Dienstag, 20. März 2018

Kriegsauslöser. Wird ein "Katastrophales Ereignis" einen totalen Krieg entfachen? Lassen wir das noch einmal zu?

Von Prof. Graeme McQueen
Übersetzt von wunderhaft


Das Attentat auf  Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 hat zum 1. Weltkrieg geführt. Der Zwischenfall am Golf von Tonkin am 4. August 1964 hat den Vietnamkrieg möglich gemacht.


Anmerkung der Redaktion von Global Research:

Sind Russia-Gate, Nowitschok, Ost Ghouta, False Flags?

Diese sorgfältig recherchierte Artikel von Professor Graeme McQueen präsentiert einen zeitgemäßen historischen Gesichtspunkt, der regelmäßig sowohl von den Mainstream Medien als auch von Suchmaschinen "zensiert" wird. Die Gefahr eines 3. Weltkriegs erscheint nicht auf den Titelseiten der Zeitungen.

Ziehen Sie bitte in Betracht Prof. McQueens Artikel ihren Freunden und Kollegen zu empfehlen und ihn auf alternativen Medien und Blogs weiter zu veröffentlichen.

Die Gefahr eines 3. Weltkriegs ist real, zumal keine Friedensbewegung in Sicht ist. In den Vereinigten Staaten (VS), Kanada und der EU ist die Friedensbewegung erloschen und gegenüber den umfassenden Auswirkungen eines Nuklearkriegs unkundig.

Aus diesem Grund, liebe Leser, bitten wir Sie um Ihre Hilfe und Unterstützung. Es existiert eine reale "Verschwörung", um einen Krieg auszulösen. Das ist die Wahrheit. Bauen sie Kommunikationsnetzwerke auf, verbreiten Sie die Nachricht und organisieren Sie sich auf der Graswurzelebene.

Mit Prof. Mc Queens Worten:
"Unsere Aufgabe ist klar. Wir müssen sowohl unsere investigative als auch unsere kommunikativen Ressourcen mobilisieren, um die Bemühungen jener zunichte zu machen, die auf die Planung und Förderung von Kriegsauslösern spezialisiert sind und das Kriegssystem aufrechterhalten wollen. Wir habe im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschenleben an den Krieg verloren. Lassen wir dies wirklich noch einmal geschehen?"
Michel Chossudovsky, Herausgeber von Global Research, am 18 März 2018

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18. März 2018, Global Research
Wenn wir die westlichen Regierung dabei beobachten, wie sie ihre Gegner auf die Probe stellen – heute den Iran, morgen Nordkorea und dann Rußland und China – stockt uns der Atem. Mit Angst warten wir auf ein katastrophales Ereignis, das einen Krieg entzünden wird. Jetzt ist die Zeit gekommen, über solch kataklystische Ereignisse nachzudenken, sie zu verstehen und uns auf sie vorzubereiten.

Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 hat zum 1. Weltkrieg geführt. Der Zwischenfall am Golf von Tonkin am 4. August 1964 hat den Vietnamkrieg möglich gemacht.

Beide Ereignisse waren Auslöser. Ein "Kriegsauslöser" ist, meiner Definition nach, ein Ereignis, daß einen Ausbruch oder die Ausweitung heißer Kriege begünstigt – die Phase innerhalb der Kriegsmaschinerie in der das aktive Töten stattfindet.

Kriegsauslöser können davon betroffene Bevölkerungen dazu bringen ihre Kritikfähigkeit und ihre Bereitschaft den Narrativen ihrer Regierung zu widersprechen beiseite zu legen. Sie sind auch in der Lage moralische Werte und ideologische Überzeugungen außer Kraft zu setzen. Beim Ausbruch des 1. Weltkriegs lagen sowohl die Friedensbewegung als auch die Frauenbewegung und die sozialistische Bewegung am Boden.

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Während heute unter Wissenschaftlern das Ausmaß der Raserei zu Beginn des 1. Weltkriegs diskutiert wird, ist es schwer die persönlichen Eindrücke von so gebildeten Augenzeugen, wie etwa Rosa Luxemburg, auszublenden, die diese mit folgenden Worten beschrieben hat:
"irres Delirium", "patriotische Straßendemonstrationen", "singende Menschenmengen", "die Kaffees mit ihren patriotischen Gesängen", "der gewaltbereite Mob, bereit zur Denunziation, bereit Frauen zu verfolgen, bereit sich über jedes Gerücht in eine besinnungslose Raserei hinein zu peitschen", "die Atmosphäre von Ritualmorden". (Rosa Luxemburg, 261)
Was Rosa Luxemburg beschrieben hat, waren Zustände, die  von einem erfolgreichen Kriegsauslöser herbeigeführt worden sind, und in denen eine Bevölkerung lebensbedrohlich wird, wenn sie sich darauf vorbereitet ihrem Feind entgegenzueilen, während sie gleichzeitig auf alle in ihren eigenen Reihen einschlägt, die es wagen sich zu widersetzen.

