Donnerstag, 10. Oktober 2019

"WELT; NIMM NOTIZ!": Der Genozid an Christen in Nigeria

Von Raymond Ibrahim
Übersetzung©: Andreas Ungerer

  • "Es ist schwer Christen in Nigeria zu erklären, daß es sich hierbei nicht um einen religiösen Konflikt handelt, da diese ganz in schwarz gekleideten Fulani-Kämpfer beobachten, welche ´Allahu Akbar´ skandieren und ´Tod den Christen´ brüllen. – Schwester Monica Chikwe, aus einem am 4. August 2019 bei Crux erschienenen Bericht von John L. Allen Jr.
  • "Hunderte indigener Christen aus Numan im nigerianischen Bundesstaat Adamawa sind von jihadistischen Hirten der Fulami angegriffen und getötet worden. Als sie versucht haben, sich zu verteidigen, hat die Regierung-Buhari die Luftwaffe entsandt, um Hunderte von ihnen zu bombardieren und die Angreifer der Fulami zu schützen. Ist das gerecht?! – Femi Fani-Kayode, ehemaliger Luftverkehrsminister, Daily Post (Nigeria), 6. Dezember 2017.
  • Das ist der derzeitige Stand der Dinge: der christlichen Bevölkerung in Nigeria ist ein Jihad genozidalen Ausmaßes erklärt worden  – und laut christlichen Führern in Nigeria, wird er vom Präsidenten des Landes und seinen Gefährten vom Stamm der Fulani verübt  – selbst wenn westliche Medien und Analysten die wirtschaftliche Situation für die gegenwärtigen Probleme Nigerias verantwortlich machen oder "Ungleichheit und Armut diese Dinge entfachen", um die Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten, Bill Clinton, über seine angeblich wahren Gründe zu zitieren. 


Laut Bosun Emmanuel, dem Sekretär des Nationalen Ältestenrats nigerianischer Christen, verfolgt der (oben abgebildete) nigerianische Präsident, Muhammadu Buhari eine offene, antichristliche Politik, die im ganzen Land bereits unzählige Morde an Christen sowie die Zerstörung wehrloser christlicher Gemeinden zur Folge hatte." (Photo by Olivier Douliery-Pool/Getty Images)

6.Oktober 2019, Gatestone Institute
Muhammadu Buhari, der muslimische Präsident Nigerias – der seine Position zum Teil dem früheren VS-Präsidenten, Barack H. Obama, verdankt – betreibt, laut christlichen Führern in Nigeria, einen "Genozid" an den Christen in seinem Land.

Erst kürzlich führte Pater Valentine Obinna, der Erzbischof der nigerianischen Diözese Aba, das anhaltende Gemetzel an Christen auf die geplante "Islamisierung Nigerias" zurück:
"Die Menschen lesen die handgeschriebenen Parolen an den Wänden. Es ist offensichtlich.Das gesamte Land soll in ein muslimisches Land verwandelt werden. Aer sie versuchten das bei einem großen christlichen Bevölkerungsanteil, was es ihm (Buhari) sehr erschwert".
Nigeria ist etwa zur Hälfte christlich und zur anderen Hälfte muslimisch. Ein Bericht von ABC News aus dem Jahr 2011 gibt einen Einblick in die Zusammenhänge, wann und warum der Zorn der Muslime einen Höhepunkt erreicht hat:
Die aktuelle Welle der [muslimischen] Unruhen wurde durch die Ankündigung der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission (INEC) vom Montag [dem 18. April 2011] ausgelöst, nach welcher der amtierende Präsident, Dr. Goodluck Jonathan [ein Christ], die erste Runde der Stimmauszählungen gewonnen hatte. Daß es nach der für den muslimischen Kandidaten, Muhammadu Buhari, nicht tolerierbaren Niederlage Unruhen in den größtenteils muslimisch bewohnten Nordstaaten gab, war nicht überraschend.Im Norden des Landes lebende Muslime fühlten sich berufen, die Präsidentschaft des erklärten Siegers, Präsident Jonathan, zu übernehmen, nachdem der sich damals im Amt befindliche muslimische Präsident Umaru Yar'Adua ein Jahr zuvor verstorben war, und radikale Gruppen im Norden [Boko Haram] Jonathans Aufstieg als vorübergehende Angelegenheit betrachtet hatten, die bei den diesjährigen Wahlen korrigiert werden sollte. Jetzt sind sie wütend, obwohl Experten und Beobachter der Meinung sind, daß dies die fairsten und unabhängigsten Wahlen in der jüngsten Geschichte Nigerias sind.
Zwischen den Jahren 2011 und 2015 hat Boko Haram – eine jihadistische Gruppe, die bereits ähnliche Greueltaten wie der ISIS verübt hatte, bevor jener auf der Bühne erschien – insbesondere im mehrheitlich von Muslimen bewohnten Norden des Landes, Tausende Christen terrorisiert und massakriert. Im Jahr 2015 bekamen Nigerias Muslime endlich das, was sie wollten: einen muslimischen Präsidenten in Gestalt von Muhammadu Buhari. Die Gewalt allerdings wurde nur noch schlimmer. Muslimische Fulani-Hirten – der Volksstamm, aus dem Buhari stammt – schlossen sich der Boko Haram an und übertrafen diese sogar bei der Massakrierung von Christen.

