Donnerstag, 21. Juni 2018

Jemen – Kriegsbericht vom 21. Juni: Der Flughafen von Al-Hudaiah ist weiterhin umkämpft

Von SouthFront
Übersetzt von wunderhaft




21. Juni 2018, SouthFront
Die schweren Kämpfe zwischen der saudisch geführten Koalition und den Huthis nahe der westjemenitischen Hafenstadt Al-Hudaiah dauern an.

Am 19. Juni haben sind die Koalitionsstreitkräfte erneut in den Flugnafen von al-Hudaiah vorgedrungen und haben erklärt ihn dieses Mal wirklich einzunehmen. Jedoch ist es ihnen, wegen des heftigen Widerstands der Huthis, nicht gelungen die vollständige Kontrolle über diese wichtige Einrichtung zu erlangen. Am 20. Juni setzten sich die Zusammenstößt fort.

Pro-saudische Quellen haben, seit dem Beginn des Vorstoßes der Koalition auf al-Hudaiah am 13. Juni, mindesten drei Mal erklärt, daß dieser sich in den Händen der Koalition befände. All diese Behauptungen haben sich als falsch erwiesen.

Die Kontrolle des Flughagens ist ein wichtiger Schritt für die Koalition bei der Erstürmung der Stadt aus südlicher Richtung.

Zur selben Zeit, haben Kämpfer der Koalition ihre Bemühungen fortgesetzt, al-Hudaiah auf einem östlichen Flügel zu umgehen und die Huthis in der Nähe des Matahin-Platzes* anzugreifen. Während der Platz weiterhin umkämpft wird, wurde die Autobahn die al-Hudaiah mit der jemenitischen Hauptstadt, Sanaa, verbindet, wegen der Kämpfe bereits geschlossen.

Die einzige, noch sichere Schnellstraße der belagerten Stadt führt in Richtung Norden.

Laut Huthi-nahen Quellen, sind während der letzten Tage bis zu 40 Fahrzeuge der koalitionsgeführten Streitkräfte zerstört und 250 ihrer Soldaten getötet worden. Diese Angaben wurden zum Teil durch veröffentlichte Foto und Videoaufnahmen bestätigt.

Im Gegenzug hat der saudisch geführte Block die Bombardierung der belagerten Stadt fortgesetzt. Luftangriffe auf vermutete Huthi-Stellungen zerstören ebenfalls zivile Infrastruktur und kosten das Leben von Zivilisten.

Pro-saudische Quellen nennen widersprüchliche Zahlen, aber im Allgemeinen behaupten sie, daß die Stadt und ihre Umgebung täglich etwa 30 Angriffen ausgesetzt ist.

Am 18. Juni hat Anwar Gargash, der Außenminister der Arabischen Emirate, von den Huthis gefordert sich "bedingungslos" aus Hudaiah zurückzuziehen. Danach hat er erklärt, daß die Koalitionsstreitkräfte die Autobahn nach Sanaa für "den Abzug von Huthi-Milizen offen halten". Jedoch ist die Schnellstraße am 20. Juni wegen der Zusammenstöße geschlossen worden. Dies ist ein weiteres Anzeichen dafür, daß die Seiten kaum eine Lösung zur Deeskalation der Situation finden werden.

Abgesehen davon haben die Huthis eine Rakete vom Typ Badr-1* auf eine Erdölanlage des staatlichen saudischen Unternehmens, Aeramco, in der Region der Hauptstadt der Provinz Asir*, Abha, abgefeuert. Eine weitere Rakete, vom Typ Qaher M2*, wurde auf Stellungen der Koalitionsstreitkräfte an der westlichen jemenitischen Küste abgefeuert.

Bei der weiteren Entwicklung der Schlacht um al-Hudaiah, werden die Huthis ihre Raketenangriffe auf die Koalitionsstreitkräfte im Jemen und wichtige Ziele in Saudi-Arabien ausweiten.


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Quelle: https://southfront.org/yemeni-war-report-june-21-2018-al-hudaydah-airport-still-remains-contested/

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