Luxemburg selbst hat es gewagt sich zu widersetzen, was zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe geführt hat. Während dieser Zeit hat sie die Junius-Broschüre* geschrieben, in der sie die europäischen sozialistischen Führer dafür kritisiert hat sich vom Geist des Krieges vereinnahmen zu lassen und die Konsequenzen ihrer Torheit hervorhob:
"Das im August, im September verladene und patriotisch angehauchte Kanonenfutter verwest in Belgien, in den Vogesen...Das Geschäft gedeiht auf Trümmern. Städte werden zu Schutthaufen, Dörfer zu Friedhöfen, Länder zu Wüsteneien, Bevölkerungen zu Bettlerhaufen, Kirchen zu Pferdeställen; Völkerrecht, Staatsverträge, Bündnisse, heiligste Worte, höchste Autoritäten in Fetzen zerrissen;" (Luxemburg 261-2)
Luxemburgs Zorn hatte eine solide Grundlage in dem, was als "Augusterlebnis*" bekannt geworden ist und ganz Europa befallen hat. So erging, beispielsweise, am 3. August 1914, als der Krieg gerade erst begonnen hatte, der folgende Aufruf von den meisten Rektoren und Senaten bayrischer Universitäten an deren Studenten:
„Kommilitonen! Die Musen schweigen. Es gilt den Kampf, den aufgezwungenen Kampf um deutsche Kultur, die Barbaren vom Osten bedrohen, um deutsche Erde, die der Feind im Westen uns neidet. Da entbrennt auf neue der furor teutonicus, die Begeisterung der Befreiungskämpfe lodert auf. Der heilige Krieg bricht an."
(Keegan, 358)
Als Reaktion auf diesen hysterischen Appell hat sich eine große Anzahl deutscher Universitätsstudenten freiwillig gemeldet. Sie sind unausgebildet in die Schlacht geworfen worden. Innerhalb von drei Wochen sind 36.000 von ihnen gefallen.

Deutschland ist jedoch mit seinen Empfindlichkeiten bestimmt nicht allein gewesen. In seinem unvollendeten Essay, "War is the Health of the state", beschrieb er, was er einige Zeit später in den Vereinigten Staaten wahrgenommen hat, als das Land von einer kriegsfeindlichen zu einer kriegsfreundlichen Haltung gewechselt und dem globalen Desaster beigetreten ist. Als die Regierung erst einmal die Entscheidung getroffen hatte in den Krieg zu ziehen, hat er beobachtet, wie die gesamte Bevölkerung plötzlich ihre Meinung geändert hat. "In dem Moment in dem der Krieg erklärt wird... kommt die große Mehrheit der Bevölkerung durch irgend eine spirituelle Alchemie zu der Überzeugung, daß es ihr eigener Wille gewesen ist, dem sie nachkommt."

Daher hat das Volk, "mit Ausnahme einiger Unzufriedener beschlossen sich weiterhin regieren, zwingen sowie all ihre Lebensumstände durcheinanderbringen zu lassen und verwandelte in eine robuste Fabrik der Zerstörung".

Es ist wahr, daß die mit dem 1. Weltkrieg einhergehende Kriegsraserei dieser Art  in den folgenden Jahren weniger üblich wurde, weil sich herausgestellt hat, daß der Krieg zu einer Katastrophe ohnegleichen geworden war. Ich meine jedoch, daß es völlig falsch ist anzunehmen, daß in der heutigen Zeit der Hochtechnologie und der digitalisierten Kriegführung das Erwecken des Kriegsgeistes in einer Bevölkerung nicht mehr wichtig ist oder benötigt wird. Eine von einem gewissen Col. Harry Summers* durchgeführte sehr maßgebliche Analyse der amerikanischen Strategie im Vietnamkrieg kam vor einigen Jahren zu dem Schluß, daß ein Hauptgrund für den Niedergang der VS darin bestand, daß es den politischen Führern nicht gelungen ist die Emotionen ihrer Bevölkerung zu erregen. Das amerikanische Volk ist gezwungen worden einen "kaltblütigen" Krieg zu führen, den es für intolerabel hielt. Tatsächlich meinen viele Analysten der VS, daß dieses Unvermögen den Kriegsgeist erwecken zu können zu dem "Vietnam Syndrom" geführt hat – dem Widerwillen militärisch in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzugreifen. Diese Scheu, meinten sie, sei für eine Großmacht ungeeignet.

