Freitag, 20. April 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 20. April 2018: Operationen in Süd-Damaskus und Ost-Kalamun

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




20. April 2018, SouthFront
Am 19. April hat die Syrisch Arabische Armee (SAA) und ihre Verbündeten, unterstützt von Kampfflugzeugen der syrischen Luftwaffe einen Militärschlag gegen ISIS im Flüchlingscamp Jarmuk uns dem Bezirk, al-Hajar al-Aswad im Süden von Damaskus ausgeführt. Zur Unterstützung des Angriffs hat die SAA auch Artilleriegeschütze und Raketenwerfer eingesetzt.

Die Entwicklung bahnte sich an, nachdem ein möglicher Rückzug von ISIS Kämpfern aus der Region in das Wüstengebiet östlich von Homs gescheitert war. Allerdings haben die ISIS-Mitglieder, laut örtlichen Quellen, nach wie vor die Möglichkeit das die Rückzugvereinbarung zu akzeptieren,

Am selben Tag haben Milizen Hauptkessel von Ost-Kalamun sich der SAA ergeben und eine Vereinbarung akzeptiert, die sie in die Lage versetzt sich in die von Milizen besetzten Teile von Aleppo und Idlib zurückzuziehen oder ihre Rechtsstellung zu klären. Die Milizen haben bereits damit begonnen ihre schweren Waffen, einschließlich einiger Kampfpanzer, abzugeben. Ihre Evakuierung soll am 20. April beginnen.

Mit der Befreiung von Ost-Kalamun und Süd-Damaskus wird es der SAA möglich sein große Teile der Streitkräfte für weitere Operationen gegen die Milizen im Land bereitzustellen. Eine der wichtigsten Problemgebiete ist Süd-Syrien, wo, laut dem russischen Militär und diplomatischen Quellen, Hayat Tahrir al-Sham (ehemalsJabhat al-Nusra) und ihre Verbündeten sich auf einen großen Vorstoß zur Eroberung der Stadt Daraa vorbereiten.

Laut dem Fernsehkanal des russischen Verteidigungsministeriums, Zvezda, erhalten die Milizen aktive Unterstützung durch in den von Milizen besetzten Gebieten errichtete Korridore an den syrisch-israelischen und syrisch-jordanischen Grenzen. Die geschätzte Stärke der Miliztruppen beträgt 12.000 Mann, einschließlich hunderte Einheiten an militärischer Ausrüstung, zig Artilleriegeschütze und Raketenwerfer.

Währenddessen beschuldigt das VS-Außenministrium Damaskus und Moskau die OPCW-Mission an der  Untersuchung des angeblichen Giftgasanschlags in Douma zu hindern.

Im Gegenzug behauptet das russische Verteidigungsministerium, daß syrische Truppen in den befreiten Regionen der Ost Ghouta aus Deutschland stammende Behälter mit Chlor und im britischen Salisbury hergestellte "Rauchgranaten" auf dem Gebiet gefunden zu haben, in dem sich der der mutmaßliche Giftgasangriff in Douma am 7. April ereignet haben soll.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS hat unter Berufung auf eine Quelle aus dem syrischen Verteidigungsministerium berichtet, daß Syrien Rußland zwei Marschflugkörper übergeben hat, die bei dem kürzlichen, von den VS geleiteten Angriff auf das Land nicht detoniert waren. Laut des Berichts sind die Raketen am 18. April per Luftfracht nach Rußland geschickt worden.

Das russische Verteidigungsministerium hat diesen Bericht bislang nicht kommentiert.

Am 14. April hatten die VS, das VK und Frankreich einen massiven Raketenangriff auf Syrien verübt. Laut Pentagon haben alle 105 der abgefeuerten Raketen ihre Ziele in Syrien getroffen. Im Gegensatz dazu erklärt das russische Verteidigungsministerium, daß 71 Raketen abgefangen worden sind.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-april-20-2018-operations-in-southern-damascus-eastern-qalamoun/


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