Allein zwischen Juni 2017 und Juni 2018 massakrierten muslimische Fulani rund 9.000 Christen und zerstörten mindestens eintausend Kirchen. (Während Jonathans Präsidentschaft sind in der dreifachen Zeit nur ein Bruchteil an Christen [1.484] von den Fulani getötet worden.) Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ereigneten sich 52 tödliche Terroranschläge auf christliche Dörfer. "Fast jeden Tag wache ich mit ähnlichen Textnachrichten von nigerianischen auf, wie der von heute Morgen: "Hirten erstechen einen 49-jährigen Bauern in Ogan", berichtete die Menschenrechtsanwältin, Ann Buwalda, im Juli.

Wann auch immer die Mainstream-Medien die für das Land nervenaufreibende Gewalt in Nigeria aufgreifen, wiederholen sie, was Obamas stellvertretender Außenminister für afrikanische Angelegenheiten, Johnnie Carson, erklärt hat, nachdem am Ostersonntag 2012 bei der Explosion einer Autobombe annähernd 40 Christen in einer Kirche getötet worden sind. "Ich möchte diese Gelegenheit nutzen", sagte Carson, "um einen wichtigen Punkt hervorzuheben, und zwar, daß die Religion weder in Jos* noch im Norden Nigerias die treibende Kraft der Gewalt ist."

Wie Schwester Monica Chikwe jedoch kürzlich berichtet hat, ist es allerdings schwierig, nigerianischen Christen zu erklären, daß es sich hierbei nicht um einen religiösen Konflikt handelt, da diese ganz in schwarz gekleideten Fulani-Kämpfer beobachten, welche ´Allahu Akbar´ skandieren und ´Tod den Christen´ brüllen!"

Ähnlich fragte dann auch die Vereinigung der Christen in Nigeria:
"Wie kann es sich um einen [weltlichen oder wirtschaftlichen] Konflikt handeln, wenn eine Gruppe [Muslime] die andere kontinuierlich angreift, tötet, verstümmelt, und Zerstörung anrichtet und die andere Gruppe [Christen] kontinuierlich angegriffen getötet oder verstümmelt wird und die Zerstörung ihrer Kultstätten erlebt?"
Kurz gesagt, werden Christen von der Boko Haram und den Fulani-Hirten angegriffen, weil, um Erzbischof Valentine Obine* zu zitieren, Präsident Buhari und sein muslimisches Kabinett sicherstellen wollen, "daß das gesamte Land muslimisch wird."

