Samstag, 3. März 2018

Die Bedeutung russischer Kampfjets der 5. Generation in Syrien

Von The Saker
Übersetzt von wunderhaft


Sukhoi T-50/Su-57. Credit: Alex Beltyukov/Wikimedia Commons CC 3.0


2. März 2018, The Unz Review
Als ich eine E-Mail von einem Freund erhielt, der mir erzählte, daß ein Paar SU-57 bei der Landung auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Kheimim gesehen worden ist, habe ich das sofort als Schwindel zurückgewiesen. Die Liste der Gründe, warum das nicht stimmen konnte, könnte Seiten  füllen. Das wußte ich, weshalb ich schlicht erwiderte: "Das ist ein Schwindel", und dachte nicht weiter darüber nach. Während der nächsten paar Tage ist diese Geschichte jedoch von zahlreichen Websites aufgegriffen worden, aber es ergab immer noch keinen Sinn. Was mich wirklich durcheinandergebracht hat war, daß offizielle russische Stellen den Bericht nicht dementierten aber beschlossen haben darüber zu schweigen. Dann wurden von zwei weiteren SU-57 berichtet. Und dann, plötzlich, wurden die russischen Medien mit Meldungen davon überhäuft, wie die SU-57, als "Vergeltung" für die dortige Tötung von russischen Mitgliedern privater militärischer Vertragsunternehmen durch die Vereinigten Staaten nach Syrien entsandt worden sind, und daß die SU-57 Ost Ghouta dem Erdboden gleichgemacht und dabei etwa "2000 Amerikaner" getötet haben sollen. Das war wirklich kompletter Unsinn, und so habe ich mich entschieden herauszufinden, was wirklich geschehen ist, und das ist, was ich herausgefunden habe.

Zunächst, und erstaunlich genug, stimmen die Berichte über die SU-57. Einige sagen es seien 2, andere sagen es seien 4 Flugzeuge* (von derzeit insgesamt 13) gewesen. Das spielt wirklich keine Rolle, was jedoch eine Rolle Spielt, ist, daß es sich bei der Stationierung ein paar weniger SU-57 in Syrien um eine Tatsache handelt, und das dies eine drastische Abkehr von normalen russischen (und sowjetischen) Gepflogenheiten ist.

Die Einführung der Sukhoi 57 als Mehrzweckkampfflugzeug der 5. Generation


Die SU-57 (aka “PAK-FA” aka “T-50″) ist das erste, in Rußland produzierte tatsächliche Mehrzweckkampfflugzeug der 5. Generation. Bei all den anderen zuvor in Syrien eingesetzten russischen Mehrzweckkampfflugzeugen und luftüberlegenen Flugzeugen (wie die Su-30SM und die Su-35S) handelt es sich um Mehrzweckkampfflugzeuge der Generation 4++ jedoch nicht um solche der tatsächlich 5. Generation. Man könnte auf den Gedanken kommen, daß die der Generation 4++ denen der 5. Generation sehr ähnlich sind, aber die der Generation 4++ sind tatsächlich Flugzeuge der 4. Generation, die mit verschiedenen Systemen und Fähigkeiten nachgerüstet worden sind, die typischerweise mit der 5. Generation assoziiert werden, jedoch mangelt es ihnen allen an verschiedenen Schlüsselkomponenten der wirklichen 5. Generation dieser Flugzeuge, wie bspw.:

reduziertem Radar-Rückstrahlverhalten (STEALTH)

– der Möglichkeit des Überschallflugs ohne Nachbrennereinstz

der Fähigkeit Waffen in einem Waffenschacht transportieren (imGegensatz zu deren Transport unter den Tragflächen oder dem Rumpf)

einer fortschrittlichen (netzwerkzentrierten) "Lageerkennung", einer Fähigkeit, die auf der Fusion von Sensor- und externen Daten beruht

Um es kurz zu machen, sind die Unterschiede zwischen der 4. und der 5. Generation dieser Flugzeuge gewaltig und bedürfen nicht einer, sondern vershiedener, komplexer "technologischer Sprünge", besonders hinsichtlich der Integration zahlreicher, komplexer Systeme.

