Dienstag, 27. Februar 2018

Ex-Gefangener des ISIS: "Europa darf nicht naiv sein. Der islamische Staat ist überall."

Von Robert Spencer
Übersetzt von wunderhaft


Europäischen Behörden ist dieses Phänomen bisher völlig gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit könnte Europas Todesurteil sein.




"Ex-Gefangener: ´Gib Acht Europa! Der IS ist überall", ins Englische übersetzt aus"Ex-gevangene: ‘Let op, Europa! IS is overal,'” von Cyril Rosman, AD, 26. Februar 2018 (thanks to VH)

26. Februar 2018, Jihad Watch
Er hat Gefängnisse des IS überlebt: fast ein Jahr unter ständiger, täglicher Folter. Erst einmal in Deutschland und in Sicherheit war Masoud Aqil überrascht erneut Mitgliedern des IS zu begegnen. "Europa darf nicht naiv sein."

Das Treffen für das Interview war tatsächlich schon vor einem Monat geplant. Aqil sagte dem Interviewer in letzter Minute: "Ich war deprimiert und habe die Hoffnung verloren." Er war empört über die lodernde Gewalt in Nordsyrien, wo die Türkische Armee einen Krieg gegen die Kurden in der Region Afrin begonnen hat.

"Wir haben den IS gemeinsam mit dem Westen bekämpft und dachten es sei zu Ende. Aber dann geschah der Angriff auf Afrin ... Die Türkei greift uns gemeinsam mit radikal islamistischen Gruppen an. Unsere Verbündeten lassen uns nun fallen. Schon bald wird ein neuer IS aus diesem Angriff entstehen."


Bedrohung 

Ein neuer IS. Das ist eine Bedrohung für den 24-jährigen Aqil aus der kurdischen Stadt Qamislo in Nordsyrien. Es war im Dezmber 2014, als der Journalist in deren Hände fiel. Aqul war gemeinsam mit seinem Kollegen unterwegs zu einem Interview, als sie auf dem Weg dorthin auf eine unerwartete Straßensperre stießen. Es stellte sich heraus, daß es sich bei den maskierten und bewaffneten Männern um Jihadisten gehandelt hat. Sie haben die beiden Männer entführt und sie auf das Territorium des Kalifats verschleppt, um sie ein Jahr lang entsetzlich zu foltern.

"Sie binden meine Hände mit einem Seil  hinter meinem Rücken zusammen und ziehen mich an diesem Seil in die Höhe, bis meine Füße den Bodenkontakt verlieren. Das Seil schneidet sich tief in meine Handgelenke, meine Hände werden taub und die Schmerzen in meinen Schultern sind so stark, daß ich befürchte, daß meine Arme brechen. Fragen, Anschuldigungen, Beschimpfungen und Schläge wechseln einander ab. Meine Augen drehen sich nach innen und ich hoffe nicht das Bewußtsein zu verlieren. Das einzige, woran ich mich noch erinnere, ist, als meine Füße wieder den Boden berührten und der Schmerz ein Ende hat" schreibt Aqil in seinem in den Niederlanden veröffentlichten Buch, Mitten unter uns  Wie ich der Folter des IS entkam und er mich in Deutschland einholte* (dies ist die deutsche Ausgabe),


Aqil verbringt 280 Tage in IS-Gefangenschft, einschließlich in Raqqa, der Hauptstadt des Kalifats. Unter widrigen Bedingungen, mit täglichen Demütigungen. Bewacht von  Jihadisten aus allen Teilen der Welt, die mit einem Lächeln im Gesicht Scheinhinrichtungen aber auch Hinrichtungen begehen.


Das Buch

Warum ist er in IS-Gefangenschaft? Weil er Kurde ist und Journalist, und weil der IS die Macht hat zu tun was er will. In dieser Gefangenschaft hat er sich geschworen: "Wenn ich hier jemals herauskomme, werde ich den IS bekämpfen.

