Samstag, 26. Mai 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 25. Mai: Israel und die VS greifen Regierungstruppen an. Was geht dort vor sich?

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




25. Mai 2018
Regierungsnahe Quellen haben berichtet, daß am späten Abend des 24. Mai Kampfflugzeuge verschiedene Luftangriffe auf den Luftwaffenstützpunkt, al-Dabaa, im Südwesten von Homs geflogen haben. Laut Aktivisten vor Ort beantwortete die syrische Luftabwehr (SADF) den Angriff mit den Starts von mindestens zwei Boden-Luft -Raketen vom Typ S-200.

Das Generalkommando der Syrisch Arabischen Armee (SAA) sagte in einer offiziellen Erklärung, daß die israelische Luftwaffe einen Luftwaffenstützpunkt in Zentral-Syrien angegriffen habe. Es fügte hinzu, daß die SADF die israelische Attacke abgewehrt habe.

Zur selben Zeit tauchten Berichte auf, nach denen die Raketenstarts angeblich durch einen Fehlalarm ausgelöst worden waren. Jedoch ist diese Version des Zwischenfalls bisher nicht bestätigt worden.

Der Luftwaffenstützpunkt al-Dabaa ist dafür bekannt eines der Schlüsselhauptquartiere der Hisbollah in Syrien zu sein.

Am Morgen des 24. Mai berichteten syrische Staatsmedien und Medien des Hisbollah-Flügels in Syrien, daß Flugzeug der von den VS angeführten Koalition Angriffe auf Stellungen regierungsnaher Truppen nahe al-Bukamal, al-Mayadin und auf die Förderanlage des T2 Erdölfeldes geflogen haben.

Die Berichte hoben hervor, daß sich die Luftangriffe inmitten der andauernden Attacken des ISIS auf Stellungen der Regierung in Homs´ Wüstenregion, Deir ez-Zor, ereignet haben, was dem Vorwurf der Unterstützung der ISIS-Attacken durch die von den VS angeführte Koalition entspricht.

Die von den VS angeführte Koalition bestritt jedes Wissen über diese Angriffe. Danach haben die russischen Staatsmedien, RT und Sputnik, unter Berufung auf russische Militärquellen, berichtet, daß es keine von jener Koalition geflogenen Angriffe auf Stellungen der Regierungsstreitkräfte gegeben habe.

Die Situation bezüglich dieses Zwischenfalls bleibt unklar.

Später am selben Tag hat der ISIS eine Gruppe von Mitgliedern der Nationalen Verteidigungskräfte (NDF) in der Region al-Faidah in einen Hinterhalt gelockt. Unbestätigten Berichten nach, sind etwa 30 Kämpfer von Nazar al-Khafran, die Bestandteil der NDF sind, bei diesem Zwischenfall getötet.

Zuvor hat der ISIS am 22. Mai, nahe der Förderanlage des T3-Ölfelds, und am 22. Mai, nahe al-Mayadin, umfangreiche Angriffe auf die SAA, die NDF sowie ihre Verbündeten durchgeführt.

Die SAA hat, laut Regierungsquellen, auf den Anstieg der Angriffe mit der Stationierung von Verstärkung und dem Beginn von Vorbereitungen einer anti-ISIS-Operation in der Wüste von Homs reagiert.

Allerdings könnte diese Operation verschoben werden, wenn in der Provinz keine Schlichtungsvereinbarung zwischen der SAA und den Milizen vor Ort zustande kommt. In diesem Fall wird sich die SAA wahrscheinlich zunächst den Milizen in Daraa widmen und sich erst danach wieder auf die Wüste von Homs konzentrieren.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-25-2018-israeli-us-strikes-on-government-forces-what-is-going-on/


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