Einer der Zwecke der Operation vom 11. September 2001 bestand, meiner Ansicht nach, genau darin diesen Umstand zu ändern – starke Gefühle des Zusammenhalts zu erregen  und die Regierung dabei zu unterstützen das Vietnam Syndrom ein für allemal zu auszutreiben sowie mit viel Energie das neue Konfliktgebilde (den Krieg gegen den Terror) auf den Weg zu bringen, damit aus dem 21. Jahrhundert, unter Führung des Militärs, ein weiteres Amerikanisches Jahrhundert werden würde.

Dennoch sind nicht alle Kriegsauslöser gleich, und wir müssen Kategorien dafür erstellen. Wir können drei große Typen davon unterscheiden: versehentliche Kriegsauslöser, vorbereitete Kriegsauslöser und fabrizierte Kriegsauslöser.

Ein versehentlicher Kriegsauslöser ist ein Ereignis, daß einen heißen Krieg unbeabsichtigt auslöst. Der Druck von Ereignissen, wahllosen Zusammenstößen, die tägliche Frage nach der Erfüllung körperlicher Bedürfnisse – all dies kann, unbeabsichtigt, zu einem Kriegsauslöser werden. Nachdem sich der Vorfall ereignet hat, kann er, wieder ohne jeden bewußten Komplott, direkt zu einem heißen und gewaltsamen Streit zwischen den Konfliktparteien führen.

Zweifelsohne passen viele Kriegsauslöser in der Geschichte in die Kategorie versehentlicher Kriegsauslöser. Je mehr in der Vergangenheit von Menschen geführte Kriege ich ich allerdings untersucht habe desto weniger bin ich bereit die auslösenden Ereignisse als versehentlich zu betrachten.

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Bei meinen vor Jahren gehaltenen Vorträgen über Kriegsauslöser habe ich das Attentat auf Erzherzog Ferdinand als Beispiel für einen versehentlichen Kriegsauslöser benutzt. Selbstverständlich war mir klar, daß der Attentäter des Erzherzogs nicht allein allein gehandelt hat: Gavrilo Princip, der junge serbische Nationalist, war bestimmt kein "einsamer Wolf": Er war einer von mehreren bewaffneten Männern, die entlang der Route des Erzherzogs positioniert worden waren, und auch wenn er diesem Plan verpflichtet war, ist sehr klar, daß er von einer Gruppe mit hochrangigen Verbindungen vorsätzlich benutzt worden war, um das Attentat zu begehen. Jedoch war ich der Meinung, daß der Planer den großen Flächenbrand, der daraus entstanden ist, nicht beabsichtigt hatten, und ich war von der Vielzahl der Elemente in dem "balkanischen Kessel" beeindruckt, die jeder rationalen Planung zu widersprechen schienen.  Ähnlich beeindruckt war ich von den zahlreichen wirksamen systemischen Faktoren, die im Zuge dieses Ereignisses zu einem großen Krieg geführt haben, angefangen bei einer blühenden Waffenindustrie über von Grund auf getäuschte Führungsschichten und verschlungene Staatenbündnisse bis zu Systemen, wie dem der Eisenbahn, welch der ersten Partei die Mobilmachung ermöglicht hat. Allem in allem bin ich der Meinung gewesen, daß die unbeabsichtigten Faktoren die vorsätzlichen überwogen haben, weshalb ich dies einen versehentlichen Kriegsauslöser genannt habe,

Der jüngste Stand der Erkenntnisse hat meine Überzeugung dieser Position gegenüber allerdings schwinden lassen. Besonders seit ich auf Dochtertys und McGregors Buch, "Verborgene Geschichte: Wie eine geheime Elite die Menschheit in de Ersten Weltkrieg stürzte"*, gestoßen bin, neige ich dazu den Kriegsauslöser für den 1. Weltkrieg als vorbereiteten Auslöser umzubenennen.

Um einen vorbereiteten Auslöser handelt es sich, wenn eine einflußreiche Partei Ding unternimmt, welche die die Chancen für einen heißen Krieg erhöhen, entweder durch die vorsätzliche Schaffung von Umständen, welche die Entstehung kriegsauslösender Ereignisse wahrscheinlich machen oder durch die Übernahme eines Ereignisses bei gegebenen Umständen, das dann zum Kriegsauslöser wird.