Das einzige Land, welches bisher eine wirkliche 5. Generation an Kampfflugzeugen eingesetzt hat, sind die Vereinigten Staaten (VS) mit ihrer F-22. Theoretisch besitzen die VS auch noch ein weiteres Kampfflugzeug der 5. Generation, die F-35, aber Letztere wurde dermaßen schlecht entworfen und hat so immense Probleme, daß wir sie hier,  für unsere Zwecke gut ausblenden können. Bis jetzt ist die F-22 das "einzige wirkliche": sie wurde umfangreich getestet und in beachtlichen Mengen eingesetzt. Die russische SU-57 ist noch Jahre davon entfernt, das von sich behaupten zu können, weil sie weder umfassend erprobt noch in beachtlichen Mengen eingesetzt worden ist. Das bedeutet nicht, daß die Russen nicht rasant aufholen, das tun sie, aber bisher hat die SU-57 gerade ihre erste Testphase erfolgreich bestanden. Dem normalen swjetisch/russischen Procedere nach, wäre es jetzt an der Zeit ein paar der Flugzeuge an den Luftwaffenstützpunkt der Russischen Luftstreitkräfte (RLS), um die militärischen Besatzungen mit dem Flugzeug bekannt zu machen und die Testreihen fortzusetzen, wobei währenddessen die Rückmeldungen nicht von den Testpiloten, sondern von den entsprechenden Luftkampfausbildern kommen. Diese zweite Testphase sollte mindestens 6 Monate oder länger dauern und kleinere Mängel aufdecken, die im tatsächlichen Kampfeinsatz jedoch schwerwiegende Konsequenzen haben können. Mit anderen Worten, ist die SU-57 noch sehr "unbehauen" und benötigt eventuell noch eine Menge Feineinstellungen, bevor sie im Gefecht eingesetzt werden kann. Wie "unbehauen"? Nur ein Beispiel: Bis zum heutigen Tag fliegt nur eine der derzeit existierenden SU-57 mit den neuen Supercruise-fähigen Triebwerken, alle anderen verwenden Triebwerke der 4. Generation. Das ist keine große Sache, zeigt jedoch, daß noch eine Menge getan werden muß, bevor dieses Flugzeug vollständig einsatzfähig ist.

Der Geanke, daß die Russen die SU-57 nach Syrien entsandt haben, um mit der SU-22 zu konkurrieren oder sie anderweitig am tatsächlichen Kampfgeschehen teilnehmen zu lassen ist aberwitzig. Während die SU-57 auf dem Papier weit moderner und fortschrittlicher ist, als die F22, stellt sie in der Realität keine ernsthafte Bedrohung für die VS-Streitkräfte in Syrien dar (wenn die Russen die Amerikaner wirklich hätten ausflippen lassen wollen, hätten sie entschieden, zum Beipiel, ein Paar MIG-31BM* 24 Stunden am Tag über Syrien patrouillieren zu lassen). Die russischen Berichte darüber, daß diese Flugzeuge Ghouta dem Erdboden gleichgemacht oder Tausende Amerikaner getötet haben sollen, sind nichts weiter, als billige und hetzerische Propaganda ignoranter russischer Nationalisten, die nicht zu begreifen scheinen, daß es nicht einmal in der Theorie zu den Aufgaben der SU-57 gehört Städte dem Erdboden gleich zu machen. Tatsächlich haben russische Analysten diese verrückten Berichte sofort nach deren Auftauchen als Unsinn abgewiesen.
Allerdings haben nicht nur russische Nationalisten das Monopol auf blanken Unsinn. Die Leute von der National Interest haben einen Artikel umgebucht (der ursprünglich auf dem Blog, War is Boring erschienen ist) der die SU-57 als grundlegend gescheitertes und gestorbenes Projekt abtut und ihren Einsatz in Syrien als "Farce" bezeichnet (ich ziehe meinen Hut vor den Kommentatoren der National Interest, welche den lächerlichen  Charakter dieses Artikels umgehend durchschaut und sich gefragt haben, ob er von Lockheed bezahlt worden ist). Andererseits haben wir, im Spektrum des westlichen Wahnsinns, die britische Daily Express, die über Wladimir Putins Entscheidung, die "furchterregende hochmoderne SU-57" in das syrische Kriegsgebiet zu entsenden, geschrieben hat. Wie bei der "Admiral Kusnezow"* können sich die die Ziomedien nicht entscheiden, ob die russische Hardware ein antiquierter, nutzloser Haufen Schrott ist oder eine furchterregende Bedrohung, die die gesamte Menschheit um den Schlaf bringt. Vielleicht beides, zur selben Zeit? Bei paranoiden Narzissten, weiß  man das nie. Schließlich ist die Vorstellung, daß Putin (persönlich?) diese 4 Flugzeuge nach Syrien gesandt hat, um ihm bei dem Kampf um seine Wiederwahl zu helfen (womit die russophobe Haaretz hausieren ging) auch weit von jeder Wahrheit entfern und und läßt mich fragen, ob die Leute, die einen solchen Müll schreiben sich überhaupt der Beliebtheitsquote von Wladimir Putin bewußt sind.

