Dienstag, 6. Februar 2018

Das Schlüsseljahr war 1991: Der Untergang Jugoslawiens und der Sowjetunion

Von Marcus Papadopoulos
Übersetzt von wunderhaft


2. Februar 2018, Global Research

Solange es keine goldenen Zeitalter gibt, ist überdeutlich, daß sich die Welt in einem sehr ungesunden Zustand befindet. Von Osteuropa über Nordafrika bis zum Mittleren Osten sind in den vergangenen Jahren verschiedene Länder schwerwiegend destabilisiert worden, was zu Blutvergießen und der Vernichtung hunderttausender Leben geführt hat.

Und den Kern dieser Destabilisierung bildet die amerikanische und britische Außenpolitik. Wie aber ist die heutige Welt in diese Situation gekommen? Und was sind die Wurzeln der ´humanitären Interventionen´ von Amerika und Britannien?

Viele Menschen beantworten die obige Frage mit dem Hinweis auf die illegale amerikanische und britische Invasion des Irak. Hiermit liegen sie ausdrücklich falsch.

Was wir heute, bspw. in Syrien, sehen hat seine Wurzeln im Jahr 1991. Weil dieses Jahr ein geopolitischer Wendepunkt war. In diesem Jahr fand die Zersplitterung der sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawiens und die Auflösung der sozialistischen Sowjetrepubliken statt.

Jugoslawien stellte den ersten Schritt von einer Serie westlicher Interventionen, einschließlich der im Irak, Libyen, Syrien und der Ukraine dar, und der Westen war nur deshalb in der Lage in diesen Ländern zu intervenieren, weil die Sowjetunion nicht mehr existiert.

Zu Beginn des Jahres 1991 hat sich Jugoslawien in einer prekären und, wie sich herausgestellt hat, für sie tödlichen Situation befunden. Jugoslawien war allein in Europa. Die jugoslawischen Machthaber sahen sich einem Bündnis der VS, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Österreich gegenüber, welche Jugoslawien (anders als während des Kalten Kriegs, in dem Jugoslawien eine Politik der Blockfreiheit verfolgte) nicht länger benötigt haben, kein sozialistisches Land in dem neuen Europa haben wollten und einer künftig möglichen Etablierung russischen Einflusses in den Balkanstaaten vorbeugen wollten. Und auf Grund des Todeskampfs in dem sich die Sowjetunion damals befand, konnte Moskau die Jugoslawische Regierung nicht unterstützen.

Es war Jugoslawien, wo die Interventionspolitik geboren wurde, wo das Völkerrecht komplett ausgegrenzt worden ist und vermeintliche Völkermorde der Nato, unter amerikanischer Leitung, den Vorwand für die Intervention unter dem Banner der Humanität geliefert haben. Die Intervention des Westens in Jugoslawien sollte anschließend zum Katalysator künftiger Interventionen an anderen Orten der Welt werden, um die globale Hegemonie der Vereinigten Staaten zu festigen. Und es war Jugoslawien, wo das amerikanische und britische Establishment eine seiner furchterregendsten Waffen zur Rechtfertigung ihrer Interventionspolitik  eingesetzt hat: die Mainstream Medien. Und die Mainstream Medien sollten ihre neu entdeckten Erfahrungen und Erfolge aus Jugoslawien im Anschluß zu neuen Fronten tragen – in den Irak, nach Libyen, Syrien und in die Ukraine.

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Lord Carrington
Obwohl Jugoslawien eines der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen gewesen ist, und obwohl seine Grenzen vom Völkerrecht anerkannt waren, haben Deutschland und Österreich zu Sezessionsbewegungen in Slowenien und Kroatien für deren Unabhängigkeitserklärung von Jugoslawien ermutigt, während Amerika dasselbe bezüglich Bosnien und Herzegowina getan hat. Dieses Vorgehen von Berlin, Wien und Washington stellten ernsthafte Verletzungen des Völkerrechts dar, unterminierten das Völkerrecht komplett und zerstörten die Unantastbarkeit international anerkannter Grenzen. Außerdem hat das illegale Vorgehen jener Westmächte die darauf folgenden schrecklichen Kriege in Kroatien und Bosnien entfacht. So hat Lord Peter Carrington, der ehemalige Vorsitzende der Friedenskonferenz für Jugoslawien erklärt: Das Vorgehen von Amerika, Deutschland und bestimmten anderen europäischen Regierungen "hat sichergestellt, daß es einen Konflikt in den Balkanstaaten geben würde".