Nun befindet sich Masoud Aqil in einem Amsterdamer Hotel. Er ist auf einem Kurzurlaub in den Niederlanden um für sein Buch zu werben. Ein Buch, in dem er beschreibt, wie er nach seiner Befreiung durch einen Gefangenenaustausch nach Deutschland geflohen ist und, im Jahr 2016 in Europa angekommen, sich verblüfft umsah: Er traf auf ehemalige IS-Mitglieder aus Syrien, die nach wie vor den gewaltsamen Jihad predigten. " Einen Mann, der mir im Gefängnis stolz erzählt hatte, daß er dem IS Koordinaten für einzelne Anschläge gegeben hat, fand ich in Europa wieder, wo er nun seine Botschaften verbreitet hat."

Er sieht seine Chance gekommen, um seine ehemaligen Folterer zu bekämpfen. Aquk verfolgt die IS-Sympathisanten, die vorgeben Flüchtlinge zu sein, in Europa über soziale Medien und händigt die Daten der Polizei aus. Nur wenige werden für Verhöre verhaftet. "Es ist rätselhaft, daß so viele Personen, die ein Risiko darstellen, sich frei in Europa bewegen." Aqil hat über die Flucht nach vorn nachgedacht, aber er fühlt sich immer noch nicht sicher, wie er schreibt, und will momentan nicht preisgeben wo er derzeit lebt und arbeitet.


Suchen Sie immer noch nach IS-Sympathisanten in den sozialen Medien in Europa?

"Nein, nun nicht mehr. Nachdem ihre Hochburg, Raqqa, zurückerobert worden ist, wurden sie still in den sozialen Medien. Sie verbinden sich nicht mehr mit dem IS. Aber es gibt bestimmt IS-Flüchtlinge in Europa. Der türkische Präsident, Erdogan, hat ihnen eine zweckgebundene Durchreiseerlaubnis erteilt, weil er möchte, daß Radikale nach Europa fliehen. Sie sind seine Waffe zur Erweiterung seines Einflusses dort."


Viele europäische IS-Mitglieder sind im kurdischen Teil Syriens gefangen. Die Frauen und Kinder in Lagern, die Männer in Gefängnissen. Was soll mit ihnen geschehen?

"Ich denke, das ist schwierig. Wir, die Kurden, wollen sie los werden, wir wollen solche Menschen nicht akzeptieren. Lasst Europa die Verantwortung für sie übernehmen und sie hier vor Gericht stellen. Jedoch verstehe ich auch das Problem: Diese Menschen sagen jetzt, daß sie dankbar wären zurückzukommen, aber wenn wir das glauben, sind wir naiv. Sie sind Verbrecher des IS. Und wie fühlt man sich, wenn sein Nachbar dem IS angehört hat? Das könnte auch mir passieren..."


Sie schreiben in Ihrem Buch, daß Europa den radikalen Islam überwachen muß, zu dem Sie auch Salafisten zählen. Der Bürgermeister von Amsterdam, Jozias van Aarsten, sagte in der vergangenen Woche, daß er jugendlichen Salafisten in der Stadt die Hand reichen wolle. Was halten Sie hiervon?

"Ihnen die Hand reichen? Wie? Salafisten betrachten uns als Ungläubige. Sie halten sich nicht an das Gesetzt, sondern an die Sharia. Sie müssen sich mäßigen bevor wir ihnen die Hand reichen. Länder wie Saudi-Arabien versuchen diese radikalen Gedanken hier zu verbreiten, und fördern sie, indem sie solchen Moscheen Geld spenden. Europa muß sich in Acht nehmen!"


Quelle: https://www.jihadwatch.org/2018/02/ex-prisoner-of-isis-europe-must-not-be-naive-the-islamic-state-is-everywhere

Quelle des niederländischen Originalartikels: https://www.ad.nl/buitenland/ex-gevangene-let-op-europa-is-is-overal~ad500fde/


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