Was also geschieht hier tatsächlich?

Nun, ehrlich, das ist wirklich schwer zu sagen, und die russischen Verantwortlichen geben sich darüber zugeknöpft. Dennoch haben verschiedene gut informierte russische Analysten einige wohldurchdachte Einschätzungen darüber vorglegt, was hier gerade stattfindet. Die Kurzversion lautet wie folgt: Die SU-57 sind nur nach Syrien geschickt worden, um ihre Bordelektronik in einer gefechtsähnlichen, elektromagnetischen Umgebung zu testen. Die detailliertere Version würde etwa so aussehen:

Die SU-57 beherbergt ein extrem komplexes und vollständig integrietes System an Bordelektronik, das drei X-Band*-Radargeräte mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung (AESA*) (ein Haupt und zwei Seitensichtgeräte) sowie zwei L-Band-Radargeräte mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung in den Verlängerungen der Antsrömkanten der Tragflächen und zusätzlich ein elektrooptisches Ortungssystem (das sowohl im sichtbaren Infrarot- als auch im Ultraviolettbereich arbeitet) beinhaltet. All diese Sensoren sind untereinander (5 Radargeräte mit 2 Frequenzbändern und die passive Optik) und mit dem fortgeschrittenen elektronischen Kampfführungssystem sowie mit einer verschlüsselten Hochgeschwindigkeits-Datenverbindung verbunden, welche das Flugzeug mit anderen in der Luft, im All sowie auf dem Boden befindlichen Sensoren verbindet. Das ähnelt dem, was die VS versuchen mit der F-35 zu erreichen, jedoch auf einem weit komplexeren Niveau (selbst in der Theorie ist die F-35 ein vergleichsweise simpleres und weniger leistungsfähiges Flugzeug). Man könnte es als interessant erachten all dieses Zeug in einer strahlungsreichen Umgebung, wie dem Himmel über Syrien, zu testen, wo die Russen moderne Systeme (S-400*, A-50U*, etc.) einsetzen und wo die Amerikaner und Israelis auch eine Menge interessanter Signale senden (einschließlich VS-amerikanische und israelischer AWACS, F-22 und F-35, etc.). Es wäre äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich, eine solches strahlungsreiche Umgebung Szenario in Rußland nachzubilden. Die Frage ist, ob es das Risiko wert war?

Die Risiken dieses Einsatzes in Syrien sind sehr real und ernstzunehmen. Soweit ich weiß, existieren dort noch keine bombensicheren Hangars und Rußland hat kürzlich einige Flugzeuge eingebüßt (ein paar davon nicht vollständig, andere schon), als die "guten Terroristen" den
 Luftwaffenstützpunkt, Khmeimim, unter Mörserbeschuß genommen haben. Nun haben wir also VIER SU-57 (von insgesamt etwa 12 oder 13), jede zwischen 50 und 100 Millionen Dollar teuer, unter freiem Himmel in einem Kriegsgebiet stehen?! Wie steht es um die operative Sicherheit? Wie steht es umd die Sicherheit des Stützpunkts?