Aber die Spaltung Jugoslawiens war dem Westen nicht genug. Um sicherzugehen, daß die Nachfolgestaaten zu seinen Klienten würden, begann er damit den illegal bewaffneten Gruppen in Kroatien und Bosnien Waffen zu liefern, um deren Siege auf dem Schlachtfeld herbeizuführen.

In Kroatien hat der Westen eine im Wesentlichen faschistische Bewegung bewaffnet, welche die Ustascha*, eine kroatische, faschistische Organisation, die während des 2. Weltkriegs den Nazi-freundlichen Unabhängigen Staat Kroatien* beherrscht hat und seinerzeit einen Völkermord an dem serbischen Volk verübt hat, bei dem schätzungsweise 700.000 Serben ermordet worden sind, von denen einige im KZ Jasenovac* ermordet wurden, das damals als jugoslawisches Auschwitz bekannt gewesen ist. Zurück in die 1990er Jahre, in denen die größte ethnische Säuberung bei der Ausführung der von den VS geplanten "Operation Storm" durch die Kroaten begangen worden ist und zur Vertreibung von über 250.000 Krajina Serben* aus ihrer angestammten Heimat geführt hat.

In Bosnien, haben die Amerikaner nicht nur die separatistischen muslimischen Kräfte dort bewaffnet, sondern auch  Mudschahedin aus Afghanistan*  nach Bosnien transportiert, um an der Seite der bosnischen Kräfte zu kämpfen [wobei Wikipedias Version selbstverständlich leicht anders lautet / Anm. d. Übers.]. Diese Mudschahedin, die vormals gegen die Sowjets in Afghanistan gekämpft hatten, haben nicht nur einige der widerwärtigsten Verbrechen des Bosnienkriegs begangen, sondern auch damit begonnen ihre neu entdeckte Präsenz in Europa dafür zu nutzen den Grundstein für die Ausweitung des Islamismus und des islamischen Terrorismus zu legen. Islamistische Kämpfer haben sich von nun an an einem vorgeschobenem europäischen Stützpunkt erfreut. Einer der Mudschahedin, welche die Amerikaner nach Bosnien gebracht haben, war Osama bin Laden, der von den muslimischen Machthabern einen bosnischen Paß erhalten hat und, laut eines Journalisten des Spiegels, im Jahr 1994 im Hotel Holliday Inn in Sarajevo gesehen worden ist.

Die Serben – die sich des Auseinanderbrechens Jugoslawiens widersetzt haben und, entsetzt von ihren Erfahrungen während des Weltkriegs, nicht von kroatischen Faschisten und muslimischen Fundamentalisten regieren lassen wollten – wurden, als Hindernis beim Erreichen seiner Ziele im Balkan, vom Westen  ausgesondert. Hier erfolgte der Einstieg der westlichen Mainstream Medien.

