Donnerstag, 26. April 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 25. April 2018: Rußland wehrt Drohnenangriff auf seinen Stützpunkt in Syrien ab

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




25. April 2018, SouthFront
Am Abend der 24. April haben russische Truppen einen Angriff von bewaffneten Drohnen auf ihren Luftwaffenstützpunkt, Hmeimim, in der Provinz Lataka vereitelt.

Berichten nach, haben russische Luftabwehrgeschütze vom Typ Panzir-S1* zwei mit Projektilen bewaffnete Drohnen abgeschossen, bevor diese den Stützpunkt angreifen konnten. Einig Quellen fügten hinzu, daß der Militärflughafen auch von Raketen angegriffen worden ist. Allerdings sind auch diese Raketen abgefangen worden.

Später hat das russische Verteidigungsministerium eine Stellungnahme veröffentlicht, nach der seine Luftabwehrsysteme "kleinere Flugkörper unbekannter Herkunft" abgefangen habe.

Die wiederholten Drohnenangriffe auf russische Militäreinrichtungen zeigen, daß den militanten Gruppen, die in Syrien operieren, die Ressourcen fehlen, um gegen die von Rußland und dem Iran unterstützten Syrisch Arabischen Armee (SAA) zu kämpfen, und ihr derzeitiges Hauptziel bei dem verzweifelten Versuch zusätzlicher Finanzierung und Unterstützung von ihren ausländischen Sponsoren zu erhalten, die Medienberichterstattung ist.

Ein solch medialer Effekt könnte erreicht werden, wenn es den Milizen gelänge Schaden auf dem russischen Militärflugplatz und den dort stationierten Flugzeugen anzurichten.

Die SAA hat, nachdem sich die Milizen von dort zurückgezogen haben, die Kontrolle über die Ortschaft Jayrud in Ost-Kalamun erlangt. Für übrige Region ist ein Schlichtungsabkommen in Vorbereitung.

Im Süden von Damaskus haben die SAA und ihre Alliierten ihre Operationen gegen den ISIS mit der Befreiung Joura Orchards fortgesetzt. Jedoch ist bisher kein Durchbruch erreicht worden. Der ISIS leistet den vorrückenden Regierungstruppen erbitterten Widerstand.

Israel zeigt sich über Berichte, wonach Rußland dem syrischen Militär, als Antwort auf den am 14. April erfolgten Angriff auf das Land durch von den VS angeführte Streitkräfte, Luftabwehrraketen des Typs S-300* liefern könnte, wenig erfreut. Der israelische Verteidigungsminister, Avigdor Liebermann, hat erklärt, daß die israelischen Streitkräfte alle Waffen, die für sein Land eine Bedrohung darstellen, vernichten werden.

Laut Ynet*,  hat Liebermann gesagt: "Uns ist wichtig, daß die Verteidigungswaffen, die Rußland Syrien zur Verfügung stellt, nicht gegen uns verwendet werden. Wenn sie sie gegen uns einsetzten, werden wir gegen sie vorgehen." "Wenn uns irgendwer angreift, werden wir, gleichgültig, ob es sich um S-300, S-700 oder irgend etwas anderes handelt,. zurückschlagen, 

Liebermann erklärte, daß Israel "sich nicht in Syriens innere Angelegenheiten einmische" und fügte hinzu, daß Israel es dem Iran allerdings nicht erlauben werde Syrien mit fortschrittlichen, gegen Israel gerichtete Waffensystemen "zu fluten".

Vorher hatte der Kommandeur des US CENTCOM, General Joseph Votel, "einen geheimen und beispiellosen Besuch in Israel unternommen" und sich mit leitenden israelischen Sicherheitsbeamten getroffen. Einige Experten verbinden diese Reise mit den angeblichen israelisch-amerikanischen Gesprächen darüber, was für den Fall, daß Syrien moderne S-300 Raketenabwehrsysteme erhält, zu tun sei.

Es macht den Eindruck, als habe Washington nicht erwartet, daß der Angriff vom 14. April irgendwelche Folgen haben könnte, was jedoch der Fall gewesen ist.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-april-25-2018-russia-repels-drone-attack-on-its-air-base-in-syria/

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt


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