Samstag, 24. März 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 23. März 2018: Milizen ziehen sich aus mehreren Gegenden in der Ost Ghouta zurück

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




 23. März 2018, SouthFront
Am 22. März haben die Türkischen Streitkräft (TAF) und die Freie Syrische Armee (FSA) die Dörfer Baay, Basufan, Kafr Nabu und Burj Haydar südlich der Stadt Afrin von den Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) eingenommen.Laut unbestätigten Berichten, soll die Artillerie der TAF sogar Stellungen der Syrisch Arabischen Armee nördlich der Stadt Aleppo angegriffen haben.

Seit dem Fall von Afrin am 18. März, haben die TAF und die FSA ihre Kontrolle südlich der Stadt langsam aber sicher ausgeweitet. Einige örtliche Quellen weisen darauf hin, daß die Türkei einen Vorstoß zur Eroberung der Stadt Tell Rifaat erwägt, in deren Nähe syrische Regierungstruppen mehrere Kontrollpunkte eingerichtet haben.

Währenddessen setzen Mitglieder der YPG ihre überfallartigen Angriffe auf  türkische Streitkräfte in der Region Afrin, die formell von TAF und FSA kontrolliert werden, fort.

Die Sprecherin des Außenministeriums der VS, Heather Nauert, erklärte am 22. März, daß deren Streitkräfte Manbij nicht verlassen werden und kein Abkommen zwischen Washington und Ankara in dieser zustande gekommen ist. Die Beziehungen zwischen den VS und der Türkei über die VS-amerikanische Unterstützung der YPG, besonders hinsichtlich deren Präsenz in Mambij, bleiben weiterhin kompliziert.

In der Zwischenzeit spekulieren türkische Medien darüber, ob die Türkei eine Militäroperation gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) in der Region des Berges Sinjar im Nordirak vorbereitet. Der Vorstoß wird angeblich den Namen Operation Tigris Shield erhalten und möglicherweise nach den für den 12. Mai vorgesehenen Wahlen im Irak stattfinden.

In dem Vorort von Damaskus, Ost Ghouta, hat am 22. März ein erster Trupp Milizen von Ahrar al-Sham die Region verlassen. Am folgenden Tag wurde die Evakuierung fortgesetzt.

Währenddessen sind Berichte aufgetaucht, nach denen die syrische Regierung und Faylaq al-Rahman ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen haben, das am 23. März in Kraft treten soll. Wenn das Abkommen Erfolg hat, wird von regierungsnahen Experten der Rückzug der Mitgliedern von Faylaq al-Rahman aus Ain Tarma, Ebreen und deren Umgebung in naher Zukunft erwartet.

Das Waffenstillstandsabkommen kam nach Berichten zustande, nach denen die SAA die volle Kontrolle über die Farmen in Ain Tarma erlangt und mit Vorbereitungen für die Erstürmung dieser Schlüsselhochburg der Milizen begonnen hat.

Laut russischer Militärangaben, haben etwa 95.000 Menschen die von Milizen gehaltene Region , Ost Ghouta, seit Einrichtung der täglichen humanitären Feuerpause am 28. Februar verlassen.

Die erwartete Befreiung von Ost Ghouta wird das Kräftegleichgewicht in Syrien weiter beeinflussen und der SAA die Gelegenheit geben mit einer breit angelegten Operation gegen den ISIS in Süd-Damaskus zu beginnen, wo sich die Situation kürzlich verschlechtert hat.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-march-23-2018-militants-to-withdraw-from-more-areas-in-eastern-ghouta/


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