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General MacKenzie im Jahr 2010
Das serbische Volk, das durch seine Geschichte hindurch gegen ausländische Unterdrückung gekämpft hat (die Osmanen, Österreich-Ungarn und dann Nazi-Deutschland), wurde von den westlichen Medien als Massenmörder, Massenvergewaltiger und Völkermörder dargestellt. Obwohl es sich bei diesen Anschuldigungen um reine Erfindungen gehandelt hat, haben sie der NATO den Weg für die Bombardierung der Serben in Bosnien geebnet, ein völkerrechtswidriger Vorgang. Wie es Generalmajor Lewis MacKenzie, der damalige Oberbefehlshaber der Schutztruppe der Vereinten Nationen und Kommandeur des Sektors Sarajevo ausgedrückt hat:
"Wer von uns als Kommandeur der VS in Bosnien gedient hat, begriff daß die Mehrzahl der Medienberichte, gelinde gesagt, voreingenommen waren. Wann immer wir versucht haben die Sache richtigzustellen wurde uns – und wird uns nach wie vor – vorgeworfen ’serbische Agenten’ zu sein."
So hat die NATO dann im Jahr 1994 mit der Bombardierung der bosnischen Serben begonnen. Allerdings benötigten die Amerikaner und Briten einen weit intensiveren Feldzug, nicht nur zum Erreichen ihrer geostrategischen Ziele in Bosnien, sondern um einen Präzedenzfall für künftige westliche/NATO Interventionen in anderen Regionen der Welt zu schaffen und auch um den Heldenmut der NATO zu demonstrieren und dadurch Länder einzuschüchtern, die eine unabhängige Außenpolitik verfolgt haben. Und der Angebliche Völkermord in Srebrenica, im Juli 1995, sollte Washington und London das liefern, wonach sie gesucht hatten. Bis zum heutigen Tag bleibt Srebrenica die Grundlage von ´humanitären Interventionen´ des Westens und wird von amerikanischen und britischen Politikern zitiert, wenn sie eine Militärintervention für ein Land fordern, wie sie es in Libyen und Syrien getan haben.

Was jedoch im Sommer 1995  in Srebrenica geschehen ist, war nicht so eindeutig, wie westliche Politiker und Journalisten uns glauben lassen wollen. Lassen Sie mich die Worte von Dr. Efraim Zuroff zitieren, dem Direktor des Simon Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem:
"Soweit ich weiß, decken sich die Geschehnisse dort (in Srebrenica) nicht mit der Beschreibung oder der Definition von Völkermord. Ich denke, daß die Entscheidung, sie Völkermord zu nennen, aus politischen Gründen getroffen worden ist."
Nun lassen Sie mich die Worte des Generalmajors Carlos Martins Branco der portugiesischen Streitkräfte zitieren, der im Jahr 1995 als Militärbeobachter der Vereinten Nationen in Bosnien gedient hat:
"Srebrenica wurde – und wird – als ein vorsätzlich an muslimischen Zivilisten begangenes Massaker dargestellt. Als ein Völkermord! Aber entspricht das der Wahrheit? Eine sorgfältigere und sachkundigere Beurteilung bringt mich dazu hieran zu zweifeln.
Delegierte der Internationalen Vereinigung von Völkermordforschern (IAGS) haben im Juli 2007, außerhalb des Dorfes Potocari in Bosnien-Herzegowina Massengräber des Srebrenica Massakers vom Juli 1995 untersucht und Opfer exhumiert, (Bildquelle: Wikimedie Commons)
Die Geschichte von Srebrenica hat tatsächlich nicht im Jahr 1995 begonnen. Vielmehr begann sie im Jahr 1992, als muslimische Kräfte unter der Führung des berüchtigten Naser Oric eine drei Jahre andauernde Orgie von Massakern an serbischen Zivilisten in benachbarten serbischen Dörfern gestartet haben. In einem Zeitraum von drei Jahren sind über 3000 Serben von muslimischen Kräften auf kaum vorstellbar barbarische Art und Weise ermordet worden.

Im Sommer des Jahres 1995 erhielt die bosnisch-serbischen Armee eine Gelegenheit zur Eroberung von Srebrenica und der Beendigung der Massaker an serbischen Dorfbewohnern. Hierbei hat es sich jedoch um eine von Bill Clinton und dem bosnischen Muslimführer, Alija Iztbegović, aufgestellte Falle gehandelt, die beide auf einen "Völkermord" aus waren, um der NATO die "Rechtfertigung" für eine umfangreiche Intervention in Bosnien zu geben.