Wenn der Auslöser des 1. Weltkriegs von einem versehentlichen in einen vorbereiteten umbenannt werden muß, erhöht das die Anzahl der Fälle dieser ohnehin schon gut gefüllten Kategorie. Der Angriff auf Pearl Harbor, der den Eintritt der VS in den 2. Weltkrieg ausgelöst hat, ist bestimmt vorbereitete worden. Die Faktoren, welche die Chancen für einen japanischen Angriff erhöhen und damit den Widerstand der Bevölkerung der VS gegen einen Kriegseintritt brechen würden, sind untersucht und zum Bestandteil eines vorsätzlichen entwickelten Programms geworden. Gegen den japanischen Angriff auf  Pearl Harbor ist vorsätzlich nichts unternommen worden.  Die Kriegserklärung an Japan war die unmittelbare Folge dieses vorbereiteten Angriffs.

Auch der Zwischenfall am Golf von Tonkin fällt in diese Kategorie. Die Auseinandersetzung am Golf von Tonkin ist nicht zufällig geschehen. Die politischen Führer der VS hatten ein systematisches Programm von Überfällen an der nordvietnamesischen Küste entworfen (die DESOTO-Attacken*), die eine Reaktion provozieren sollten. Während noch darüber debattiert wird, in welchem Ausmaß dieser Zwischenfall geplant worden ist, stehe ich auf der Seit derer, die es als ihn als höchst vorsätzlich konstruierte Provokation der VS-Führer zur Erschaffung eines heißen Krieges betrachten. Die Antwort der der Nordvietnamesen auf das Eindringen der Maddox sowie der Turner Joe in ihre Hoheitsgewässer war bemerkenswert mild, wurde jedoch von den Kalten Kriegern der VS aufgebläht und verdreht, sodaß es als "kommunistische Aggression" dargestellt werden konnte, die einer gewaltsamen Antwort bedurfte

Der Erfolg der beiden letztgenannten vorbereiteten Kriegsauslöser läßt sich an der Dokumentation der Abstimmung im VS-Kongreß ablesen. Am 8. Dezember 1941 gab es lediglich eine Stimme gegen die Kriegserklärung an Japan im Kongreß. Am 7. August 1964 stimmte das Haus einstimmig für die Resolution zum Golf von Tonkin, während das Stimmenverhältnis im Senat 88:2 betragen hat.

Diese Wahlstatistiken sind ernüchternd. Die Bereitschaft des Gruppenbewußtseins in prä-rationales Verhalten zurückzufallen – drastische Maßnahmen mit schrecklichen Konsequenzen zu ergreifen, ohne nach einer ernsthaften Bestätigung der Geschehnisse auch nur zu suchen – bringt die Menschheit in große Gefahr.

Ein fabrizierter Kriegsauslöser treibt die Manipulation der Bevölkerung noch weiter voran. Hier ist die Vorsätzlichkeit extrem: Hierbei geht es nicht nur darum die Chancen zu erhöhen, daß sich ein Vorfall ereignet oder im Anschluß daran aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Hier schreiben die Kriegstreiber das Drehbuch, choreographieren die den Ablauf, planen sein Ergebnis und inszenieren das Ereignis selbst oder beauftragt andere damit. Üblicherweise werden sie auch alle, die es wagen die der Welt von ihnen präsentierte Darstellung zu hinterfragen, dämonisieren und kleinreden..

Der Krieg gegen den Terror ist die Meisterklasse der fabrizierten und vorbereiteten Auslöser. Bei meinen eigenen Untersuchungen habe ich mich auf die zweiteilige Operation des Falls von 2001  konzentriert – auf die Ereignisse am 11. September und die unmittelbar darauf folgenden Anschläge mit Anthrax-Briefen. Das waren fabrizierte Kriegsauslöser, und sie haben ihren Zweck, das Gewinnen  der Unterstützung der Bevölkerung in den VS sowie seiner Repräsentanten für Kriege im Ausland und Beschränkungen der heimischen Bürgerrechte, erfolgreich erfüllt.

Eine von der Washington Post und ABC am Abend des 11. September durchgeführte Umfrage soll ergeben haben, daß:
"fast neun von zehn der Befragten Militäraktionen gegen für die gestrigen Anschläge verantwortlichen Gruppen oder Nationen befürwortet haben. Zwei von Dreien waren bereit ´einige der in unserem Land existierenden Freiheiten´ aufzugeben, um hart gegen den Terrorismus vorzugehen."
(MacQueen)
Währenddessen liefen eingeschüchterte Kongreßmitglieder beim Erhalt der Nachricht, daß sich ein Flugzeug auf dem Weg in Richtung des Capitols befinden sollte, um ihr Leben. An diesem Abend hatten sie sich auf den Stufen des Capitols versammelt, um gemeinsam God Bless America zu singen und mit etwas zu beginnen, was, in Wahrheit, ihre absolute Kapitulation vor jenen gewesen ist, die diesen Kriegsauslöser fabriziert hatten.

