Dienstag, 8. Mai 2018

Syrien – Kriegsbericht vom 8. Mai 2018: Abkommen im Kessel von Rastan, Kampfhubschrauber abgestürzt

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




8. Mai 2018, SouthFront
Im Kessel von Rastan im Norden von Homs hat die Evakuierung der Milizen und ihrer Unterstützer begonnen.

Am 7. Mai haben 62 Busse die Region mit einem Trupp Milizen in Richtung der im Norden von Homs gelegenen Stadt, Jarabulus, verlassen, die derzeit von der Türkei und deren Stellvertretern kontrolliert wird. Ein zweiter Trupp soll die Region am 8. Mai verlassen. Laut Quellen vor Ort ist die Evakuierung von 3.000 Personen vorgesehen.

 Vor dem Beginn der Evakuierung haben die Milizen 6 Kampfpanzer, 3 Schützenpanzer vom Typ BMP*, zwei Flakpanzer vom Typ Schilka* sowie Mörser, Panzerabwehrraketen, Boden-Luft-Raketen und weitere Waffen ausgehändigt.

Das Ende der Evakuierung soll innerhalb von 7 Tagen abgeschlossen sein. Erst danach werden die Regierungstruppen die vollständige Kontrolle über den Kessel von Rastan wiedererlangt haben und die Autobahn zwischen Homs und Hama wiedereröffnen.

Im Süden von Damaskus haben Regierungstruppen die weiterführende IT-Schule und verschiedene Gebäude im Westen des Distrikts al-Hajar al-Aswad von ISIS zurückerobert.

Auch ist die Syrische Armee in weitere Regionen des westlichen Teils des von Milizen gehaltenen Kessels im Umland von Damaskus vorgedrungen, wo derzeit eine Evakuierung von nicht zum ISIS gehörenden Milizen stattfindet.

Am 7. Mai ist ein russischer Kampfhubschrauber vom Typ Ka-52* in Ost-Syrien abgestürzt, wie das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt hat. Der Zwischenfall ereignete sich auf einem Routineflug. Die beiden Piloten kamen ums Leben. Laut vorläufigen Angaben kann technisches Versagen der Grund für diesen Absturz gewesen sein.

Zuvor war am 3. Mai ein russisches Mehrzweckkampfflugzeug vom Typ Su-30M* vor Latika an der syrischen Küste abgestürzt, wobei die beiden Piloten starben. Der Zwischenfall vom 3. Mai ist, laut vorläufigen Angaben. ebenfalls auf technisches Versagen zurückzuführen. Am 6. März war ein Militärtransporter während des Landeanflugs auf den Flugplatz Hmeymim abgestürzt, wobei 33 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.

Der israelische Energieminister, Yuval Steinitz, hat, laut der Nachrichtenseite, ynet,co.il, am 7. Mai damit gedroht den syrischen Präsidenten, Bashar Assad, zu eliminieren, wenn er wenn er den Iran weiterhin von Syrien aus operieren läßt.

Steinitz sagte, daß Assad  begreifen müsse, daß es sein Ende bedeutet, wenn er es dem Iran erlaubt Syrien in einen Militärstützpunkt für Angriffe auf Israel zu verwandeln.

"Es ist unakzeptabel, daß Assad seelenruhig in seinem Palast sitzt und sein Regime wiederaufbaut, während er es erlaubt Syrien zu einem Stützpunkt für Angriffe auf Israel zu machen", sagte Steinitz.

Die Bemerkungen haben ein Beben in den Medien ausgelöst und Steinitz wurde gezwungen klarzustellen, daß es sich bei den Äußerungen ausschließlich um seine persönliche Meinung gehandelt hat. Jedoch waren die Äußerungen vom 7. Mai bei weitem nicht das erste Mal, daß israelische Amtsträger die Ermordung Assads angedroht oder geschworen haben.

Diese Äußerungen verdeutlichen die wahre Haltung Tel Avivs bezüglich des Syrien-Konflikts.


Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-8-2018-rastan-pocket-deal-ka-52-crash/

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt


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