Erlauben sie mir, nebenbei, einen Teil aus einem Interview, das Bernard Kouchner, ein ehemaliger französischer Außenminister, mit Izetbegovic an dessen Sterbebett geführt hat:
"Sie [die Lager in Bosnien] sind schreckliche Orte gewesen, jedoch wurden die Menschen dort nicht systematisch ausgerottet. Haben Sie das gewußt?", fragte Kouchner, worauf Izetbecović antwortete: "Ja. Ich dachte, daß meine Enthüllungen zu Bombardierungen führen würden. Es war eine Falschaussage. Es gab dort keine Vernichtungslager."
Was im Sommer 1995 in Sebrenica geschehen ist, war, meiner Meinung nach, ein Kriegsverbrechen und kein Völkermord. Ein Kriegsverbrechen deshalb, weil es einige serbische Soldaten, ohne Befehl, in die eigenen Hände nahmen sich an muslimischen Soldaten zu rächen. Es sind ca. 800 Soldaten gewesen, die von jenen Soldaten getötet worden sind. Ein schrecklicher Vorgang, der jedoch ein Kriegsverbrechen gewesen ist und kein Genozid.

Außerdem sind tausende Muslime im gegen die Kampf gefallen, hauptsächlich während ihres Rückzugs aus Srebrenica in die Wälder von Tuzla.

Was eigentlich ist nun Völkermord? Völkermord ist die systematische Vernichtung eines ganzen Volkes auf Grund ihrer ethnischen Herkunft. Wie bspw. der an den Juden im Weltkrieg begangene Genozid, der zum Tod von sechs Millionen Juden geführt hat und der Völkermord an den Armeniern im 1. Weltkrieg, der zu Tod von  einer Million Armeniern geführt hat.

Aber in Srebrenica haben die Serben im Sommer des Jahres 1995, laut einem Dokument der Vereinten Nationen, 35.632 muslimischen Alten, Frauen, Kindern und kleinen Knaben erlaubt Srebrenica zu verlassen, von denen die meisten nach Tuzla gegangen sind. Lassen Sie mich nun noch einmal Generalmajor Lewis MacKenzie zitieren:
"So widerwärtig es ist, muß jedoch gesagt werden, daß, wenn Sie einen Völkermord begehen, werden Sie die Frauen nicht davonkommen lassen, da sie der Schlüssel zur Selbsterhaltung genau jener Gruppe sind, die Sie versuchen zu vernichten."
Und hier die Worte von Dr. Efraim Zuroff:
"Ich wünschte die Nazis hätten die jüdischen Frauen und Kinder von ihrem blutigen Amoklauf ausgenommen, anstatt sie zu ermorden, aber das ist, wie wir wissen, [anders als in Srebrenica] nicht geschehen."
Der Grund dafür, warum die Regierungen und die Mainstream Medien in den VS und dem VK jede Diskussion, die ihre offizielle Darstellung der Geschehnisse in Srebrenica hinterfragt, boshaft verunglimpfen werden liegt darin, daß der angebliche Völkermord in Srebrenica die einzige Grundlage für die ´humanitären Interventionen´ des Westens sind.

Mauer der Namen an Völkermordgedenkstätte von Potočari, nahe Srebrenica
(Bildquelle: Wikisource Commons)
Am Ende der Kriege in Kroatien und Bosnien befand sich das Völkerrecht im Taumel, während die VS der Welt die Gesetze diktierten. Nun war der Weg für künftige Interventionen in der Region und anderswo war nun für den Westen offen.

Aber die VS und das VK waren mit dem Balkan noch nicht fertig. Die aus Serbien und Montenegro* bestehende Bundesrepublik Jugoslawien, die aus der Asche der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien auferstanden ist, war ein sozialistisch regiertes Land, obschon es Elemente einer freien Marktwirtschaft in sich trug und enge Beziehungen zu Rußland ( gewissermaßen auch zu China) pflegte. Um ihren Zugriff auf die Balkanstaaten zu vervollständigen, hatten die Amerikaner die Absicht die Bundesrepublik Jugoslawien durch die Errichtung einer pro-westlichen Regierung in Belgrad und dem Beginn der Kolonialisierung von Serbien und Montenegro zu zerstören. Hierfür jedoch benötigte Washington einen Vorwand. Und im Jahr 1999 haben die Amerikaner ihn gefunde: das Kosovo.