Am 14. September 2001 wurde das Ermächtigungsgesetz für die Anwendung militärischer Gewalt vom Senat einstimmig und vom Kongreß mit 422 gegen 1 Stimme ratifiziert

. Gegen Ende Oktober hatten sich verschiedene Kongreßmitglieder wieder etwas erholt, und die Abstimmung über den, die heimischen Bürgerrechte in den VSA einschränkenden, Patriot Act traf  mit 357:66 Stimmen auf mehr Widerstand, als der zuvor überstürzt verabschiedete Kriegseinsatz. Das Ergebnis seiner Verabschiedung im Senat war, allerdings, mit 98:1 Stimme typischer.

Diese Wahlergebnisse im Kongreß demonstrieren den, auf kurze Sicht, bemerkenswerten Erfolg von solch fabrizierten Kriegsauslösern am Beispiel des Jahres 2001. Da die Wirkung solcher Operationen allerdings vorübergehend ist, hatten die Täter keine andere Wahl, als das Vorbereiten und Fabrizieren von Kriegsauslösern fortzusetzen, um ihren betrügerischen Krieg gegen den Terror aufrechtzuerhalten. Das FBI (und parallel dazu Bundeskriminalämter in anderen westlichen Ländern) haben sich damit beeilt junge Leute als Futter für den Krieg gegen den Terror zu verführen und zu rekrutieren, während in anderen Fällen Anschläge unter Falscher Flagge unter der Verwendung von Gesamtpaketen verübt worden sind. Diese Aktionen hatten unterschiedlichen Erfolg. So gilt, beispielsweise, die offizielle Erklärung des Anschlags am Boston Marathon, trotz ihrer Widersprüche und Absurditäten, als weithin anerkannt, während die Geschichte des Giftgasanschlags im Jahr 2013 in Syrien ihr angestrebtes Ziel, einer Ausweitung der direkten Beteiligung des VS-Militärs in Syrien, verfehlt hat. Ähnlich erheben sich zu den jüngsten Behauptungen über den russischen "Nowitschok*-Anschlag" bereits kritische Stimmen.

Wir täten gut daran nicht zu vergessen, daß die permanente Herstellung vorbereiteter und fabrizierter Kriegsauslöser umfangreiche Ressourcen benötigt und auf  Dauer nicht ungeklärt bleiben kann. Sie beinhaltet enorme Risiken für die Kriegsplaner. Die erfolgreiche und eindeutige Aufdeckung von nur einem dieser Betrüge vor der Weltöffentlichkeit könnte über Nacht das Machtgleichgewicht beeinträchtigen.

Unsere Aufgabe ist klar. Wir müssen sowohl unsere investigativen als auch unsere kommunikativen Ressourcen mobilisieren, um die Bemühungen jener zunichte zu machen, die sich auf die Konstruktion und Unterstützung von Kriegsauslösern spezialisiert haben und das Kriegssystem aufrechterhalten wollen. Wir haben im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschenleben an den Krieg verloren. Wollen wir wirklich zulassen, daß sich das wiederholt?

*
Graeme MacQueen ist ehemaliger Direktor des Zentrums für Friedensstudien an der  McMaster University, eines der Mitglieder des 9/11 Consensus Panel* und ehemaliger Mitherausgeber des Journal of 9/11 Studies*.

Professor McQueen ist  regelmäßiger Gastautor bei Global Research.


Quellenverzeichnis:
  • The Junius Pamphlet: The Crisis in the German Social Democracy, in Rosa Luxemburg Speaks, edited by Mary-Alice Waters. New York: Pathfinder Press, 1970.  (Die Junius-Broschüre*)
  • John Keegan, A History of Warfare. New York: Alfred Knopf, 1993.
  • Randolph Bourne, “The State (‘War is the Health of the State’)”, 1918.
  • Col. Harry Summers, On Strategy: A Critical Analysis of the Vietnam War. Presidio Press, 1982.
  • Robert B. Stinnett, Day of Deceit: The Truth about FDR and Pearl Harbor. New York: Touchstone, 2001.
  • Graeme MacQueen, The 2001 Anthrax Deception: The Case for a Domestic Conspiracy. Atlanta: Clarity Press, 2014.

Quelle: https://www.globalresearch.ca/triggering-war-a-manufactured-catalytic-event-leading-to-all-out-war-are-we-going-to-let-this-happen-again/5632549

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