Mittwoch, 23. Mai 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 22. Mai: Damaskus gesichert, das nächste Ziel ist Daraa

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




22. Mai 2018, SouthFront
Am späten Abend des 21. Mai haben, laut Quellen vor Ort, russische Luftabwehrsysteme, angeblich ein Pantsir-S Kurz- und Mittelstreckensystem, mindestens 4 Raketen auf "unidentifizierte" Ziele über dem Luftwaffenstützpunkt Khmeimim abgefeuert.

Später hat das russische Militär berichtet, daß ein unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) abgeschossen worden ist. Der Zwischenfall hatte keinerlei Schäden oder Opfer zur Folge.

Ein ähnlicher Zwischenfall hat sich am 24. April ereignet, als russische Streitkräfte mindestens zwei mit Geschossen bewaffnete UAVs abgeschossen haben.

Die wiederholten Angriffe auf russische Einrichtungen in Syrien sind ein weiteres Zeichen für die sich verändernde Situation in dem Land. Nach der de facto-Niederlage der Milizen in Zentral-Syrien, haben diese ihr Vorgehen auf Sabotageaktionen verlagert, die es ihnen eventuell ermöglichen mehr öffentliche Aufmerksamkeit durch die Medien sowie weitere Unterstützung von ihren ausländischen Sponsoren zu erhalten.

Auch glauben syrische Experten, daß die Möglichkeit terroristischer Anschläge in den befreiten Gebieten wächst.

Am 21. Mai hat das syrische Verteidigungsministerium offiziell bekannt gegeben, daß Regierungsstreitkräfte Süd-Damaskus vollständig vom ISIS befreit haben und daher das gesamte Umland der Hauptstadt gesichert ist. Laut einer offiziellen Version, hat es kein Abkommen mit ISIS gegeben. Allerdings bestätigen Photos und Videos aus der Gegend, daß eine Gruppe von Terroristen und deren Angehörigen die Evakuierung aus der belagerten Region erlaubt worden ist.

Auch sind Berichte erschienen, nach denen General Suheil ‘the Tiger’ al-Hassan, ein Kommandeur der Elite-Tiger-Kräfte, sich in den Süden Syriens begeben hat, um die erwartete Operation gegen Milizen in der Provinz Daraa vorzubereiten und zu beaufsichtigen. Diese Meldung ist allerdings noch nicht bestätigt.

Das russische Zentrum für Aussöhnung der Konfliktparteien in Syrien und Regierungsstreitkräfte haben in der Siedlung Zaafarana in der Porvinz Homs Depots mit in NATO-Mitgliedsstaaten produzierten Waffen und Produktionseinrichtungen für Sprengstoffe gefunden.

"Wir sehen hier eine große Anzahl von Gasmasken, im Ausland produzierte Waffen, wie z.B. Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ TOW-2*. Die Einrichtungen sind sehr gut ausgestattet gewesen", sagte der Vertreter des Zentrums, Andrey Nekipelov, in einem Kommentat zu der entdeckten Einrichtung, die von Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig der al-Qaida) betrieben worden ist.

Der Sprecher des iranische Außenministeriums, Bahram Qasemi, hat angekündigt, daß sein Land, auf Bitten der syrischen Regierung, weiterhin iranische Truppen in Syrien stationieren wird und Teheran von niemandem zu irgend etwas gezwungen werden kann, da es "seine eigene, unabhängige Politik verfolgt".

"Diejenigen, die ohne Erlaubnis der syrischen Regierung in Syrien eingedrungen sind, sind die, welche das Land verlassen müssen", merkte Qasemi an.

In der Zwischenzeit hat der VS-Außenminister, Mike Pompeo, dem Iran mit "den härtesten Sanktionen in der Geschichte" gedroht, wenn Teheran den 12 Forderungen der Grundliste nicht nachkommt, welche den Abzug iranischer Truppen aus Syrien, die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Milizen im Irak, die Beendigung der Unterstützung der Hisbollah und das Ende des iranischen Nuklearprogramms umfaßt. Mit anderen Worten, hat Pompeo vom Iran die Beendigung seiner unabhängigen Politik in der Region gefordert. Die Spannungen zwischen den VS und dem Iran erhöhen sich.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-22-2018-damascus-is-secured-daraa-is-next/

Der mit einen * versehene Link wurde zusätzlich eingefügt.

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