Das Kosovo und Metochien* sind die Wiege der serbischen Zivilisation und die Seele der serbischen Identität. Dieses Land ist das Jerusalem der Serben. Als Ergebnis des demograhischen Wandels, besonders wegen vielen Todesopfer im 1. und 2. Weltkrieg, sind die Serben heutzutage eine Minderheit, wobei die Mehrheit der Bevölkerung dort aus Albanern besteht. Im Jahr 1998 begann die Befreiungsarmee des Kosovo* (UÇK), eine albanische Verbrecherorganisation, bestehend aus Terroristen und Mitgliedern der Organisierten Kriminalität, einen mörderischen Feldzug gegen serbische und albanische Zivilisten sowie Polizei- und Militärpersonal, mit dem Ziel die Unabhängigkeit der Provinz zu erwirken.

Washington, das die UÇK zuvor als Terrororganisation eingestuft hatte, begann nun damit diese politisch und militärisch zu unterstützen. Jedoch hatte das jugoslawische Militär zu Beginn des Jahres 1999 die UÇK beinahe vernichtet. Da haben die VS erkannt, daß sie direkt in Kosovo und Metochien, auf Seiten der UÇK intervenieren mussten, um ihr Ziel, die Kolonisation von Serbien und Montenegro, zu erreichen. Allerdings benötigten die Amerikaner hierfür einen Vorwand. Also haben amerikanische und britische Journalisten damit begonnen zu behaupten, daß die Serben dabei waren Völkermord an den Albanern in Kosovo und Metochien zu begehen und hierbei die Zahl von 500.000 ermordeten Albanern genannt.

Bei der Beobachtung einer Schlacht zwischen jugoslawischen Soldaten und Terroristen der UÇK bei einem Dorf namens Račak haben die Amerikaner und Briten erklärt einen ´entscheidenden Beweis´ für die Rechtfertigung einer Intervention der NATO gefunden zu haben, indem sie behaupteten, daß dort albanische Zivilisten ermordet worden seien, was sich in der Folge als falsch erwiesen hat. Nachdem Belgrad sich einem Ultimatum der VS verweigert hat, begann die NATO einen brutalen 78 Tage dauernden Luftangriff gegen Jugoslawien, einschließlich der Bombardierung ziviler Ziele quer durch das Land und dem Abschuß von Uranmunition* auf Wohngebiete, ein Vergehen, daß im Anschluß einen massiven Anstieg der Krebserkrankungen unter der sebischen Bevölkerung zur Folge gehabt hat.

Die Luftangriffe der NATO auf ein souveränes Land und Mitglied der Vereinten Nationen, ohne Billigung der Sicherheitsrates der Vereinten Nationen bleibt bis zum heutigen Tag der schrecklichste Angriff auf das Völkerrecht und haben seitdem die auf Regeln basierende internationale Ordnung dauerhaft beeinträchtigt. Was die Amerikaner und Briten Serbien angetan haben, war der Präzedenzfall für für den Einmarsch in den Irak, die Bombardierung und die direkte amerikanische Intervention in Syrien.

Im Jahr 2008 haben Washington und London die einseitige Unabhängigkeitserklärung der Albaner im Kosovo gefördert und anerkannt, was eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und der international anerkannten Grenzen Serbiens darstellt.

Hinsichtlich der amerikanischen und britischen Vorwürfe eines begangenen Völkermords in Kosovo und Metochien hat ein aus spanischen Gerichtsmedizinern bestehendes Team der Vereinten Nationen im Jahr 2000 etwa 2000 Leichen von sowohl Serben als auch Albanern in der serbischen Provinz exhumiert, von denen die meisten auf dem Schlachtfeld gestorben waren. Ebenso wie die westlichen Anschuldigungen des Besitzes von Massenvernichtungswaffen im Irak, waren die Vorwürfe des Genozids in Kosovo und Metochien eine Lüge.