Wie aus den folgenden Zitaten hervorgeht, ist Erzbischof Obinna nicht der einzige, der Präsident Buhari vorwirft, den Jihad seiner Stammesgenossen hinter den Kulissen zu schüren:
  • "Der muslimische Präsident [Buhari] hat die Mörder vielmehr ungestraft davonkommen, anstatt sie zu verurteilen und seine Regierung mit islamischen Beamten besetzt, während er buchstäblich nicht das Geringste unternimmt, und die Christen des Landes, welche die Hälfte der Bevölkerung stellen, pflichtgemäß zu vertreten..... Hunderte indigener Christen aus Numan im nigerianischen Bundesstaat Adamawa sind von jihadistischen Hirten der Fulami angegriffen und getötet worden. Als sie versucht haben, sich zu verteidigen, hat die Regierung-Buhari die Luftwaffe geschickt, um Hunderte von ihnen zu bombardieren und die Angreifer der Fulani zu schützen. Ist das gerecht? WELT, NIMM NOTIZ!" – ehemaliger Luftverkehrsminister, Femi Fani-Kayode, 2017 (Großbuchstaben aus der Originalbotschaft; lesen Sie auch hier)
  • "Unter der Herrschaft von Präsident Buhani, genießen die mörderischen Hirten der Fulani beispiellosen Schutz und Bevorzugung... Anstatt die Fulani-Hirten zu verhaften und zu verurteilen, werden sie von den, üblicherweise mit Moslems besetzten, Sicherheitskräften beschützt und bleiben straffrei, wenn sie den Terror über dem nigerianischen Volk entfesseln." – Pastor Musa Asake, Generalsekretär der Vereinigung der Christen in Nigeria, 2018.
  • Buhani "stammt doch selbst vom Stamme der Fulani ab, was also erwarten Sie anderes?" – Emmanuel Ogebe, Menschenrechtsanwalt mit Sitz in Washigton DC in einem 2018 geführten Gespräch mit Gatestone.
  • "Sie wollen auf die Christen einschlagen, und die Regierung unternimmt nichts, um sie aufzuhalten, weil Präsident Buhari selbst dem Volksstamm der Fulani entstammt." – Bisschof Matthew Ishaya Audu aus Lafia, 2018.
  •  Buhari "führt verfolgt eine offene, antichristliche Politik, die im ganzen Land bereits unzählige Morde an Christen sowie die Zerstörung wehrloser christlicher Gemeinden zur Folge hatte." – Bosun Emmanuel, Sekretär des Nationalen Ältestenrats nigerianischer Christen, 2018.
Der Nationale Ältestenrat nigerianischer Christen würdigte zwar die Rolle von Präsident Buhari, war aber direkter in Bezug auf die ultimative Quelle der Gewalt in Nigeria:
"Der JIHAD wurde in Nigeria von den Islamisten Nordnigerias unter der Führung der Volksgruppe der Fulani ins Leben gerufen. Dieser Dschihad basiert auf der Hasslehre, die in Moscheen und islamischen Madrasas im Norden Nigerias gelehrt wird, sowie auf der rassistischen Ideologie der Fulani. Mit konventionellem (gewalttätigem) Dschihad und verstohlenem (Zivilisations-)Dschihad scheinen die Islamisten Nordnigerias entschlossen, Nigeria in ein islamisches Sultanat zu verwandeln und die liberale Demokratie durch die Scharia als nationale Ideologie zu ersetzen. ... Wir aber wollen ein Nigeria, in dem die Bürger auf allen Ebenen vor dem Gesetz gleich behandelt werden..."
Obwohl die Christen noch vor kurzem die Mehrheit der nigerianischen Bevölkerung ausgemacht haben, hat der anhaltende Völkermord, laut dem Nationalen Ältestenrat der Christen, ihren Bevölkerungsanteils bis zu dem Punkt schrumpfen lassen, an dem sie, "aufgrund des vorherrschenden Ideologie der Scharia, [welche] die Totenglocke für die nigerianische Kirche läutet", "am Rande ihrer Vernichtung stehen."

Das ist der derzeitige Stand der Dinge: der christlichen Bevölkerung in Nigeria ist ein Jihad genozidalen Ausmaßes erklärt worden  – und laut christlichen Führern in Nigeria, wird er vom Präsidenten des Landes und seinen Gefolgsleuten vom Stamm der Fulani verübt  – selbst wenn westliche Medien und Analysten die wirtschaftliche Situation für die gegenwärtigen Probleme Nigerias verantwortlich machen oder "Ungleichheit und Armut diese Dinge entfachen", um die Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten, Bill Clinton, über dessen angeblich wahren Gründe zu zitieren.

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Raymond Ibrahim, Autor des neuen Buches, Sword and Scimitar, Fourteen Centuries of War between Islam and the West, ist ausgezeichneter Senior Fellow am Gatestone Institute, Shillman Fellow am David Horowitz Freedom Center und Judith Rosen Friedman Fellow beim Middle East Forum.

Quelle: https://www.gatestoneinstitute.org/14958/nigeria-genocide-christians



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