Es gibt also ein politisches Risiko. Es ist wohlbekannt, daß die VS immensen politischen Druck auf Indien ausgeübt haben, damit das Land sich aus dem gemeinsamen russisch-indischen Entwicklungsprojekt (dem FGFA/PMF Programm) für ein Jagdflugzeug der 5. Generation*, zurückzieht. Schlimmer noch, denn Indien betreibt derzeit zu viele parallel laufende Flugzeugprojekte und es soll, laut Berichten, Mißverständnisse zwischen Russen und Indern über Gestaltungsmerkmale geben. Mit dem anscheinend niemals endenden Desaster der F-35 ist das Allerletzte, was die VS benötigen, daß irgendwo auf der Welt ein erfolgreicher russischer Konkurrent aus der 5. Generation auftaucht (zumal einer, der das deutliche Potential besitzt sowohl die erfolgreiche F-22 als auch die F-35 auszustechen). Man kann sich leicht vorstellen, wie die anglo-zionistische Propagandamaschine reagiert, wenn bei den SU-57 auch nur ein kleineres Problem auftritt, während sie sich in Syrien befinden (lesen Sie nur den oben verlinkten Artikel aus der National Interest, um sich ein Bild von der westlichen Gesinnung zu machen)!

Die SU-57 hat auch innerhalb Rußlands ansehnliche Konkurrenten: die oben erwähnten Flugzeuge der Generation 4++, besonders die SU-35S. Hier sehen wir dieselbe Dynamik, wie bei der F-22: während die SU-57 der SU-35 auf dem Papier deutlich überlegen ist, ist die SU-35 in der realen Welt ein hinreichend getestetes und einsatzfähiges System, das, anders als die F-22, noch dazu viel preiswerter ist, als die SU-57 (die F-22 ist mindestens doppelt so teuer wie die SU-57). Diese Tatsache ist besonders für den internen russischen Markt relevant. Daher lautet die wirkliche Frage für die RLS schlicht: Benötigt Russland die SU-57 tatsächlich, und wenn ja, in welcher Stückzahl?

Dies ist, sowohl technisch als auch politisch betrachtet, eine sehr komplexe Frage uns selbst bei dem Versuch sie zu beantworten, müssen eine Menge sehr umstrittener Vorstellungen über die Art der Bedrohung, mit der sich die RLS künftig konfrontiert sehen und über die Art der ihnen übertragenen Aufgaben geklärt werden. Das größte Problem für die Russen ist, daß sie bereit eine sehr breit aufgestellte Flotte an extrem erfolgreichen Kampfflugzeugen besitzen, besonders die SU-35 und die SU-34. Sollte Rußland mehr von diesen Flugzeugen einsetzen oder sollte sie große Ressourcen auf ein neues, sehr komplexes und zukunftsweisendes Flugzeug verwenden? Die meisten russischen Analysten würden wahrscheinlich der These zustimmen, daß Rußland in der Lage sein muß eine geringe Anzahl von tatsächlichen Kampfflugzeugen der 5. Generation einsetzen zu können, während sie sich jedoch wahrscheinlich nicht auf deren Anzahl einigen könnten. Die derzeitigen Flugzeuge der Generation 4++ sind sehr erfolgreich und stellen für ihre westlichen Kontrahenten mehr als nur Spielzeuge dar, eventuell mit Ausnahme der F-22. Aber wie wahrscheinlich ist es, daß Russen und Amerikaner tatsächlich einen heißen Krieg beginnen?

Außerdem würde der tatsächliche Ausgang eines theoretischen Gefechts zwischen der SU-22 und der F-22 (über den so viele Blogger liebend gern spekulieren) höchstwahrscheinlich eher von Taktik und Einsatz abhängen, als von den tatsächlichen Fähigkeiten dieser Flugzeuge. Nebenbei, sollte die SU-35 wie auch die F-22 gegeneinander nur aus Wut aufeinander eingesetzt werden, wobei vieles auch davon abhängen würde, was sonst noch um sie herum geschehen und wo ein solcher Einsatz stattfinden würde. Außerdem, und nur um dieser Frage theoretisch nachzugehen, müßten wir nicht nut die tatsächlichen Flugzeuge, sondern auch ihre Waffen miteinander vergleichen. Ich nehme an, daß der Ausgang eines Luftkampfs zwischen einer SU-35 und einer F-22 unmöglich vorherzusagen ist (es sei denn, Sie sind ein fahnenschwenkender Patriot, wobei sie in diesem Fall sicherlich absolut überzeugt davon sein werden, daß "Ihre" Seite gewinnen wird). Wenn ich recht habe, bedeutet das, daß es kein zwingendes Argument dafür gibt, daß Rußland es nötig hat die SU-57 in großen Stückzahlen zu produzieren und daß die in der Luft überlegene Kombination aus SU-30 und SU-35 mehr als genug ist, um die Amerikaner abzuschrecken.

