Donnerstag, 15. Februar 2018

Monika Schäfer: Brief aus einem deutschen Gefängnis

Von Jonas E. Alexis
Übersetzt von wunderhaft

…von Jonas E. Alexis und Monika Schaefer

13. Februar 2018, Veterans Today

Jonas E. Alexis: Aus verschiedenen Gründen hören jüdische Bewegungen politischer und ideologischer Natur nicht auf mich zu faszinieren. Oberflächlich geben sie immer vor sich auf logisches Denken und Argumentieren sowie Wissenschaft und Geschichte zu berufen, wie im Fall von Steven Pinkers* jüngstem Buch, Enlightenment Now: The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress.[1]

Jedoch landen dieselben Bewegungen immer wieder bei Selbstwidersprüchen und der Irritation ihrer treuen Anhänger und Befürworter und finden sich blindlings und auf Umwegen in einem Sumpf talmudischer Sitten und Vorträge wieder. (E. Michael Jones* hat das entdeckt, als er an einen Kurs mit Stanley Fish* teilnahm.[2])

In The Better Angels of our Nature, behauptet Pinker, daß die Gewalt abgenommen habe, trotz der unbestreitbaren Tatsache, daß die Anzahl der Terrorzellen seit dem Einmarsch in den Irak gestiegen ist,[3] trotz der Tatsache, daß Israel äthiopische Frauen gegen deren Willen sterilisiert hat, was zu einer Halbierung von deren Geburtenrate führte,[4] trotz der Tatsache, daß israelische Behörden an systematischen Folterungen von jährlich vier bis sechstausend palästinensischen Häftlingen beteiligt gewesen sind,[5] trotz der Tatsache, daß seot 1987 mindestens dreißigtausend jener Häftlinge diesen neuen Gulag-Prozeß durchschritten haben,[6] trotz der Tatsache, daß im Irak, in Afghanistan und in Syrien nahezu täglich Menschen durch Autobomben und Explosionen ums Leben kommen und trotz der Tatsache, daß sowohl die Vereinigten Staaten (VS) als auch Israel sich rohe und unnötige Methoden zu eigen machen, um Menschen zu foltern.[7]

Pinker will nicht über diese Dinge sprechen, weil dies seine These aus The Better Angels of our Nature ruinieren würde. Der Philosoph, John Gray* hat geltend gemacht, daß Pinkers Thesen gewogen und für zu leicht befunden worden sein. Tatsächlich sagt Gray, "Die von Pinker und anderen verwendeten Zahlen sind undurchsichtig und lassen eine große Anzahl von Gewaltopfern unberücksichtigt".[8]
"Nie thematisiert Pinker die neokonservative Ideologie; nie spricht er davon, daß das israelische Regime palästinensische Männer, Frauen und Kinder gndenlos liquidiert; er erwähnt nicht im Enferntesten, daß die Besetzten Gebiete, in den Worten des israelischen Historikers, Ilan Pappe*, "das größte Gefängnis auf Erden" sind.[9]
Wenn Yuri Slezkine* damit recht hat, daß das zwanzigste Jahrhundert tatsächlich "das jüdische Jahrhundert" ist,[10] dann verteidigt Pinker dieses Jahrhundert und verurteilt das Mittelalter als rückständig und brutal, während er das "Jüdische Jahrhundert" dafür preist diese brutalen Menschen beseitigt zu haben.

Wenn also Pinker beginnt von Enlightenment Now: The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress (dt. Erleuchtung: Die Causa für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt) zu sprechen, artikuliert er eine im Wesentlichen talmudische These, die grundsätzlich besagt, daß der Tod der Goyim weniger wichtig sei, als der Erhalt des "Jüdischen Jahrhunderts", was Stalin, Mao, den Irakkrieg, den Afghanistankrieg, den Libyenkrieg, den Konflikt in der Ukraine und selbst den Syrienkrieg hervorgebracht hat.

Noch wichtiger ist, daß Pinker nie berücksichtigt, daß die Goym selbst für den Ausdruck ihrer Ansichten ins Gefängnis gehen. Monika Schäfer wurde hinrer Gitter gebracht, weil sie auf YouTube einfach ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hat! Und was ist ihr Verbrechen gewesen? Nun, sie sagte "Sorry mom, I was wrong about the Holocaust". Und nun will Pinker von Enlightenment Now sprechen? Diese Leute sind schlicht ein Witz.

