Freitag, 30. März 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 29. März 2018: Syrien gelobt die Rückeroberung sämtlicher ´besetzter Gebiete´

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




29. März 2018, SouthFront
Der ständige Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen (VN), Baschar al-Dschafari, hat während einer Sitzung des Sicherheitsrats der VN erklärt, daß Syrien entschlossen ist, die Kontrolle über die von Terroristen oder feindlichen ausländischen Mächten besetzten Gebiete zurückzuerlangen.

Auch hat al-Dschafari Israel, Katar, der Türkei, den Vereinigten Staaten (VS), dem Vereinigte Königreich (VK) und Frankreich vorgeworfen einen "globalen Terrorkrieg" gegen Syrien zu führen. Der Diplomat hob hervor, daß die Ost Ghouta im Begriff ist von Milizen befreit zu werden und lobte die Bemühungen der Syrisch Arabischen Armee sowie die Hilfe der Verbündeten des Landes.

Alo-Dschafaris Bemerkungen sind ein weiteres Zeichen dafür, daß die syrische Regierung fest zu ihrem Ziel steht, die territoriale Integrität des Landes wiederherzustellen und innerhalb seiner Grenzen operierende ausländische Kräfte zu bekämpfen.

Währen derselben Sitzung hat der ständiger Vertreter Rußlands bei den VN, Wassili Nebenzja, erklärt, daß, seit dem Inkrafttreten der täglichen humanitären Feuerpause am 27. Februar, 121.000 Zivilisten aus dem Vorort von Damaskus, Ost Ghouta, evakuiert worden sind.

Am 28. März haben Zivilisten im Verwaltungsbezirk Douma in der Ost Ghouta gegen Milizen von Jaish al-Islam protestiert und deren Entscheidung, die Unterzeichnung eines Versöhnungsabkommens mit der syrischen Regierung, zurückzuweisen, verurteilt.

Die Verhandlungen zwischen Jaish al-Islam und dem syrisch-russisch- iranischen Bündnis dauern weiterhin an. Allerdings hat eine Quelle aus der Syrisch Arabischen Armee (SAA) gegenüber SouthFront erklärt, daß die SAA und ihre Verbündeten bereit sind mit militärischen Mitteln vorzugehen, wenn kein Fortschritt erzielt werden kann.

Währenddessen sind Bericht erschienen, nach denen Verhandlungen zwischen den im Süden von Damaskus verbliebenen Milizen und Vertretern des Russischen Zentrums für die Aussöhnung der Konfliktparteien in Syrien fortgesetzt werden.

Laut diesen Berichten, haben die Russen Milizen in Yalda, Babbila und Beit Sahm vorgeschlagen entweder eine Aussöhnungsvereinbarung zu akzeptieren oder sich in die Provinz Idlib zurückzuziehen. Wenn die Verhandlungen erfolgreich sind, werden die syrisch-iranisch-russischen Verbündeten zusätzliche Ressourcen zur Bekämpfung des ISISI in der Gegend des Flüchtlingslagers, Jarmuk, bereitstellen.

Am 28. März haben die Nationalen Verteidigungskräfte (NVK) und die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) die Kontrolle über die Stadt, Tall Rifaat, südlich der von Türken besetzten Stadt, Afrin, erlangt.

Trotz Berichten von pro-türkischen Quellen, nach denen türkische Truppen nach Tall Rfaat vorgedrungen sind, scheint es als haben die türkischen Steitkräfte lediglich deren Umland erreicht und sich dann zurückgezogen. Örtliche Quellen spekulieren darüber, ob es sich hierbei um einen Hinweis auf die Fortsetzung von Verhandlungen zwischen der Türkei und dem syrisch-iranisch-russischen Bündnis handelt.

Die in die andauernden Kriege in Syrien involvierten Parteien sind derzeit dabei ihre Bodengewinne zu festigen und sich auf das nächste Kapitel der ausweglosen Situation vorzubereiten, das sich sowohl in den Provinzen, Idlib und Darʿā als auch in einigen Regionen im Osten Syriens abspielen dürfte.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-march-29-2018-syria-vows-to-regain-all-occupied-territories/


 
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