Montag, 19. März 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 19. März 2018: Schlacht in Ost Ghouta in der Endphase, Afrin fällt

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




19. März 2018, SouthFront
Am 18. März haben die Türkischen Streitkräfte (TAF) und die Freie Syrische Armee (FSA) die volle Kontrolle über die Stadt Afrin erlangt.

Die Stadt ist die Haupt-Hochburg der YPG im Nordosten Syriens gewesen. Allerdings, hat sich die YPG fast kampflos aus ihr zurückgezogen.


On March 18, the Turkish Armed Forces (TAF) and the Free Syrian Army (FSA) established full control over the city of Afrin. Auch ein beachtlicher Teil der Zivilbevölkerung ist in die von der Regierung gehaltene, benachbarte Provinz Aleppo geflohen.

Laut türkischer Quellen haben die TAF und die FSA in Afrin eine große Anzahl an Waffen und Munition erbeutet, einschließlich VS-amerikanischer TOW* und russischer Konkurs* Panzerabwehrraketen.

Der türkische Präsident Recep T. Erdogan hat erklärt, daß Ankara "notwendige Schritte einleiten muß, um Afrin wiederaufzubauen, die Infrastruktur zu verbessern und die Spuren der Terroristen auszuradieren".

"Wir sind nicht als Besatzungsmacht dort, sondern um die Terrorgruppen auszulöschen und Frieden in Afrin zu erreichen", fügte er hinzu. Experten bezweifeln jedoch, daß die Türkischen Streitkräfte Afrin in Kürze freiwillig verlassen werden.

Nach dem Erfolg in Afrin sind die TAF und die FSA in den Norden und Nordwesten der Stadt vorgerückt und haben 29 weitere Dörfer eingenommen, die von Mitgliedern der YPG größtenteils verlassen worden sind. Die YPG und ihr politische Flügel, die PYD haben Afrin für ihre politischen Bestrebungen geopfert, jede Gelegenheit für eine Streitschlichtung mit Damaskus und den Erhalt von Unterstützung durch die iranisch-syrische Allianz zurückzuweisen.

In der Ost Ghouta haben die Syrisch Arabische Armee (SSA) und ihre Verbündeten die Regionen Saqba und Kafr Batna von Faylaq al-Rahman und Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig von Al-Qaida) befreit. Am 19. März hat sich die SAA darauf vorbereitet Ain Terma, Zamalka und Ebreen zu stürmen.

Auch kursieren Gerüchte, daß Mitglieder von Faylaq al-Rahman mit Damaskus über ein Rückzugabkommen verhandeln. Allerdings wird ein breitgefächertes Abkommen wahrscheinlich unmöglich sein, solange Hayat Tahrir al-Sham in der Region beachtliche Präsenz zeigt.

Auch die Verhandlungen in den Regionen Harasta und Douma dauern an.

Im Osten von Qalamoun haben Milizen Stellungen der SAA nahe der Luftwaffenstützpunkts, al-Sin, angegriffen und einen T-72 Kampfpanzer erbeutet sowie eine SU-24 oder eine MIG -23 abgeschossen – es ist kompliziert das Kampfflugzeug der Syrischen Luftwaffe auf dem veröffentlichten Video eindeutig  zu identifizieren.

Die mit VS-Unterstützung in at-Tanf operierenden Gruppen bereiten einen Angriff auf die SAA in Ostsyrien vor, berichtete der oppositionsfreundliche Nachrichtenkanal unter Berufung auf Mohanad al-Tala, einen Kommandeur der sogenannten Revolutionären Kommando Armee.

In der Zwischenzeit sind Berichte erschienen, nach denen von den VS unterstützte Kräfte Truppen am Ostufer des Euphrat konzentrieren.

Syrische Analysten erwägen die Möglichkeit, daß die VS und ihre Stellvertreter möglicherweise eine Bombardierung oder einen inszenierten Giftgasangriff als Provokation verwenden, um die Regierungstruppen in Ostsyrien anzugreifen. Ein solches Szenario wird wahrscheinlicher, je länger die Spannungen zwischen Rußland und den VS wachsen.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-march-19-2018-eastern-ghouta-battle-enters-final-phase-afrin-falls/


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