Monika hat kürzlich einen bewegenden Brief an Arthur Topham* über ihr derzeitiges Leben geschrieben, und wir hatten das Glück eine Kopie dieses Briefes zu erhalten. Vielen Dank an Arthur Topham.

Monika Schäfer:

Lieber Arthur und liebe Sashta,

Worte können die Freuden kaum beschreiben, die ich empfunden habe, als ich Euren Brief und Euer wundervolles Bild/Zeichnung vom 8. Januar erhielt. Mein Herz war kurz davor mir aus der Brust zu hüpfen. Dank Dir, Arthur, für alles was Du unternimmst – ich habe aus anderen Schreiben erfahren, daß Du, unter anderem, eine gute Kontaktliste von Leuten zusammenstellst, an die die Menschen sich wenden können.

Für 2½ Wochen habe ich nichts von der Außenwelt gehört, und dann begann mich plötzlich die Flut an Briefen zu erreichen. Oh, mein Gott, vorher war ich ganz gut gelaunt (alles in allem), aber meine Laune wurde WIRKLICH noch besser, als ich diese Briefe erhalten habe.


Mein Leben hat sich vereinfacht, bezüglich des Tagesablaufs. Meine größte Sorge galt in der ersten Zeit all dem logistischen Zeug zu Hause. Mir wurde bisher weder erlaubt zu telefonieren noch Besuch zu empfangen, und ich habe keine Ahnung, ob einer der Briefe an meinen Bruder ihn erreicht hat, weshalb mich diese Versorgungsprobleme eine ganze Weile schlicht belastet haben. Aber grundsätzlich habe ich mich einfach damit abgefunden, daß ich darauf vertraue, daß meine Freunde und Familie sich diesen Dingen annehmen.

... Wie ich schon erwähnt habe, ist das Leben plötzlich sehr einfach geworden. Gleichzeitig dehnt sich die Zeit aus und schrumpft zusammen. Ich könnte bereits Bücher über die interessanten Erfahrungen im Gefängnis schreiben, und es scheint sehr lang her zu sein, daß sie mich eingesperrt haben. Andererseits folgt ein Tag so schnell auf den anderen, wie die einfachen Punkte des Tagesablaufs sich weiter drehen. Ich halte mich geistig, körperlich, spirituell und in Herz und Seele gesund und wohlauf. Es ist wundervoll zu wissen, daß die Wahrheit und das Licht, und bestimmt auch Gott, mit mir sind. Das weiß ich.

Während meiner letzten Nacht in Freiheit, bei Alfred, hatte ich einen bemerkenswerten Traum, in dem ich mit einer Gruppe anderer, sehr langsam laufender, die Köpfe leicht nach vorn gebeugter Menschen, etwa dahin schlurfend, im Kreis ging. Wir gingen gegen den Uhrzeigersinn. Nach dem ersten ganzen Tag hier fand ich mich aufrecht und keuchend im Bett, als mir klar geworden ist, daß, was ich in meinem Traum (drei Tage vorher) gesehen hatte die tägliche Stunde im Freien, der "Hofgang" war.

Der Kreisweg in dem Traum hatte dieselbe generelle Größe wie der Hof hier, auf dem die Menschen Runde um Runde, gegen den Uhrzeigersinn im Kreis laufen. Das war nicht das erste Mal, daß ich etwas im Traum gezeigt bekam. Jedoch war das selten der Fall.

Zum Hofgang kann ich Euch versichern, daß mein Kopf nicht gebeugt ist, und ich NICHT dahin schlurfe. Ich gehe vielmehr energisch, oder manchmal spielen ein paar von uns Tischtennis oder Volleyball. Wir lachen viel und haben auch gute Momente.

I bin mit vier anderen in einer Zelle. Wir haben so unsere Momente, die manchmal schwierig sind aber meistens in Ordnung und hin und wieder führen wir gute Gespräche. Manchmal fällt das Einschlafen schwer, weil eine von uns heftig schnarcht. Ohrenstöpsel helfen da nicht so gut – tja – Möge diese Zeit vorübergehen.

Ich bete, daß es Euch gut geht.

Mehr Licht!

... und Euch ganz viel Liebe!




  • [1] We will provide an extensive review of the book next month.

  • [2] E. Michael Jones, Degenerate Moderns: Modernity as Rationalized Sexual Misbehavior (South Bend: Fidelity Press, 2012), chapter 4.

  • [3] See for example Fareed Zakaria, “End the War on Terror and Save Billions,” Washington Post, December 7, 2012.

  • [4] Renee Ghert-Zand, “Shocking Decline in Ethiopian Israeli Birthrate,” Jewish Daily Forward, December 10, 2012.

