Mittwoch, 30. Mai 2018

"No Symphathy for the Devils": ein Wortspiel aus dem Text der Rolling Stones

Von Philip A Farruggio
Übersetzt von wunderhaft


29. Mai 2018, Global Research
"Die Höll´ ist los, all ihre Teufel hier!"... (William Shakespeare, Der Sturm)

"Und so bekleid ich meine nackte Bosheit ... Und schein ein Heil´ger, wo ich der Teufel bin." (William Shakespeare, Auszug aus den Worten des Herzogs von Gloster, nachmals König Richard der Dritte)



Ein Wortspiel aus dem meist kommentierten Song der Rolling Stones, ‘ Sympathy for the Devil’, von ca. 1968.  Der Song stammt aus ihrem Album ´Beggars Banquet´, das, ironischerweise, kurz nach der Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy erschienen ist.

Eine Strope aus dem Lied klingt so wahr für diejenigen unter uns, die glauben, daß ein Tiefer Staat existiert, der unsere traditionelle Regierung steuert: ” I shouted out who killed the Kennedys when after all it was you and me!” Heute wissen wir, daß Jagger und Richards, seine Autoren, den Song aus der Perspektive des Teufels geschrieben haben, des Erzählers. Wenn sie also die Worte, ít was you and me´ einfügen, deuten sie an, daß dort draußen mehr als nur ein Teufel existiert. Und so ist es auch.

Es hat möglicherweise seit Menschengedenken in jeder gewählten Regierung Kabalen gegeben. Hierbei handelt es sich einfach um böse und gierige meschliche Wesen, die – schlicht und einfach – von Macht und Kontrolle über den Rest ihrer Mitmenschen besessen sind. Das Wörterbuch definiert böse als ´moralisch verwerflich oder bösartig´. Nun, wir könnten Stunden und selbst Tage mit der Frage verbringen, welches Ausmaß üble Taten überhaupt hat. Das Fazit läßt sich in dem biblischen Gebot finden: ´Behandle andre so, wie DU von anderen behandelt werden möchtest` (oder `Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst´ / Anm. d. Übers.). Daher herrscht, wenn diejenigen in Machtpositionen die Bedürfnisse und Wünsche ihres Volkes oder anderer Völker mißachten, ... das Böse vor.  Millionen, möglicherweise Milliarden spirituell Suchender folgen der Geschichten und den Geboten des Jesus von Nazareth. Ob sie sich hieran erinnern:

Die Gefahr des Reichtums

17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.
19 Du weißt ja die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemand täuschen; ehre Vater und Mutter."
20 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
21 Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.
22 Er aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.
23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen!
25 Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme.
Der verstorbene Kenneth Wapnick*, ein klinischer Psychologe und führender Lehrer von ´Ein Kurs in Wundern´ hat im Jahr 1998 ein wundervollen Buch mit dem Titel, ´Die Vergebung und Jesus´ geschrieben. Sein Buch fußt auf der Theorie, daß, was wir ´Den Teufel´ nennen, in Wahrheit KEINE Wesenheit und KEIN Geist, sondern ein Mechanismus unseres Egos ist,  wann immer wir diesem erlauben Böses zu tun oder zu denken. Wapnick hat seinem Gefühl Ausdruck verliehen, daß unser Schöpfer uns allen, hier in dieser dreidimensionalen Welt, den ´freien Willen´ geschenkt hat.

Wir alle haben, laut dieser Theorie, die Wahl zwischen einem Leben im Licht der Tugend und der Wahrheit oder dem ´niederen fleischlichen Selbst haben, daß als "böse" definiert werden kann. Unabhängig davon, ob jemand an das Spirituelle glaubt oder all dies leugnet, ist die Macht des Egos oder des ´Teufels´ wie manche sie nennen, nach Wapnicks Verständnis real. Daher folgen die ´Bösen´ ihrem Ego oder ihrem fleischlichen Selbst, und...

Nun, hier ist der springende Punkt. Es existieren in jedem Teil der Welt immer nur wenige, der obigen Definition nach wahrhaft bösen Menschen im Vergleich zur überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung. Aber was ist mit der verbleibenden, möglicherweise ´Schweigenden Mehrheit´ die weiß, daß böse und gottlose Taten geschehen und die sich nicht dafür interessieren?

Dies haben Sie sicher schon einmal gehört: "Was mich selbst oder meine Familie oder mein Geschäft nicht betrifft, kümmert mich nicht." Wie viele der Menschen mit einer guten Krankenversicherung da draußen, denken wohl hin und wieder an die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitmenschen?

Das Beispiel ´unseres Krieges´ trifft es sogar noch besser. Solange die 20 jungen Amerikaner von uns nicht beim Militär dienen müssen, verlieren viele jeden Sinn dafür was zur Hölle in Übersee los ist! Wie viele wissen sollten, hat sich während der Zeit des (so genannten) Vietnam-Kriegs insbesondere die Stimmung in unserer Bevölkerung gegen unsere Beteiligung an diesem Krieg gewandelt und 20 oder 30 junge Männer waren besonders interessiert daran immer auf dem Laufenden zu bleiben ... besonders, wenn sie niedrige Losnummern* hatten.

Bis zur neuen Ära des ´immerwährenden Kriegs´ hatte der Autor Freunde, die in den Aktienmarkt investiert haben. Viele von ihnen waren und sind recht zufrieden mit unseren Kriegen im Irak und in Afghanistan, weil sie Aktien besessen haben, die derentwegen gestiegen sind. Sie werden um jeden toten VS-Soldaten Krokodilstränen vergießen und nicht eine für die "zehn mal mehr toten´ Araber. Ist das böse? Würden Sie sagen, ein bißchen vielleicht?

Das alte Sprichwort lautet (ich flunkere, ich hab´das frei erfunden: "Wenn Sie glauben, daß der Teufel existiert, müssen die auch an die Existenz Gottes glauben."
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Philip A Farruggio ist Sohn und Enkel von Hafenarbeitern aus Brooklyn, New York. Seit 2001 ist er freiberuflicher Kolumnist und Autor von über 300 Essays, die auf Seiten wie Information Clearing House, Nation of Change, World News Trust, Op Ed News, Dissident Voice, Counterpunch, Activist Post, Sleuth Journal, Truthout und vielen weiteren veröffentlicht worden sind. Sein Blog kann in Gänze bei World News Trust gelesen werden, wo er vorwiegend über die Notwendigkeit der drastischen Kürzung des Militärhaushalts und darüber schreibt das so gesparte Geld zum Erhalt unserer Städte zu verwenden. Philip ist Moderator der Interviews der von Chuck Gregory im Internet produzierten Sendung, “It’s the Empire… Stupid”, und ist unter paf1222@bellsouth.net erreichbar.


Quelle: https://www.globalresearch.ca/no-sympathy-for-the-devils-a-play-on-words-from-the-rolling-stones/5642280


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