[Randbemerkung: Dies ist ein wiederkehrendes Problem bei russischen Waffen und Waffensystemen – nämlich so gut zu sein, daß es nur wenig Anreize gibt etwas Neues zu produzieren. Das beste Beispiel hierfür ist die berühmte AK-47 Kalaschnikow, die ein paar Mal modernisiert worden ist, wie durch die AKM-74, die jedoch durch ein fundamental neues und völlig andersartiges Sturmgewehr ersetzt werden mußte. Es gibt eine Menge guter Kandidaten auf dem Markt, aber jedes Mal fragt man sich, ob der Preis die Anstrengung wert ist. Die ursprüngliche  SU-27 (in Dienst gestellt im Jahr 1985) war ein so überragender Erfolg, daß sie als Basis für eine lange Reihe immens erfolgreicher Varianten, einschließlich derer, die wir nun in Syrien sehen, die SU-30, die SU-35 und selbst die großartige SU-34 (von der nirgendwo auf der Welt Ähnliche existiert). Manchmal kann eine Waffe oder ein Waffensystem einfach "zu erfolgreich" sein und für künftige Modernisierungsbemühungen ein Problem darstellen.]

Wie dem auch sei, ist die Zukunft der SU-57 weit davon enfernt sicher zu sein und das mag, zum Teil, auch die Entscheidung erklären, einige davon nach Syrien zu entsenden: nicht nur um ihre Bordelektronik zu testen, sondern auch um einen PR-Erfolg damit zu erzielen, sie und besonders die symbolische Rolle des Flugzeugs in den Blickpunkt zu rücken. Russische Regierungsvertreter haben bekannt, daß geplant war ihre Stationierung in Syrien mit dem "Tag der Verteidigung des Vaterlandes" übereinstimmen zu lassen. Ein solcher Schritt bricht mit den normalen sowjetisch/russischen Gepflogenheiten, und ich muß zugeben, daß ich ich höchst unzufrieden mit dieser Entwicklung bin, und auch wenn ich nicht so weit gehe es als "Farce" zu bezeichnen (wie der Artikel im National Interest es tat), sieht macht auf mich den Eindruck eins PR-Gags. Und ich frage mich: Was treib die Russen zu einem solchen Handlungsdruck, wenn sie ein solches Risiko auf sich nehmen? Ich glaube nicht, daß irgendjemand in Rußland ernsthaft meint, daß sich die VS durch eine so, offen gesagt, hastige Stationierung abschrecken oder gar beeindrucken lassen. Also nehme ich an, daß diese Entwicklung mit der unsicheren Zukunft des Beschaffungsprogramms der SU-57 verknüpft ist. Hoffentlich machen sich die Risiken bezahlt und die Bordelektronik der  SU-57 besteht all erforderlichen Aufgaben und erhält all die benötigte Finanzierung und Exportaufträge.

Nachtrag:


Gerade als ich diese Worte schrieb, haben die Russen angekǘndigt (siehe hier und hier), daß daß es sich bei den israelischen Satellitenaufnahmen um Fälschungen gehandelt hat, und daß die SU-57 nach zwei Tagen Aufenthalt in Syrien wieder nach Rußland zurückgeflogen sind. Zwei Tage? Offen gesagt, kaufe ich ihnen das nicht ab. Für mich sieht es nach einem fehlgeschlagenen PR-Gag aus, einschließĺich in den russischen sozialen Medien, und daß Rußland entschieden hat diese Flugzeuge wieder nach Hause zu holen. Nun, daß halte ich für eine gute Idee.

Quelle: http://www.unz.com/tsaker/making-sense-of-the-russian-5th-generation-fighters-in-syria/

Sämtliche mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt


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