So hat das Vorgehen des Westens im ehemaligen Jugoslawien den Präzedenzfall dafür geschaffen, was der Westen später dem Irak, Libyen, Syrien und der Ukraine angetan hat. Das im Völkerrecht verankerte Konzept unabhängiger, souveräner Staaten ist vom Westen im ehemaligen Jugoslawien zerstört worden.

Nun war das Jahr 1991, wie ich zu Beginn dieses Artikels schrieb, das Entscheidungsjahr für die internationale Arena, weil es das Jahr gewesen ist, in dem die UDSSR aufgehört hat zu existieren.

Von 1945 bis 1991 war die Sowjetunion auf der internationalen Bühne ein beeindruckendes Gegengewicht zu den Vereinigten Staaten.

Aber mit der Schwächung und Auflösung des sowjetischen Kolosses hat sich für den Westen der Weg für das Erreichen der globalen Dominanz und der Bombardierung und/oder Invasion in souveräne Staaten in geostrategisch wichtigen Regionen der Welt zum Erreichen seiner Ziele geebnet.

Die russische Föderation war nicht in der Lage die Zerstückelung Jugoslawiens, die Bombardierung Serbiens, die Invasion in den Irak, die Bombardierung Libyens und den gärenden Konflikt in Syrien zu verhindern. Es ist ein Streipunkt, aber ich glaube, daß, wäre die Sowjetunion nicht aufgelöst worden, sich die oben genannten Geschehnisse sich besonders deswegen nicht ereignet hätten, weil die VS und ihre Verbündeten vor allem wegen der Abschreckun, welche die UDSSR dargestellt hat, es nicht versucht hätten.

Wegen der Katastrophe, die Michail Gorbatschow und Boris Jeltsin gewesen sind habe die VS und  das Vereinigte Königreich die goldene Gelegenheit erhalten, das zu tun was immer auf der Welt sie tun wollten...und sie haben diese Gelegenheit hämisch beim Schopf gepackt.

Mittlerweile hat Rußland, im Jahr 2018, unter der strengen Führung von Wladimir Putin eine Menge ihres verlorenen Status als Supermacht zurückerlangt. Jedoch steht Rußland, hinsichtlich seiner Macht, immer noch im Schatten der Sowjetunion. Ich denke, daß sich diese Situation in Zukunft verändern wird, was aber erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird.

Wladimir Putin muß in seinem Amtszimmer sitzen und darüber lamentieren, daß, wenn Michail Gorbatschow ein wirklicher Führer gewesen wäre, er, Wladimir Putin, nun Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sein und eine Supermacht regieren würde. Das Jahr 1991 hat die Richtung der Geschichte verändert. Die Zerstörung Jugoslawiens und der Tod der Sowjetunion haben zu einem Gemetzel geführt, das die Welt bis dahin nicht erlebt hatte. Für den Westen war 1991 ein herrliches Jahr, weil es den Beginn der seiner weltweiten Macht verkündet hat. Jedoch für Länder in geostrategisch wichtigen Regionen der Erde sollte 1991, sowohl wörtlich als auch metaphorisch gesprochen, zu einem verhängnisvollem Jahr werden.

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Dr. Marcus Papadopoulos ist Verleger und Herausgeber der Magazins ´Politiks First´, daß eine unparteiische Publikation für die britische Regierung ist. Auch ist er auf Rußland und den Rest der ehemaligen Sowjetunion, das ehemalige Jugoslawien sowie auf Syrien und die britische Regierung spezialisierter regelmäßiger Radio- und Fernsehkommentator. Er führt einen Ph. D. in russisch/sowjetischer Geschichte der Royal Holloway, University of London. außerhalb seiner Arbeit ist Marcus Karatelehrer, Veganer und Tierrechtsaktivist.


Quelle: https://www.globalresearch.ca/the-defining-year-was-1991-the-demise-of-yugoslavia-and-the-soviet-union/5628115

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