, Jonathan Freedland, dumm genug gewesen ist darauf zu vertrauen, daß Greenstein seinen  persönlichen Schriftverkehr mit ihm über Stammesangelegenheiten bezüglich folgender Personen  nicht veröffentlicht: Paul Eisen*, Jeremy Corbyn* und "Mit freundlichen Grüßen".

All in the family...In the email, Guardian’s Freedland repeats, almost word  for word the BOD’s line of thought.

Lieber Tony,

Nicht zur Veröffentlichung
Entschuldige die verzögerte Antwort-und meinen verspäteten Dank für diesen Brief. Ich akzeptiere Deine Entschuldigung. Als das geschehen ist habe ich, trotz unserer offensichtlichen Meinungsverschiedenheiten, immer Respekt vor der Integrität Deiner Position gehabt. Ich erinnere mich beispielsweise an Deine bewundernswerte Haltung gegenüber Gilad Atzmon.
Ich gebe zu, daß es mich erstaunt von Dir zu hören, daß sich Jeremy Corbin bis zum Jahr 2014 der Haltung Eisens nicht bewußt gewesen ist. Ist das möglich? Wurde Eisen vom PSC nicht schon im Jahr 2007 öffentlich gemieden?
Was Kaminski* angeht, denke ich sagen zu können, daß kein britischer Journalist sich eingehender mit diesem Fall beschäftigt hat als ich. Ich habe oft und mit Nachdruck darüber geschrieben. Es ist ganz offensichtlich, daß ich mit JC in seht vielen Fragen nicht übereinstimme - schriebe jemand nur für eine einzige Zeitung, deren Meinung er vollständig teilt, würde er nie irgendwo veröffentlicht werden.
Mit besten Grüßen
Jonathan
Jonathan Freedland
Chferedakteur, Meinung
The Guardian

Alles bleibt in der Familie... In der E-Mail wiederholt Freedland vom Guardian den Gedankengang des BOD´s fast wörtlich

Alles bleibt in der Familie... In der E-Mail wiederholt Freedland vom Guardian den Gedanken gang des BOD´s fast wörtlich: "trotz unserer offensichtlichen Meinungsverschiedenheiten hatte ich immer Respekt vor der Integrität Deiner Position gehabt. Ich erinnere mich beispielsweise an Deine bewundernswerte Haltung gegenüber Gilad Atzmon.

Vielleicht wundert sich der ein oder andere darüber, was Freedland, bei seinen Gedanken über dessen beschämende, rechtswidrige Vergangenheit, an Greensteins Integrität hat glauben lassen. Vielleicht hat Freedland seine Lektion gelernt. Mich selbst begeistert es zu sehen, daß sich selbst definierende Juden an so gut wie jedem Thema aufreiben können, allerdings haben sich sehr viele von ihnen um meinen desaströsen Einfluß auf ihr einzigartiges Stammesprojekt vereint. Ich glaube, daß meine Fähigkeit die Juden zu vereinen so außergewöhnlich ist, daß ich ebenso gut ihr König sein könnte.

Auch möchte ich diese Gelegenheit nutzen Tony Greenstein viel Glück für seine Anhörung am Samstag zu wünschen. Ich glaube, daß die Labour Party umgehend wieder aufnehmen sollte. Tony Greenstein ist kein Antisemit. Er ist, wie der BOD und Freedland oben bestätigen, ein anständiger, koscherer Kaufmann. Die Andeutung, daß Greenstein Antisemit ist, verleiht dem Antisemitismus nur einen schlechten Ruf.


Wenn  Elias Davidsson* es verbrennen möchte, werden Sie es lesen wollen ...

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*AZZ - antizionistischer Zionist

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Gilad Atzmon ist ein in Israel geborener britischer Jazz-Saxophonist, Romancier, politischer Aktivist und Schriftsteller.

Atzmons Album, Exile, wurde im Jahr 2003 von der BBC zum Jazz-Album des Jahres gekürt.  Mit jährlich über 100 Auftritten ist er als der "sicherlich am häufigsten auftretende Mann des britischen Jazz" bezeichnet worden. In seinen bisher neun aufgenommenen Alben erkundet er die Musik des Mittleren Ostens und politische Themen.  Er hat sich selbst als "hingebungsvollen politischen Künstler" bezeichnet. Er unterstützt das Rückkehrrecht der Palästinenser und die Einstaatenlösung in dem israelisch-palästinensischen Konflikt.

Seine Kritik am Zionismus, der jüdischen Identität und dem Judaismus haben ebenso wie seine kontroversen Ansichten über den Holocaust und die jüdische Geschichte, zu Vorwürfen des Antisemitismus geführt. Ein Profil des Guardian aus dem Jahr 2009, das ihn als "einen der besten Saxophonisten Londons" bezeichnet wird wird erklärt: "Es ist vielmehr Atzmons ungeschminkter Antisemitismus als seine Musik, der ihm, besonders in der arabischen Welt, wo seine Essays weit verbreitet sind, ein internationales Profil gegeben hat.

Quelle: http://www.gilad.co.uk/writings/2018/2/16/guardians-of-judea

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