  • [5] See for example Dan Fesperman, “Israel Tortures Palestinian Prisoners Despite Peace Accords, Rights Group Says,” Baltimore Sun, June 15, 1994; see also Joel Greenberg, “Israel Reports Admit Abuses by Security Forces/Unsealed Probe of Shin Bet Details Harsh Treatment of Palestinians,” San Francisco Chronicle, February 10, 2000.

  • [6] Joel Greenberg, “Israel Rethinks Interrogation of Arabs,” NY Times, August 14, 1994.

  • [7]See Shane O’Mara, Why Torture Doesn’t Work: The Neuroscience of Interrogation (Cambridge: Harvard University Press, 2015).

  • [8] John Gray, “Steven Pinker is wrong about violence and war,” Guardian, March 13, 2015.

  • [9] Ilan Pappe, The Biggest Prison on Earth: A History of the Occupied Territories (Oxford: One World, 2016).

  • [10] Yuri Slezkine, The Jewish Century (Princeton: Princeton University Press, 2004).
******* 

Jonas E. Alexis absolvierte die Avon Park High School, studierte Mathematik und Philosophie an der Palm Beach Atlantic University, und erlangte einen Mastergrad in Pädagogik an der Grand Canyon University.

 Einige seiner Interessenschwerpunkte liegen in der Geschichte der Christenheit, der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, der Geschichte des israelisch/palästinensischen Konflikts und der Geistesgeschichte. Er ist der Autor des neuen Buchs "Christianity & Rabbinic Judaism: A History of Conflict Between Christianity and Rabbinic Judaism from the first Century to the Twenty-first Century".

Derzeit lehrt er Mathematik in Südkorea. In seiner Freizeit spielt Fußball und Basketball und fährt Fahrrad. Zur Zeit versucht er sich an einem Buch mit dem Titel "Zionism and the West".

Gern erhält er Kommentare, Briefe und Anfragen, um seine Arbeit fortzusetzen und in einer rationalen und logischen Diskussion Sachverhalte wie den israelisch/palästinensischen Konflikt, die Geschichte der Christenheit und die Geistesgeschichte darzulegen und zu erklären.

Im Interesse des Erhalts eines bürgerlichen Forums bittet Alexis darum, daß alle Anfragen angemessen und respektvoll gestellt werden, um ein Maß des Miteinanders zu erhalten. Wie nach dem Sprichwort, nach dem "ein Eisen das andere schärft", ist der beste Weg den Verstand zu schärfen konstruktive Kritik. Gute und schlechte.

Allerdings kennt Alexis keine Geduld bei Beschimpfungen und persönlichen Angriffen. Aus diesem speziellen Grund hat er in der Vergangenheit viele Anfragen
bewußt ignoriert sowie irrationalen Personen nicht geantwortet und wird diese Strategie beibehalten.





 
 Quelle: https://www.veteranstoday.com/2018/02/13/monika-schaefer-letter-from-a-german-prison/
 
Alle mit einem * gekennzeichneten Links wurden zusätzlich eingefügt.


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Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. Hallo Maschy,

      es ist mir nicht leicht gefallen den Inhalt Deines Kommentars zu löschen, weil ich denke zu erahnen, was Du beim Lesen dieser Zeilen empfunden hast, und das halte ich für eine völlig normale menschliche Reaktion und für durchaus verständlich!

      Aber Deine Worte waren, wie ich denke, zu emotional und zu verletzend, um Monika Schäfers Haftentlassung zu beschleunigen, und das ist, wozu ich mit dieser Übersetzung, die mich selbst auch Tränen gekostet hat, beitragen möchte.

      Du und Deine Kommentare sind hier auch weiterhin willkommen, und ich kann hier nur auf Dein Verständnis hoffen. Solltest Du Fragen hierzu haben, schreib mir einfach eine E-Mail.

      Euch allen einen schönen Abend

      Andreas

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  2. Auch ich verbrachte als politischer Gefangener über 4 Jahre im Knast; hier mein Beitrag u. a. auch über Monika: https://das4romwanja.wordpress.com/ und Holokost: https://das4romwanja.wordpress.com/2017/01/23/richter-meinerzhagen-swastika-seppuku-holokost-antisemitismus-zionisazion-von-deutschreich-zombiesazion-kl-kz-ahnenerbe-eniologie-auschwitz-sozionik-fressefreiheit-und-pentanieten-a/ Bitte weiterleiten… Wanja

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